Eschershausen (red). Vor wenigen Tagen hatte die WGE Eschershausen zum zweiten Mal Interessierte ins Mehrgenerationenhaus eingeladen und viele nahmen das Angebot an. Die Wählergemeinschaft wollte über das bislang Erreichte, dass in deren Wahlprogramm steht, berichten sowie über die Dinge, die angestoßen sind bzw. noch ein wenig warten müssen, da die Stadt Eschershausen mit der Umsetzung des Kreistagsbeschlusses des Landkreises Holzminden wichtige Aufgaben abzuarbeiten hat.

Nach einer kurzen Begrüßung des Sprechers der WGE Friedhelm Bandke begann sein Stellvertreter Andreas Fischer mit der Power-Point-Präsentation. Gleich das 1. Bild zur Begrüßung brachte einige Fragen zum Freibad in Eschershausen auf und ob es in diesem Jahr wieder möglich sein wird, zu baden. Die Frage ließ sich nicht abschließend beantworten, da die Planung und Durchführung bezüglich der Wärmeleitung in den Händen des Freibadvereins liege. Eine Antwort kann nur der Vorsitzende geben. Es ist allerdings davon auszugehen, dass es in diesem erneut keinen Badebetrieb geben wird. Wichtige Dinge seien in Arbeit und befinden sich auf dem Weg.

Zum Kreistagsbeschluss und zur Umsetzung der weiteren Schritte für die Nordschule wusste Fischer zu berichten, dass die Stadt Eschershausen selbst die ihr aufgetragenen Aufgaben durch die Kreisverwaltung angestoßen hat und sich auf gutem Weg zur Umsetzung (Flächenankauf des Schulgeländes südlich der Sporthalle, Flächennutzungsplanänderung durch die Samtgemeinde) befinden. Die geplante Nordschule ist keine Schule für Eschershausen, sondern eine Schule für Stadtoldendorf, Bodenwerder und Eschershausen und soll, wenn alles nach Plan läuft, mit Beginn des Schuljahres 1928 fertig sein. Der Landkreis hat eigens für die wichtige Aufgabe ein Gremium von vier Mitarbeitern gebildet, das sich ausschließlich um die Schulbauten kümmern wird. Die Schulen, die sich bislang in den einzelnen Städten befinden, werden nicht geschlossen, sondern in Eschershausen in der Nordschule zusammengeführt. Nach neuesten energetischen und digitalen Kriterien soll diese Schule in Modulbauweise gebaut werden, um ein verbessertes Bildungsangebot für zukünftige Schülerinnen und Schüler anzubieten. Die Stadt Eschershausen selbst hat die betroffenen Städte und Gemeinden der SG Eschershausen-Stadtoldendorf und die der SG Bodenwerder-Polle eingeladen, mitzuwirken. In diesem Zusammenhang wurde die Frage gestellt, was aus dem alten Gebäude der Haupt- und Realschule werden wird. Diese Frage konnte nur andeutungsweise beantwortet werden, da das Gebäude dem Landkreis gehört. Möglich wäre noch eine Erweiterung der Grundschule, falls dies erforderlich werden sollte, bzw. die Ansiedlung anderer Angebote durch den Landkreis.

Der Stadtpark, ein sehr angesehenes Kleinod, ist zu einem Anziehungspunkt für Gäste aus nah und fern geworden und wird von allen als sehr gelungen bezeichnet, da es ein derartiges Angebot für alle Generationen kaum im näheren Umfeld gibt.

Weiter macht sich die WGE schon jetzt Gedanken darüber, was werden wird, wenn die Umgehungsstraßen fertiggestellt sind, was aus den bisherigen Bundesstraßen wird. Hier wurden beim 3. Treffen des Beirats für Stadtentwicklung schon mal Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich, vor allem die Innenstadt, noch verändern könnte oder sollte. Angestoßen wurde ein möglicher Radweg, beginnend in Scharfoldendorf, weitergehend über die Straße „Vor dem Tore“ bis hin zur Bahnhofsstraße.

Veränderungen sind auch im Stadtbild zu erkennen. Die alten Schilder von und über Einrichtungen wurden durch neue Schilder ersetzt. Der Stadtrundgang ist auch auf der neuen Homepage der Stadt www.eschershausen.digital nachzulesen. Neue Bänke sind am Raabebrunnen aufgestellt worden.

Die Stadtkümmerin, die durch die Stadt eingestellt wurde um Fördermittel einzuwerben, wurde nach Erfüllung ihrer Aufgaben an die Samtgemeinde abgegeben. Der wichtigste Förderbescheid, der bereits vorliegt, ist die Sanierung des Stauweihers und dessen Umfeld. Diese Maßnahme soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Da die Aufgaben der Stadt Eschershausen selbst sehr umfangreich sind und nicht allein durch den Stadtdirektor zu bewältigen sind, wurde ein neuer Mitarbeiter angestellt, der selbst aus eigener beruflicher Erfahrung in früheren Jahren beim Landkreis und als ehrenamtlicher Bürgermeister die richtige Besetzung für diese Aufgabe ist.

Das alle zwei Jahre durchzuführende Bürgerfest war bei der ersten Durchführung ein voller Erfolg. Leider muss dieses Fest in diesem Jahr aufgrund anderer wichtiger Aufgaben, die finanzielle Auswirkungen haben, in das Jahr 2025 verschoben werden.

Das Raabemuseum soll auf längere Sicht in ein Raabe- und Heimatmuseum umgewandelt werden. Wichtige Exponate der Stadt, die sich bislang im Stadtarchiv befinden und für die Öffentlichkeit nicht zu zugänglich sind, sollen dann dort ausgestellt werden.

Die Stadt wird alle die unterstützen, die in der Stadt eine wichtige Aufgabe für die Einwohnerschaft erfüllen. Hier ist das Mehrgenerationenhaus zu nennen, dass für alle Generationen ein breitgefächertes Angebot zur Verfügung stellt, der MTSV als größter Sportverein der Stadt, der Johanniverein, der das Johannifest durchführt und auch alle anderen, die sich ehrenamtlich engagieren. Hier gibt es in Eschershausen Menschen, die der Stadt in der Erfüllung bestimmter Dinge helfen. Hier sind die Stadtquartierspfleger zu nennen sowie die Kühne-Weidemann-Gruppe. Jeder, der sich ehrenamtlich für die Verschönerung der Stadt einbringen möchte, ist herzlich willkommen und kann sich im Stadthaus melden.

Das Baugebiet Altershausener Ring ist vollständig bebaut, das neue Gebiet Hüschebrink-Hohenwegsfeld in der Planung. Auch mit dem Ferienhauswohngebiet auf dem Stadtberg geht voran. Das Gewerbegebiet im Osten im Bereich der Gniesbreite ist ebenfalls gefüllt. Am Kreisel im Scharfoldendorf soll auch noch ein kleinerer Bereich als Gewerbegebiet ausgewiesen werden.

Ein Fertigstellungstermin der Nord-Ost-Umfahrung steht noch nicht fest. Die weiteren Straßenbauarbeiten haben begonnen. Danach erfolgen die Brückenbauarbeiten. Die Einweihung könnte in 2027 erfolgen.

Abschließend bleibt festzustellen, dass die Stadt Eschershausen auf einem guten Weg ist, so wie es die Wählergemeinschaft Eschershausen versprochen hat: „Wir kümmern uns um unsere Stadt.“

Foto: Wählergemeinschaft