Bevern (lbr). Jörg Hesse will sich mit Unterstützung der SPD als Kandidat für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters der Samtgemeinde Bevern aufstellen lassen. Auf einer Aufstellungsversammlung am 26. März soll der Beveraner offiziell nominiert werden. Damit würde Hesse bei der Kommunalwahl im September gegen den Amtsinhaber Thomas Junker (CDU) antreten.
Der 55-Jährige ist in Bevern aufgewachsen und arbeitet seit vielen Jahren beim Landkreis Holzminden. Dort ist er in der zentralen Vergabestelle tätig und beschäftigt sich unter anderem mit Ausschreibungs- und Vergabeverfahren, sowie der vergaberechtlichen Beratung kommunaler Auftraggeber im Kreisgebiet. Nach seiner Verwaltungsausbildung absolvierte Hesse ein betriebswirtschaftliches Studium und diverse zertifizierte Fortbildungen.
Für Hesse ist die Kandidatur auch eine persönliche Entscheidung. „Unsere Samtgemeinde ist meine Heimat. Ich möchte Verantwortung übernehmen und dazu beitragen, dass sie auch in Zukunft lebenswert und handlungsfähig bleibt“, erklärt er.
Ein Schwerpunkt seiner möglichen Amtszeit soll eine solide finanzielle Entwicklung der Samtgemeinde sein. Viele Kommunen stünden derzeit vor großen finanziellen Herausforderungen. „Gerade deshalb müssen Investitionen sorgfältig geplant und Prioritäten klar gesetzt werden“, sagt Hesse. Für ihn gelte der Grundsatz: „Projekte sollten sauber abgeschlossen werden, bevor neue große Vorhaben beabsichtigt, geplant und begonnen werden.“
Gleichzeitig betont er, dass notwendige Investitionen weiterhin wichtig seien. „Es geht nicht darum, Entwicklungen zu stoppen, sondern sie verantwortungsvoll und langfristig finanzierbar zu gestalten.“
Auch gesellschaftliche Themen möchte Hesse stärker in den Blick nehmen. Besonders die Situation junger Menschen liegt ihm am Herzen. Neben bestehenden Angeboten, wie dem Jugendzentrum, könne es sinnvoll sein, zusätzliche Treffpunkte oder Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche und vor allem auch junge Erwachsene zu schaffen. „Es ist wichtig, dass junge Menschen nicht nur geduldet sind, sondern sich in unserer Samtgemeinde willkommen fühlen und hier Perspektiven sehen“, so Hesse.
Darüber hinaus sieht er auch die wirtschaftliche Entwicklung als wichtigen Baustein für die Zukunft der Samtgemeinde. Eine mögliche Perspektive könne eine engere Zusammenarbeit mit der Stadt Holzminden sein, etwa bei der Entwicklung neuer Gewerbeflächen. „Neue Unternehmen und Arbeitsplätze stärken langfristig auch die finanzielle Grundlage unserer Kommunen“, sagt Hesse.
Auch kommunale Infrastruktur bleibt aus seiner Sicht ein sehr wichtiges Thema. Dazu gehören die Themen Schulen, Feuerwehrstandorte und deren Ausstattungen, sowie kommunale Gebäude. Hier sei eine klare Priorisierung der Projekte notwendig. Im Flecken Bevern selbst sieht Hesse ebenfalls verschiedene Zukunftsfragen, wie die Straßenausbaubeiträge, die Straßenbeleuchtung und für beispielsweise Golmbach das Thema Motorradlärm.
Gleichzeitig hebt er die hohe Lebensqualität der Samtgemeinde hervor. „Wir haben eine wunderschöne Landschaft, starke Unternehmen, engagierte Vereine und vor allem sehr aktive Dorfgemeinschaften“, sagt er. Hier sind unter anderem die Kirschblütenfeste in Golmbach und Reileifzen, sowie diverse Volksfeste und Jubiläumsfeiern zu nennen.
Politische Erfahrung bringt Hesse ebenfalls mit. Von 2011 bis 2016 war er Mitglied des Samtgemeinderates und in dieser Zeit dessen Ratsvorsitzender.
Auch privat ist Hesse eng mit seiner Heimat verbunden. Er stammt aus einer in Bevern fest verwurzelten Familie und lebt mit Ehefrau und Sohn in Bevern. Besonders verbunden fühlt er sich der Feuerwehr: Bereits als Jugendlicher trat er der Jugendfeuerwehr bei und ist bis heute aktives Mitglied der Ortsfeuerwehr Bevern.
Darüber hinaus engagiert er sich im Vereinsleben und unterstützt aktiv verschiedene Veranstaltungen im Ort, wie beispielsweise das Beveraner Frühlingsreitturnier als Mitorganisator. „Es ist beeindruckend zu sehen, was hier durch das ehrenamtliche Engagement vieler Menschen möglich ist“, sagt Hesse. „Das zeigt, wie stark unsere Gemeinschaft ist.“
Am 26. März wird die SPD auf ihrer Aufstellungsversammlung offiziell über seine Kandidatur entscheiden.