Heinsen (red). Während ihrer Sommerreise möchte Sabine Tippelt (SPD) mit Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Sozialverbänden und weiteren Institutionen ins Gespräch kommen: „Das persönliche Gespräch ist durch nichts zu ersetzen“, erklärt die Landtagsabgeordnete. Dabei dürfen Stimmen aus dem Handwerk nicht fehlen. Gemeinsam mit Boris Schreiber besuchte Sabine Tippelt nun Rathmann Elektrobau in Heinsen, um sich über die aktuellen Entwicklungen in dem Familienbetrieb zu informieren. Wie fast die gesamte Branche kann Geschäftsführer Bastian Rathmann nicht über einen Mangel an Aufträgen klagen: „Unsere Bücher sind voll. Wenn es mal Leerlauf gibt, liegt das an Lieferproblemen. Aber angesichts der aktuellen Situation haben die meisten Kundinnen und Kunden für solche Verzögerungen Verständnis.“ Besonders interessierte Sabine Tippelt die Nachwuchs-Situation in dem Betrieb. „Das heimische Handwerk kann sich vor Aufträgen kaum retten, aber oftmals können nicht einmal alle Azubi-Stellen besetzt werden. Das ist eine dramatische Entwicklung, weil eine handwerkliche Ausbildung gerade in diesen Zeiten sehr attraktiv ist. Wer zum Beispiel eine Ausbildung zum Elektriker macht, dem stehen danach alle Türen offen. Eine anschließende Selbstständigkeit bietet sehr gute Verdienstmöglichkeiten, und studieren können junge Menschen nach der Ausbildung immer noch“, betont die Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses.

Bastian Rathmann ist ebenfalls der Meinung, dass handwerkliche Ausbildungen verstärkt beworben werden müssen. Er selbst hat gute Erfahrungen damit gemacht, potenzielle Azubis über Social Media auf sein Unternehmen aufmerksam zu machen. „Wir bemühen uns sehr um Azubis und gehen auf die individuellen Bedürfnisse unserer Mitarbeiter ein, vor allem was Familienfreundlichkeit angeht. Ich bin kein Fan von knapper Personalpolitik.“ Rathmann Elektrobau bietet viele verschiedene Leistungen an, von industrieller Automation bis hin zu Erneuerbaren Energien. „Ein breit aufgestellter Betrieb, der auch im Bereich Erneuerbare Energien unterwegs ist“, kommentiert Sabine Tippelt nach ihrem Besuch. Bei dem Austausch ging es auch darum, wie wichtig Schulen im Landkreis und gutes Internet für lokale Betriebe sind. Diese Themen führten Sabine Tippelt im Anschluss in die Heinser Gemeindeverwaltung, wo sie sich mit Bürgermeister Tobias Meese über die Lehrerversorgung, KiTa-Plätze und den Glasfaserausbau in Heinsen austauschte.

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