Bodenwerder (r). „Danke für diese schöne Schule, danke für dieses schöne Haus…“ Die Schülerinnen und Schüler der Schule an der Weser - Förderschule für geistige Entwicklung -, Außenstelle Bodenwerder sind mit ihrer neuen Heimat überglücklich und haben das während einer kleinen Feierstunde zur offiziellen Übergabe des Gebäudes mit der Landrätin und Vertretern des Landkreises auch mit einem Lied kundgetan. Die Freude über das neue Domizil des Grundschulbereichs der Schule ist kaum verwunderlich. Denn breite Gänge, helle, gut ausgestattete Klassenzimmer und ein großzügiger Außenbereich lassen kaum Wünsche offen. Darüber sind sich Schüler- und Lehrerschaft und der Schulträger einig.

Die im letzten Jahr geschlossene ehemalige Münchhausen-Schule war ins Blickfeld von Politik und Verwaltung geraten, weil die Raumverhältnisse der Schule an der Weser in Holzminden dringenden Handlungsbedarf notwendig gemacht hatten. Um kurzfristig eine Entlastung für die Schule zu schaffen, ist der Grundstufenbereich als Zwischenlösung nach Bodenwerder in das leerstehende Gebäude verlagert worden. für die Umsetzung waren einige Sanierungsarbeiten nötig, die bis zum Ende des letzten Schuljahres vom Landkreis erfolgreich abgeschlossen werden konnten. 

Doch die Ausweichräumlichkeiten werden kaum als Notlösung empfunden. Eine Girlande mit selbstgemalten Bildern in der Aula machte das während der Feierlichkeiten genauso deutlich wie eine kurze Befragung der Kinder durch ihre Lehrer*innen. Auf den Bildern ist all das zu sehen, was die Kinder an ihrer neuen Schule am schönsten finden. Der Verkehrsgarten etwa. Die große Schaukel. Oder gar der Notknopf im Toilettenbereich. Nicht wenige der Kinder waren sogar der Meinung, dass sich gar nichts hervorheben lasse: Denn schlicht einfach „alles“ sei toll hier Im Kälbertal. 

Eine Einschätzung, die auch von Schulleiterin Frauke de Vries geteilt wird. Bei der Begehung der Klassenräume betonte sie die vielen Vorteile des Gebäudes und die vielen pädagogischen Gestaltungsmöglichkeiten, die die großzügige Raumplanung möglich machen. De Vries dankte Politik und Verwaltung für die gute Entscheidung, den Grundstufenbereich in diese Schule zu bringen und war auch in Bezug auf die Umsetzung nur des Lobes voll: „Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis in den vergangenen Monaten war hervorragend“, betonte sie, „es sind immer schnelle und einfache Lösungen gefunden worden.“ Und schließlich wusste auch die Vorsitzende des Fördervereins, Maria Lange, nur Positives zu berichten. Sie lobte vor allem auch den Initiativgeist der gesamten Lehrerschaft. Die habe beim Auspacken der Möbel gern mit angefasst, der vom Förderverein gesponsorte Sandkasten sei überdies allein von Benno Stroot, dem Ehemann einer der Lehrerinnen zusammengebaut worden. „Wir haben die Not gesehen, die in Holzminden geherrscht hat“, betonte Landrätin Angela Schürzeberg bei den Feierlichkeiten, „deswegen wollten wir handeln.“ Sie freue sich, dass alle Beteiligten so gut in der neuen Außenstelle angekommen seien.

Fotos: Peter Drews, Landkreis Holzminden