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Dienstag, 19. Mai 2026 Mediadaten Fankurve
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Bodenwerder (bor). Er wurde am 11. Mai 1720 in Bodenwerder geboren, starb vor 229 Jahren vereinsamt und sein Grab befindet sich in der Klosterkirche St. Marien in Bodenwerder-Kemnade. Bei dem „Sohn der Stadt Bodenwerder“, wie er häufig genannt wird, handelt es sich um den Freiherrn Hieronimus Carl Friedrich von Münchhausen. Der weltweit als „Lügenbaron“ bekannte Baron feiert in diesem Jahr seinen 306. Geburtstag.

Und da es in Bodenwerder zwei Münchhausendarsteller gibt, waren diese auch beide – natürlich in Uniform – bei den Feierlichkeiten am Sonntagnachmittag zugegen. Adolf Hahn, seit mehr als 46 Jahren als Darsteller des Baron von Münchhausen bekannt, eröffnete auf der Bühne im Rathauspark vor den Zuschauern die musikalische Begrüßung des Barons, begleitet von der Band Wolkenriss aus Salzhemmendorf.

Große Kaffeetafel und neues Ensemblemitglied

Anschließend begaben sich die Schauspieler der Münchhausenspielgruppe mit ihren Gästen an die lange Kaffeetafel, um den großen Geburtstagskuchen zu genießen, der von Danny Fey vom Café Canelle hergestellt worden war. Mit dabei war auch ein neues Mitglied des Ensembles: Rainer Döllefeld. Er spielt den Pastor, stammt aus Essen und hat in Westerbrak seine neue Heimat gefunden.

Und weil bereits gefeiert wurde, konnten Antje Manns als Frau Nolte und Joachim Merker als Baron von Münchhausen zugleich ihr 40. Bühnenjubiläum feiern. Uta Arnecke ist ebenfalls seit 40 Jahren für Kostüme und Maske der Laienschauspieler zuständig und springt bei Personalengpässen auch schon einmal in die Rolle der Frau Nolte ein.

Bürgermeister-Duell gehört inzwischen dazu

Das Münchhausenspiel mit Joachim Merker als Baron von Münchhausen fand auch in diesem Jahr in altbekannter Weise statt. Ganz so gewohnt verlief es allerdings nicht: Einmal jährlich gehört ein Disput zwischen dem Baron von Münchhausen und dem echten Bürgermeister der Münchhausenstadt Bodenwerder, Friedrich-Wilhelm Dornette, fest zum Spielablauf.

Für Kinder wurde an diesem Tag zudem Schminken angeboten. Wer mehr über den Baron von Münchhausen erfahren wollte, konnte das Münchhausenmuseum besuchen, das anlässlich der Feierlichkeiten bei freiem Eintritt geöffnet hatte.

Fotos: bor

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