Landkreis Holzminden (red). Mit dem Frühjahr beginnt im Landkreis Holzminden die Zeit der Amphibienwanderung. Kröten, Frösche, Unken, Salamander und Molche machen sich auf den Weg zu ihren Paarungsgewässern und müssen dabei bis etwa Ende April zahlreiche Straßen queren. Das Überqueren der Fahrbahnen stellt für die Tiere ein erhebliches Risiko dar und endet nicht selten tödlich.
Zum Schutz der Amphibien werden derzeit wieder mobile Amphibienschutzzäune aufgebaut. Mit dem Aufbau wird ab Freitag, 27. Februar, begonnen. Freiwillige betreuen die Zäune, sammeln die Tiere ein und bringen sie sicher über die Straße. Autofahrerinnen und Autofahrer werden in diesen Bereichen um eine besonders rücksichtsvolle und angepasste Fahrweise gebeten – auch zum Schutz der ehrenamtlich Helfenden, insbesondere während des Auf- und Abbaus der Zäune.
Sperrungen und Tempolimits an sieben Abschnitten
An insgesamt sieben Straßenabschnitten im Landkreis werden in diesem Jahr mobile Zäune errichtet. Bei Hohenbüchen an der K 29 sowie in Rühle an der „Waldstraße“ sind Teilstrecken während der Amphibienwanderung täglich von 19 bis 7 Uhr vollständig gesperrt.
In Meinbrexen an der L 550 zwischen der Bahnunterführung und dem Ortsschild gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 km/h. Eine Begrenzung auf 50 km/h ist in Meiborssen an der L 426 im Bereich „Hünnicher Mühle“, in Halle an der L 462 („Hohe Warte“) im Bereich der Teiche sowie bei Hehlen im Bereich des Ernestinentals an der K 38 von der L 586 (Ottenstein) ab Waldbeginn bis zur Einmündung in die K 11 zwischen Hohe und Steinmühle eingerichtet. Auch bei Sievershagen an der L 586 zwischen der Sievershagener Mühle und hinter der Einmündung der K 87 gilt Tempo 50.
Die Einschränkungen bleiben voraussichtlich bis Mitte oder Ende April bestehen. Die Wandertätigkeit wird regelmäßig von Ehrenamtlichen kontrolliert, damit Sperrungen nicht länger als notwendig aufrechterhalten werden müssen.
Ansprechpartnerin beim Landkreis Holzminden ist Marlies Zuidema, Telefon 05531 707 177, oder per E-Mail an