Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite und für die Steuerung unserer kommerziellen Unternehmensziele notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

Essenziell

Diese Cookies sind für den Betrieb der Seite unbedingt notwendig und ermöglichen beispielsweise sicherheitsrelevante Funktionalitäten.

Statistik

Um unser Angebot und unsere Webseite weiter zu verbessern, erfassen wir anonymisierte Daten für Statistiken und Analysen. Mithilfe dieser Cookies können wir beispielsweise die Besucherzahlen und den Effekt bestimmter Seiten unseres Web-Auftritts ermitteln und unsere Inhalte optimieren.

Komfort

Wir nutzen diese Cookies, um Ihnen die Bedienung der Seite zu erleichtern.

Donnerstag, 22. Januar 2026 Mediadaten Fankurve
Anzeige
Anzeige

Bevern (zir). Mit einem besonderen Neujahrsempfang in der Schlosskapelle ist am 17. Januar 2026 das Jubiläumsjahr „1200 Jahre Bevern“ offiziell eröffnet worden. Die Veranstaltung war bewusst als Dankeschön an die Ehrenamtlichen konzipiert und bildete den Auftakt eines Jubiläumsjahres, das nicht an einem Wochenende enden, sondern sich über zahlreiche Termine erstrecken soll.

Gemeindedirektor Thomas Junker machte im Gespräch deutlich, dass die Idee für diesen Empfang aus einer einfachen Überlegung entstanden sei: Wenn es bereits ein Abschlusskonzert für das Jubiläum gebe, brauche es auch einen besonderen Anfang. Dieser sollte denjenigen gewidmet sein, „ohne die vieles im Ort nicht möglich wäre“. Da es in Bevern keinen eigenen Ehrenamtspreis gebe, habe man sich für eine Veranstaltung entschieden, die den freiwillig Engagierten gewidmet sei. Vereine und Institutionen erhielten Eintrittskarten, die intern weitergegeben wurden – entsprechend groß war der Anteil ehrenamtlich Aktiver unter den Gästen.

Neben den Ehrenamtlichen nahmen auch zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft teil, darunter Umweltminister Christian Meyer, die parlamentarische Staatssekretärin Mareike Lotte-Wulf, der Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann sowie Landrat Michael Schünemann. Außerdem waren einige Sponsoren anwesend, die das Jubiläumjahr mit seinen Veranstaltungen unterstützen. 

Geschichte, Heimat und Verantwortung

Bürgermeister Burkhard Dörrier spannte in seiner Ansprache einen weiten Bogen von den Anfängen Beverns bis in die Gegenwart: Die Entstehung des Schlosses, der Kirchturm, der aus dem Jahr 1571 stammen soll, die „Telegraphenstation Nr. 28“ auf dem Burgberg, die Berlin mit Koblenz verband, und vieles mehr. „So ein Jubiläum ist aber nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch ein Moment des Innehaltens und des Rückblicks auf die Geschichte und das Erreichte“, sagte Dörrier. Besonders hob er die Bedeutung des Ehrenamtes hervor: „Das Ehrenamt – also ihr – seid das Fundament der Lebensqualität dieses Ortes.“ Weiter heißt es: „Ohne euch wäre ein traditionsreiches Dorfleben nicht möglich. Ihr seid es, die Bevern zu dem Ort machen, was er ist. 

Zugleich betonte der Bürgermeister die Verantwortung aller Generationen, den Ort weiterzuentwickeln. „Jeder Einzelne hat die gesellschaftliche Verantwortung, unser Bevern zukunftsorientiert zu gestalten“, erklärte Dörrier und rief dazu auf, das Geschaffene zu bewahren und weiterzutragen. Zuletzt spricht der Bürgermeister seinen Stolz aus: „Ich bin Stolz gebürtiger Beveraner zu sein, stolz Bürgermeister dieser fantastischen Menschen mit Anstand und Heimatgefühl zu sein.“

Bevern als Ruhepunkt in bewegten Zeiten

Landrat Michael Schünemann ordnete das Jubiläum in einen größeren zeitlichen Zusammenhang ein. Der Neujahrsempfang sei „mehr als nur ein bloßer Neujahrsempfang“, sondern der Auftakt zu einem besonderen Jahr. Mit Blick auf die Geschichte sagte er: „In dieser unruhigen, wechselvollen Zeit ist gerade solch ein Jubiläum wie das des Ortes Bevern so etwas wie ein Ruhepunkt. Ja mehr noch: Es ist eine Perspektive.“

Bevern habe sich über Jahrhunderte hinweg immer wieder neu behauptet. „Der Ort hat Rückschläge erlitten, sie weggesteckt und weitergemacht“, so Schünemann. Dass Bevern heute ein lebendiger Flecken im Herzen des Landkreises sei, verdanke es vor allem den Menschen, die sich engagieren. Der Abend sei daher zu Recht den Ehrenamtlichen gewidmet: „Das verdient Anerkennung. Die Gemeinde wollte das gebührend würdigen und auch ein bisschen feiern.“

Rückblick, Projekte und Ausblick

Gemeindedirektor Thomas Junker gab in einer bebilderten Präsentation einen umfassenden Rückblick auf das vergangene Jahr und stellte aktuelle Entwicklungen im Ort vor. Ein Schwerpunkt lag auf dem Umbau des Freibades zum Naturbad, dessen Baufortschritt anhand zahlreicher Bilder dokumentiert wurde. Darüber hinaus ging Junker auf Investitionen in Bildung, Infrastruktur, Digitalisierung und das Vereinsleben ein. So unter anderem die Kita, zwei neue Fahrzeuge für den Bauhof, die Investition in die Digitalisierung bei Verwaltung und Schulen, die Fusion der Standesämter und vielem mehr.  Sein Fazit: Bevern sei gut aufgestellt, weil viele Projekte nur durch das Zusammenspiel von Verwaltung, Politik und Ehrenamt umgesetzt werden könnten.

Kultur statt reiner Reden

Das Organisationsteam hatte bewusst darauf verzichtet, den Abend ausschließlich mit Wortbeiträgen zu füllen. Der kulturelle Teil nahm einen ebenso großen Raum ein. Hauptact des Abends war die Gruppe Royal Squeeze Box, die mit Akkordeon und Sologesang bekannte Songs von Queen präsentierte und das Publikum zum Mitsingen und Mitgehen brachte. Der Auftritt war ein Beitrag des Heimat- und Kulturvereins Bevern, unterstützt über das Vereinsbudget von Westfalen Weser Energie.

Einen weiteren musikalischen Akzent setzte Henning Quaas am Klavier. Für einen anderen Blick auf Bevern sorgte Poetry-Slammerin Kim Wiehmeier, Poetry-Stadtmeisterin aus Paderborn. In ihren Texten griff sie sowohl Informationen über den Ort als auch kritische Aspekte auf und verband diese mit einer deutlichen Wertschätzung des Ehrenamtes. 
Auch Pastorin Britta Wargel richtete herzliche Worte an die Gäste und hob in ihrer Ansprache die Leistungen der Menschen damals wie heute hervor.

Ausklang in lockerer Atmosphäre

Nach dem offiziellen Teil klang der Abend bei einem Get-together mit Fingerfood, Canapés und Getränken aus. Ein gelungener Auftakt ins Jubiläumsjahr.

Fotos: Junker

Anzeige
Anzeige
commercial-eckfeld https://commercial.meine-onlinezeitung.de/images/win/eckfeld/Symrise_Premium_2024_03_04.gif#joomlaImage://local-images/win/eckfeld/Symrise_Premium_2024_03_04.gif?width=295&height=255