Lauenförde (red). Großeinsatz für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in Lauenförde: Am Montagmorgen kam es in einem großen Industrieunternehmen in Lauenförde zu einem Gefahrgutaustritt, der einen Großeinsatz von Rettungs- und Spezialkräften auslöste. Gegen etwa 9:45 Uhr hatte die Brandmeldeanlage des Betriebs Alarm ausgelöst und damit den Einsatz der Rettungskräfte in Gang gesetzt.
Bei der sofortigen Überprüfung des betroffenen Bereichs stellte sich heraus, dass ein Gefahrstoff ausgetreten war. Um welchen Stoff es sich genau handelt, wurde zunächst nicht öffentlich bekanntgegeben. Nach ersten Einschätzungen handelte es sich jedoch nicht um einen hochentzündlichen Stoff, sondern um eine chemische Substanz, die aufgrund ihrer Eigenschaften eine potenzielle Gefährdung darstellen konnte. Verletzte wurden nach aktuellem Kenntnisstand nicht gemeldet.
Umfangreiche Sicherungsmaßnahmen
Zur Sicherung der Lage wurden zahlreiche Einsatzkräfte alarmiert. Neben Einheiten aus der Umgebung waren Feuerwehrleute aus der Samtgemeinde Boffzen sowie Kräfte der Feuerwehr Beverungen im Einsatz. Zusätzlich rückte die Führung des Gefahrgutzuges des Landkreises Holzminden an, um beratend tätig zu werden.
Die Einsatzkräfte sicherten zunächst den betroffenen Betriebsbereich ab und führten Messungen zur Feststellung möglicher Schadstoffkonzentrationen durch. Mitarbeitende des Unternehmens wurden vorsorglich in sichere Bereiche gebracht oder teilweise vom Gelände evakuiert. Nach ersten Informationen konnte der Austritt relativ schnell gestoppt werden, sodass eine weitere Ausbreitung des Stoffes verhindert wurde.
Keine akute Gefahr für Bevölkerung
Vertreter der Feuerwehr erklärten, dass für die Bevölkerung außerhalb des Firmengeländes nach aktuellem Stand keine akute Gefahr bestanden habe. Dennoch wurde die Bevölkerung vorsorglich gebeten, den Bereich um das Unternehmen zu meiden und Fenster sowie Türen geschlossen zu halten, solange die Messungen andauern.
Die Ursache für den Vorfall ist derzeit noch unklar. Gemeinsam mit dem Unternehmen sollen die Umstände des Gefahrgutaustritts in den kommenden Tagen genauer untersucht werden. Der Einsatz der Rettungskräfte unter der Leitung des Gemeindebrandmeisters Philipp Pedall dauert am Vormittag weiter an. Weitere Informationen zu dem Vorfall sollen veröffentlicht werden, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
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