Landkreis (red). Auf zwei Novellen, einen Sammelband mit Erzählungen und Kurzgeschichten, sowie zwei Romane kann der Stadtoldendorfer Autor Ernst von Wegen bereits verweisen. Besonders mit seinen zwei Weserbergland-Romanen erschloss sich der Stadtoldendorfer in der Region einen breiten Leserkreis. Den „Maiglöckchen-Blues“ und die „Heimliche Hauptstadt des guten Geschmacks“ bezeichnet er selbst als „Heimatromane ohne Kitschfaktor“. Seine Figuren agieren im Zwiespalt von Dorfidylle und Provinzialität. Im dritten Teil seiner Holzminden-Trilogie, an dem er gerade arbeitet, rückt er das Thema Heimat ins ganz ins Zentrum der Handlung. Wenn es gut läuft, soll der „Heimatwechsel“ Ende des Jahres auf den Markt kommen. 

Wer aber verbirgt sich hinter diesem ungewöhnlichen Pseudonym, und warum? Woher stammt er und was will er uns mit seinen Büchern sagen? All diese Fragen will Ernst von Wegen am Sonntag den 24. April um 11 Uhr im Atelier Repfennig, Schloss Bevern seiner Leserschaft beantworten. Außerdem erfahren Sie einiges über Vor- und Nachteile von „Selfpublishing“, also die Vermarktung seiner Werke in Eigenregie, über den Antrieb, Bücher zu schreiben und über die lange Brücke von der Schüchternheit, hin zur Freude am offenen Austausch mit der Leserschaft. Das Format des Autoren-Porträts hat Ernst von Wegen in der Bücherei Stadtoldendorf schon ausprobiert, die Resonanz war sehr ermutigend. Die Veranstalter wie der Autor einig: Gerade das Schloss-Atelier eigne sich besonders als Labor für neue Ideen und Formate. Die zweite Lesung 2022 im Atelier Repfennig gestaltet dann Wolfgang Bellmer aus Holzminden am 12. Juni, ebenfalls als literarische Matinee um 11 Uhr.