Bevern/Holzminden (red). Die Stadt Holzminden sowie die Samtgemeinden Bevern und Boffzen haben am 4. April 2025 eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich Standesamt unterzeichnet. Ziel ist die Einrichtung eines gemeinsamen Standesamtsbezirks Holzminden zum 1. Januar 2026, in dem künftig sämtliche Aufgaben gebündelt bearbeitet werden.
Bürgermeister Christian Belke, Samtgemeindebürgermeister Tino Wenkel und Samtgemeindebürgermeister Thomas Junker zeigten sich bei der Unterzeichnung einig: In Zeiten von Fachkräftemangel und knappen Kassen ist gezielte Zusammenarbeit der richtige Weg, um den Bürgerinnen und Bürgern auch künftig qualitativ hochwertige Verwaltungsleistungen bieten zu können.
„Ich freue mich außerordentlich über diesen wichtigen Schritt. Er zeigt, wie wir durch Kooperation gute Lösungen schaffen können – auch unter herausfordernden Bedingungen“, betont Bürgermeister Belke. Auch Tino Wenkel lobt den Zusammenschluss als „starkes Signal für gemeinschaftliche Verantwortung und zukunftsorientiertes Handeln“. Der neue Standesamtsbezirk vereine fachliche Kompetenz, Bürgernähe und Wirtschaftlichkeit.
Für Thomas Junker bringt die Reform ebenfalls viele Vorteile mit sich – wenngleich er einen kleinen Wermutstropfen sieht: Durch den Zusammenschluss entfällt für ihn als Hauptverwaltungsbeamter die Möglichkeit, Eheschließungen selbst durchzuführen.
Vorteile für Bürgerinnen und Bürger
Bisher war es bei einer Trauung außerhalb des eigenen Standesamtsbezirks erforderlich, die Eheschließung bei dem jeweiligen Standesamt extra zu beantragen. Diese bürokratische Hürde entfällt künftig innerhalb des neuen gemeinsamen Bezirks, der Holzminden, Bevern und Boffzen umfasst. Beliebte Trauorte in allen drei Gemeinden bleiben erhalten und werden künftig zentral angeboten – das bedeutet mehr Flexibilität für Heiratswillige.
Zentral in Holzminden – Außenstelle in Bevern
Der künftige Sitz des gemeinsamen Standesamtes wird sich in Holzminden befinden. In Bevern wird eine Außenstelle eingerichtet, um die Erreichbarkeit in der Fläche sicherzustellen. Der Start des neuen Standesamtsbezirks ist für den 1. Januar 2026 geplant – vorbehaltlich der noch ausstehenden Genehmigungen.
Die Initiative gilt als Vorzeigemodell für kommunale Zusammenarbeit und könnte Vorbild für weitere Kooperationen im Landkreis Holzminden und darüber hinaus sein.
Fotos: Stadt Holzminden