Hellental (red). Am Sonntag, 17. Mai 2026, beteiligt sich das Historische Museum Hellental am Internationalen Museumstag. Unter dem Motto „Museums uniting a divided world“ soll die gesellschaftliche Rolle von Museen als Orte des Austauschs hervorgehoben werden.
Ausstellung zur Butterherstellung eröffnet
Im Museum der Alltagskultur in der „Lönsstraße 6“ wird um 10 Uhr die Sonderausstellung „Historisches Handwerk: Von der Milch zur Butter“ bei freiem Eintritt eröffnet. Die Ausstellung widmet sich der Frage, wie früher von Hand Butter hergestellt wurde. Sie kann bis zum 31. Oktober 2026 besucht werden.
Ausgehend vom Kuhstall im Museum wird mit historischen Haushaltsgeräten die traditionelle Milchverarbeitung anschaulich dargestellt. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in die einzelnen Arbeitsschritte und die dafür benötigten Werkzeuge.
Mitmachaktion für Besucherinnen und Besucher
Ab 12 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit, selbst auszuprobieren, wie aus Rahm Butter entsteht. Dabei wird Schritt für Schritt gezeigt, wie mit Zeit, Kraft und Geduld aus Rohmilch ein haltbares Produkt hergestellt wurde. Ziel war es, den Rahm als Milchfett länger haltbar zu machen und in streichfähiger Form für den Eigenbedarf zu nutzen.
Bei der Butterherstellung wird der Rahm durch Abschöpfen oder Zentrifugieren in Butterkorn und Magermilch getrennt. Zu den typischen Arbeitsgeräten gehörten Melkschemel, Rahmschüsseln, Zentrifugen sowie hölzerne Butterfässer, Buttermodel, Butterlöffel und Butterknetbretter.
Traditionelles Handwerk im Wandel
Die Arbeitsschritte vom Melken bis zur Buttergewinnung lagen früher meist im Aufgabenbereich der Landfrauen. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die ursprünglichen Stoßbutterfässer zunehmend durch industrielle Drehbutterfässer ersetzt. Die Buttermasse wurde anschließend geknetet und in Holzformen gebracht.
Weitere Führung im Backhaus
Ergänzend öffnet das Museum im Backhaus in der „Am Teiche 2“ von 14 Uhr bis 15 Uhr seine Türen für die öffentliche Themenführung „Glas & Brot“, ebenfalls bei freiem Eintritt.
Foto: Klaus Weber