Bevern (red). Beim Holzwerkstoffhersteller EGGER in Bevern werden aus Holzhackschnitzeln Fasern zur Produktion von Dünn-HDF-Platten erzeugt. Diese werden anschließend bei EGGER in Marienmünster weiterveredelt, um letztendlich als Schrankrückwand oder Schubkastenboden in der Möbelindustrie zum Einsatz zu kommen. Dies rückte an den vergangenen Wochenenden in den Hintergrund: Im Fokus stand der Einsatz für die Natur vor Ort.
Gemeinsam mit 15 Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klassen der Oberschule Bevern wurde eine bislang ungenutzte 700 m² große Grünfläche auf dem Werksgelände neu gestaltet. Ziel des Projekts war es, die Jugendlichen aktiv für ihre heimische Natur zu begeistern und gleichzeitig einen ökologischen Mehrwert für das Gelände zu schaffen. Initiator des Projektes ist Harri Borgardt, Assistent der Werksleitung Technik und Produktion bei EGGER in Bevern.
„Ich wollte etwas aus der ungenutzten Fläche machen und so kam mir im vergangenen Jahr die Idee, dort nicht nur Wildblumen einzusäen, sondern dies gemeinsam mit jungen Leuten zu machen, denn so haben wir alle etwas davon. Sowohl die Werksleitung als auch die Verantwortlichen in der Schule haben direkt positiv reagiert und für dieses einmalige Projekt zugesagt“, so Borgardt.
Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich dazu intensiv mit regionalen Tier‑ und Pflanzenarten und entwickelten eigenständig Ideen für die Begrünung des Grünstreifens. So entwarfen und bauten sie 31 Nistkästen, die künftig Vögeln vielfältige Brutmöglichkeiten bieten werden. Darüber hinaus entstand mit Unterstützung eines Zimmermanns ein Bienenunterstand, der Raum für insgesamt sechs Bienenvölker bietet. Die Jugendlichen errichteten dafür sogar eigenständig die Fundamente und arbeiteten mit Beton und unterstützten beim Aufbau – praktische Erfahrungen, die weit über den Unterricht hinausgehen. Zudem pflanzten die jungen Menschen gemeinsam mit Ausbildenden von EGGER an zwei Samstagen 120 Sträucher.
In einem weiteren Schritt wird eine 350 m² große Wildblumenwiese angelegt, die künftig wichtige Lebensräume für Insekten und andere Tiere bietet. „Mit viel Engagement, Kreativität und Teamarbeit ist so aus einer brachliegenden Fläche ein lebendiger Ort der Natur geworden – ein Gewinn für das Werk und für die jungen Menschen selbst. Sie waren alle sehr engagiert, interessiert und fleißig. „Ein rundum gelungenes Projekt“, fasst Harri Borgardt von EGGER zusammen.
Neben dem ökologischen Nutzen bietet das Projekt auch eine Chance für die Jugendlichen: Sie lernten EGGER als regionalen Arbeitgeber kennen und erhielten Einblicke in technische und handwerkliche Tätigkeiten. Im besten Fall wächst dadurch auch das Interesse an einem künftigen Praktikum oder einer Ausbildung beim Holzwerkstoffhersteller. In Bevern werden Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Maschinen- und Anlagenführer sowie Fachkräfte für Lagerlogistik ausgebildet. Weitere Informationen gibt es hier: www.egger.com/ausbildung






Fotos: EGGER Holzwerkstoffe