Kreis Holzminden (red). „Wir brauchen mutige Leute mit Fantasie, die eine Allianz für Menschen mit Demenz lebendig werden lassen.“ Diese Erkenntnis nahmen Silvia Kieven vom Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises Holzminden sowie Iris Schnug, ehrenamtliche gerontopsychiatrische Fachkraft von der Abschlusstagung des Modellprojektes "Einbindung der Hausarztpraxen bei Demenz" in Hildesheim mit. Am Rande der anregenden Tagung ergab sich auch ein sehr interessantes persönliches Gespräch mit dem Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BDGSO), Franz Müntefering. Müntefering hatte schon während der Tagung gefordert, dass man sich auf demente Menschen einstellen müsse und das Thema nicht tabuisieren dürfe. Diesen Umgang mit der Demenz versucht der Senioren- und Pflegestützpunkt Holzminden schon seit einiger Zeit mit dem Café Memory zu begegnen. An jeden zweiten Dienstag im Monat, um 14.30 Uhr, werden in der Residenz zur Weserbrücke in Holzminden wertvolle Tipps zum Umgang mit Demenzkranken gegeben. Im offenen Gespräch bietet sich dabei für die Angehörigen die Gelegenheit, persönliche Erfahrungen auszutauschen.

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