Stadtoldendorf (kp). Die Fußstapfen werden groß sein, in die sich Mats Busse hineinwagen wird. Ab kommender Saison wird der 31-jährige Rückraumspieler das Traineramt von Erfgolgscoach Dominik Niemeyer übernehmen und den TV 87 Stadtoldendorf als Cheftrainer durch die Handball-Oberliga führen. Mats Busse hatte mit seinen sportlichen Leistungen in den vergangenen Jahren einen maßgeblichen Anteil am Erfolg der Stadtoldendorfer. Seit dieser Saison hatte er Dominik Niemeyer bereits einige Male an der Seitenlinie vertreten.

„Ich freue mich riesig auf die Chance, eine Oberliga-Mannschaft zu trainieren und hoffe auf eine erfolgreiche und gemeinsame Zusammenarbeit“, sagt Mats Busse im Rahmen der am heutigen Sonntagnachmittag einberufenen Pressekonferenz. Gemischte Gefühle würden sich dennoch breitmachen, da er zukünftig nicht mehr „auf der Platte“ stehen werde, sondern ausschließlich an der Seitenlinie.

Mit Mats Busse habe sich der Verein bewusst dazu entschieden, einen ähnlichen Weg zu gehen wie damals mit Dominik Niemeyer. Auch der scheidende Chefcoach hatte als ehemaliger Spieler des TV 87 das Traineramt übernommen. „Mats ist ein erfolgreicher Spieler, er gibt jede Woche 60 Minuten Vollgas und geht voran“, sagt Sportmanager Volker Gnioth. Ein solches Auftreten sei bemerkenswert.

Anfang des Jahres habe Busse dann signalisiert, dass er sich aufgrund einiger Verletzungen durchaus die Rolle des Trainers vorstellen kann statt weiterhin als aktiver Spieler aufzulaufen. „Ich freue mich, mit Mats in die neue Saison zu gehen“, fügt er hinzu. Die Erwartungshaltung sei, mit dem neuen Trainer das bisher Erreichte zu sichern.

„Haben Stadtoldendorf dahin zurückgebracht, wo es hingehört - in die Oberliga!“

Man habe zusammen viel erreicht, sagte der scheidende TV87-Trainer Dominik Niemeyer. Es sei eine spannende Zeit für ihn in Stadtoldendorf gewesen. Dass, was diese Stadt auszeichne, habe man gemeinsam wieder zum Leben erwecken können. „Diese Begeisterung mit den Zuschauern, mit den Höllengranaten und dann haben wir Stadtoldenorf wieder dahin gebracht, wo es hingehört - in die Oberliga“, so Niemeyer. Dass was mit viel Schweiß, Verletzungen und Nerven in den vergangenen Jahren erreicht wurde, gelte es nun zu erhalten.

Mats Busse als sein Nachfolger sei seine erste Option gewesen. Busse war der erste Transfer von Dominik Niemeyer, nachdem dieser vor fünf Jahren das Traineramt übernommen hatte. „Mats hat sich hier als Spieler und auch als Mensch enorm entwickelt“, blickt er zurück. Und weiter: „Er hat sich das erarbeitet, er hat sich das verdient und ich bin davon überzeugt, dass er das hinbekommt.“

Ob und in welcher Form Dominik Niemeyer dem TV 87 in Zukunft erhalten bleiben wird, soll sich noch entscheiden. Fest steht: Kommenden Samstag wird der TV 87 Stadtoldednorf sein letztes Heimspiel unter Trainer Niemeyer in der Rumbruchshalle bestreiten. Dann gilt es, den Erfolgstrainer gebührend zu verabschieden. Ein Versprechen hat er jetzt schon parat: „Das letzte Heimspiel verliert man nicht, das ist Handballehre!“

Das Spiel findet Samstag ab 18 Uhr in der Rumbruchshalle gegen Börde statt.

Foto: Pöhl