Buchhagen (red). Ein Personalwechsel in der zuständigen Bewilligungsstelle, zwei neu beschlossene Projekte und ein skeptischer Blick auf die Zeit nach 2027 haben die jüngste Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) in der Kulturmühle Buchhagen geprägt. Seit bald 25 Jahren gibt es die VoglerRegion im Weserbergland und damit auch die LEADER-Förderung der EU im Landkreis Holzminden.
Neue Ansprechpartnerin für LEADER in der VoglerRegion
Seit einigen Monaten ist Julia Schillig beim Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Hildesheim die neue Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um LEADER in der VoglerRegion. Sie folgt auf Anja Böttcher, die 2015 Gunter Korf beerbte und die Region über viele Jahre hinweg begleitet hat. „Wir sind dankbar für die Expertise und stets angenehme Zusammenarbeit mit Frau Böttcher und freuen uns, diese Zusammenarbeit mit Frau Schillig genauso erfolgreich weiterzuführen“, fasste Sebastian Rode, Vorsitzender der LAG, den Wechsel während der Sitzung zusammen.
Auch in der laufenden Förderperiode konnten durch LEADER bereits zahlreiche Projekte erfolgreich angeschoben und umgesetzt werden. Dazu zählen Spielmöglichkeiten für Kinder, Treffpunkte für Dorf- und Vereinsgemeinschaften, das Projekt zur Regionalmarke mit Routen und Picknickplätzen sowie die gerade fertiggestellte Panorama-Tour auf der Ottensteiner Hochebene. Das verfügbare Kontingent für Projekte ist nach Angaben aus der Sitzung daher weitestgehend gebunden.
Zwei Projekte erhalten Unterstützung
Zwei Vorhaben, die mit den noch verfügbaren Mitteln realisiert werden sollen, wurden in der Sitzung vorgestellt und beschlossen. In Silberborn soll das Dorfgemeinschaftshaus durch einen barrierefreien Eingangsbereich und eine behindertengerechte Toilette aufgewertet werden. Dafür stellt die LAG rund 53.000 Euro bereit.
Außerdem soll der Spielplatz in Holenberg neu gestaltet werden. Der Platz im Herzen des „Eulennests“ soll an Attraktivität gewinnen, damit sich auch Familien und Kinder in Holenberg gut aufgehoben fühlen. Die Gemeinde investiert dafür etwa 15.000 Euro. Etwas mehr als 9.000 Euro davon sollen als Fördermittel beantragt werden.
Unsicherheit über Förderung ab 2028
Wie es mit ähnlichen Projekten künftig weitergehen und wie das nächste Kapitel der VoglerRegion aussehen könnte, ist derzeit schwer abzusehen. Auf Ebene der EU, des Bundes und der Länder laufen aktuell die Verhandlungen zur Ausgestaltung der Förderung ab 2028. Nach den bisher bekannten Punkten bestehen in der LAG Zweifel daran, ob eine erfolgreiche Fortsetzung von LEADER unter den bisherigen Bedingungen möglich sein wird.
Befürchtet werden ein geringeres Budget, sinkende Fördersätze, kürzere Umsetzungsfristen für Projekte und abnehmende Gestaltungsmöglichkeiten für die LAG. Aus den Ausführungen von Regionalmanagerin Christine Bossow und der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass sich die bislang attraktiven Förderbedingungen dadurch deutlich verändern könnten.
Kampagne für die ländlichen Räume
Damit es nicht dazu kommt, setzt die VoglerRegion gemeinsam mit weiteren LEADER-Regionen aus Niedersachsen auf die Foto-Kampagne „LEADER ist… LEADER braucht…“. Bedeutende Gesichter aus der Regionalpolitik und lokale Akteure positionieren sich dabei mit Botschaften auf Schildern klar zu LEADER und zur Bedeutung des Programms für die Entwicklung ländlicher Räume. Ziel ist es, den lebendigen Prozess auch über das 25-jährige Jubiläum hinaus fortzusetzen.
Weitere Informationen zu LEADER in der VoglerRegion gibt es unter www.vogler-region.de. Das Regionalmanagement ist telefonisch unter 0 55 31 – 707 110 oder per Mail an

Fotos: Landkreis Holzminden