Hameln (red). Die vergangenen Tage und Wochen haben den Verkehrsteilnehmenden im Weserbergland viel abverlangt. Kälte, Schnee und glatte Fahrbahnen erschweren das sichere Vorankommen erheblich. Auch die aktuellen Wetterprognosen lassen zunächst keine Entspannung erwarten. Weiterhin sind erhöhte Aufmerksamkeit und vorsichtiges Fahren erforderlich.
Um die Verkehrssicherheit so weit wie möglich zu gewährleisten, arbeiten die Beschäftigten der vier Straßenmeistereien des Geschäftsbereiches Hameln der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr deutlich über dem üblichen Arbeitspensum. Ziel ist es, Schulwege, den Weg zur Arbeit sowie notwendige Fahrten möglichst wenig durch die Witterung zu beeinträchtigen. Im Einsatz sind die Meistereien in Hameln, Eschershausen, Stadthagen und Rinteln.
Winterdienst beginnt lange vor dem Berufsverkehr
Während vielerorts noch Dunkelheit herrscht, beginnt für die Mitarbeitenden des Winterdienstes bereits ein anstrengender Arbeitstag. Frühes Aufstehen, Kälte, Schnee und Eis gehören zur täglichen Routine. Besonders im Weserbergland stellt die hügelige Landschaft mit schmalen Straßen, Steigungen, Kurven und abgelegenen Ortschaften hohe Anforderungen an die Einsatzkräfte.
Großes Streckennetz im Geschäftsbereich Hameln
Zum Geschäftsbereich Hameln zählen die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg. Entsprechend umfangreich ist das Streckennetz: 301 Kilometer Bundesstraßen, 551 Kilometer Landesstraßen und 515 Kilometer Kreisstraßen müssen im Winterdienst betreut werden.
Ausreichende Lagerkapazitäten für Streugut
Damit der Einsatz reibungslos erfolgen kann, ist eine ausreichende Versorgung mit Streugut unerlässlich. Die Straßenmeisterei Rinteln verfügt über drei Silos. Zwei Silos in Krückeberg fassen jeweils 250 Tonnen, die Halle in Rinteln weitere 500 Tonnen. In Eschershausen stehen 1.115 Tonnen Lagerkapazität zur Verfügung, in Hameln mit den Standorten Emmerthal und Hameln insgesamt 1.400 Tonnen. Die Silos der Meisterei Stadthagen fassen 1.850 Tonnen. Zu Beginn der Kälteperiode waren alle Lager vollständig gefüllt.
Appell an Verkehrsteilnehmende
Mit eigenen sowie unterstützenden Fremdfahrzeugen werden Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sowie Radwege geräumt und gestreut. Zunächst stehen Hauptverkehrsstraßen, Bus- und Rettungswege im Fokus, anschließend folgen Nebenstraßen und weniger befahrene Strecken. Trotz sorgfältiger Planung kann der Winterdienst nicht überall gleichzeitig sein. Bei starkem Schneefall oder Eisregen stoßen auch gut organisierte Strukturen an ihre Grenzen.
Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden appelliert daher regelmäßig an alle Verkehrsteilnehmenden, ihre Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anzupassen, ausreichenden Sicherheitsabstand einzuhalten und mit geeigneter Bereifung zu fahren. Zudem wird ein vorausschauender Fahrstil empfohlen. Vor Fahrtantritt ist für freie Sicht zu sorgen, da ein kleines freigekratztes Sichtfeld nicht ausreicht.
Foto: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr