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Donnerstag, 03. April 2025 Mediadaten Fankurve
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Kreis Höxter (TKu). Eine Entscheidung mit weitreichender Bedeutung für den Kreis Höxter ist gefallen: Die Bezirksregierung Detmold hat den Planfeststellungsbeschluss für zwei Abschnitte des lange diskutierten Lückenschlusses der Bundesstraße 64 (B64n) sowie für den Neubau der Bundesstraße 83 (B83n) erlassen. Damit besteht erstmals Baurecht für das seit Jahrzehnten geplante Großprojekt – ein Schritt, der in der Region für große Erleichterung sorgt.

Nach mehr als einem Jahrzehnt intensiver Planung markiert die Entscheidung das Ende eines komplexen Verfahrens. Der Planfeststellungsbeschluss umfasst 495 Seiten, in denen neben Umwelt- und Naturschutzaspekten auch zahlreiche Einwendungen aus der Bevölkerung berücksichtigt wurden. Besonders kontrovers war die Diskussion um alternative Trassenführungen, die letztlich verworfen wurden. Die gewählte Streckenführung entlang der Bahnlinie wurde als umweltschonendste Lösung bewertet.

Konkret betrifft der Beschluss die Bauabschnitte 1 und 1b. Abschnitt 1 beinhaltet den Ausbau der B64n von der Anschlussstelle zur B83n bis nach Höxter auf einer Länge von 4,8 Kilometern. Abschnitt 1b umfasst den Neubau der B83n von der Anschlussstelle bis Wehrden (2,5 Kilometer) sowie die Weiterführung der B64n um weitere 2,4 Kilometer bis kurz vor Ottbergen. Die B64n soll künftig dreispurig mit einem wechselnden Überholstreifen verlaufen, die B83n bleibt zweispurig.

Besonders für Godelheim bedeutet das Projekt eine erhebliche Entlastung: Die Ortsdurchfahrt soll durch die neue Trassenführung vom Durchgangsverkehr befreit werden. Zusätzlich ist eine 860 Meter lange und bis zu sechs Meter hohe Lärmschutzwand vorgesehen. Eine Brücke soll zudem die sichere Anbindung nach Maygadessen für Fußgänger und Radfahrer gewährleisten.

Trotz des Planfeststellungsbeschlusses sind Klagen gegen das Vorhaben weiterhin möglich. Diese hätten jedoch keine aufschiebende Wirkung – ein rechtlich möglicher Baubeginn wäre also nicht blockiert. Unklar bleibt, wann genau der erste Spatenstich erfolgt. Der Landesbetrieb Straßen.NRW kann nun mit der konkreten Bauplanung beginnen, der tatsächliche Start hängt jedoch auch von der Verfügbarkeit der finanziellen Mittel ab.

Die politische Reaktion auf den Beschluss fällt positiv aus: Höxters Bürgermeister Daniel Hartmann spricht von einem „bedeutenden Schritt“ für die gesamte Region. CDU-Verkehrsexperte Matthias Goeken nennt die Entscheidung einen „großen Erfolg“, warnt jedoch vor verfrühter Euphorie und verweist auf weitere anstehende Planungsschritte. Auch Landrat Michael Stickeln und Bundestagsabgeordneter Christian Haase betonen die verkehrspolitische Bedeutung des Projekts als zentrale Anbindung an das Autobahnnetz.

Die planfestgestellten Unterlagen werden nun für zwei Wochen öffentlich ausgelegt – sowohl in den Rathäusern von Höxter und Beverungen als auch online. Einwender und Betroffene haben anschließend einen Monat Zeit, um Klage beim Oberverwaltungsgericht Münster einzureichen.

Mit dem Bau begonnen wird zunächst in den Abschnitten 1 und 1b – wobei letzterer erst realisiert werden kann, wenn auch der letzte Abschnitt 1a (Hembsen bis Ottbergen) planfestgestellt ist. Ein Zeitplan für diesen Teil liegt derzeit noch nicht vor. Für die Menschen in Godelheim, Ottbergen und der gesamten Region ist das Projekt jedoch ein Hoffnungsschimmer: Der Ausbau soll nicht nur die Verkehrssicherheit erhöhen, sondern auch Fahrzeiten verkürzen und die Anbindung des Kreises Höxter an die überregionale Infrastruktur nachhaltig verbessern.

Fotos: Thomas Kube

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