Dassel (red). Die diesjährige Ausstellung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus setzt einen klaren lokalhistorischen Schwerpunkt. Schülerinnen und Schüler der Paul-Gerhardt-Schule beschäftigen sich mit dem Schicksal niederländischer Zwangsarbeiter, die während der NS-Zeit auf dem Gelände der heutigen Schule untergebracht waren und in den damaligen Ruwo-Werken arbeiten mussten.
Im Rahmen eines schulischen Projekts hat sich eine Schülergruppe intensiv mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiter auseinandergesetzt. Unterstützt wurden die Recherchen durch niederländische Historikerinnen und Historiker, die zusätzliche Einblicke in die historischen Hintergründe ermöglichten. Die Ergebnisse werden nun in einer interaktiven Ausstellung präsentiert.
Lokale Geschichte als zentraler Schwerpunkt
Ziel der Ausstellung ist es, ein bislang wenig beachtetes Kapitel der Stadtgeschichte sichtbar zu machen. Die Präsentation richtet sich nicht nur an die Schülerinnen und Schüler der eigenen Schule sowie der RvD, sondern ausdrücklich auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dassel. Die Ausstellung soll zur Auseinandersetzung mit der lokalen NS-Geschichte anregen und das Bewusstsein für die Schicksale der Betroffenen stärken.
Termine und Ausstellungsort
Die Ausstellung findet am 27. Januar 2026 von 10 bis 13 Uhr sowie am 29. Januar 2026 von 11 bis 12.30 Uhr statt. Ausstellungsort ist der sogenannte Raum der Stille im Nebengebäude der Paul-Gerhardt-Schule. Der Zugang erfolgt über das Hauptgebäude im zweiten Stock.
Die Veranstalter laden alle Interessierten ein, sich vor Ort ein Bild von der aufwendig gestalteten Ausstellung zu machen und einen Einblick in die Geschichte der ehemaligen Ruwo-Werke während der Zeit des Nationalsozialismus zu erhalten.
Foto: Paul-Gerhardt-Schule