Stadtoldendorf (red). Die medizinische Versorgung in Stadtoldendorf bekommt weiteren Rückenwind: Am 27. März überreichte Frauke Patzke, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, einen Förderbescheid über 300.000 Euro an Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Anders. Die Mittel stammen aus der Förderrichtlinie „Zukunftsräume“ des Landes Niedersachsen und sollen in die Sanierung und den Ausbau des Gesundheitszentrums Charlottenstift fließen.
Begleitet wurde die Übergabe von Ralf Schaper, stellvertretender Stadtdirektor von Stadtoldendorf, sowie dem Stadtoldendorfer Bürgermeister Helmut Affelt. Das Charlottenstift hat sich seit seiner Schließung als Krankenhaus vor über zehn Jahren zu einem erfolgreichen medizinischen Hotspot in der Region entwickelt.
„Das Charlottenstift ist ein Paradebeispiel für eine gelungene Nachnutzung und zugleich ein innovatives Gesundheitsprojekt“, betonte Patzke bei der Übergabe. Solche Versorgungszentren seien besonders für den ländlichen Raum wichtig, um gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen und die medizinische Daseinsvorsorge langfristig zu sichern.
Auch Bürgermeister Wolfgang Anders hob die Bedeutung der Förderung hervor: „Ohne entsprechende Mittel ist der Ausbau kaum zu stemmen. Umso mehr danken wir Frau Patzke und dem Team des ArL Leine-Weser für ihre Unterstützung.“ Bereits im Oktober 2022 wurde das Projekt mit einer Summe von 300.000 Euro gefördert.
Mit der aktuellen Finanzspritze sollen unter anderem Teilbereiche des ehemaligen OP-Traktes saniert, ein neuer barrierefreier Eingang geschaffen und zusätzliche Räume für weitere medizinische Fachrichtungen ausgebaut werden. Die Gesamtkosten des zweiten Bauabschnitts belaufen sich auf 600.000 Euro. Eine weitere Förderung durch den Landkreis Holzminden ist beantragt, aber noch nicht bewilligt.
Seit 2014 wächst das Angebot im Charlottenstift kontinuierlich. Mittlerweile sind dort unter anderem Allgemeinmediziner, Chirurgen, Rheumatologen, Podologen und Psychotherapeuten ansässig. Gerade vor dem Hintergrund weiterer Klinikschließungen in der Umgebung gewinnt das Zentrum zunehmend an regionaler Bedeutung und Attraktivität.
Mit dem Förderprogramm „Zukunftsräume“ unterstützt das Land Niedersachsen gezielt Projekte in kleineren und mittleren Städten, um deren Zukunftsfähigkeit zu sichern und die Lebensqualität vor Ort zu verbessern.
Foto: Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf