Holzminden (fw). Am gestrigen Mittwochnachmittag war es endlich soweit, der Grundstein des Neubaus der Oberschule am Billerbeck wurde gelegt. Viele Gäste wohnten dieser symbolischen Zeremonie bei, um die ‚Säulen‘ der neuen Schule in Holzminden gemeinsam mit den Bauherren und den Baubeteiligten zu errichten und so dem Gebäude und allen Einbezogenen das Glück mit auf den Weg zugeben.

Landrätin Angela Schürzeberg betonte in ihrer Ansprache, dass es sich bei dem symbolischen Grundstein auch um einen Meilenstein handele. Ein neuer Abschnitt des Schulringtauschs sei jetzt nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch und optisch in die Höhe gewachsen. Mitten auf, der Baustelle der neuen Schule betonte sie noch einmal, dass zu Beginn die Planungsschritte und sämtliche Genehmigungen fast wichtiger seien, als den ersten Stein zu bewegen. Ohne diese Vorarbeit sei so ein Projekt gar nicht zu realisieren, aber Dank der genauen Planung und auch Überwachung der Vorgänge, würde man am Billerbeck nun bereits die baulichen Umsetzungen deutlich erkennen und auch das Voranschreiten von Woche zu Woche beobachten können. Alles sei perfekt durchgeplant, auch finanziell, und man könne sich auf jeden einzelnen Baubeteiligten verlassen. Mit den Worten „Möge der Grundstein ein Symbol für Solidarität und Zukunftsperspektive für unsere Kinder sein“, übergab sie an die leitende Architektin Evelyn Wendt-Salmhofer des Planungsbüros pbr aus Braunschweig.

Viel Zeit sei vom Planungsbeginn bis zum heutigen Tag vergangen, so schien es für manch einen. Im August 2016 erhielt das Planungsbüro pbr den Auftrag für den Umbau und die Sanierung der Billerbeck-Schule, doch erbbaurechtliche Schwierigkeiten in Bezug auf den Jahnsportplatz zu Beginn verschoben die Planung um einige Monate. Planungsbesprechungen auch zum Thema Drei- oder Vierzügigkeit oder das des Raumprogramms folgten. Knapp ein Jahr nach der Auftragsvergabe und weiteren Wirtschaftlichkeitsprüfungen wurde sich nach Kreistagsbeschluss und unter Berücksichtigung der Reduzierung von Vierzügigkeit auf Dreizügigkeit sowie die mit dem Neubau verbundenen Vorteile – keine teuren Interimsmaßnahmen, geringere Honorare, höhere Flächeneffizienz und ein besseres pädagogisches Konzept – für einen kompletten Neubau am Billerbeck entschieden. Somit konnte auch das Projektsteuerungsbüro agn aus Ibbenbüren seine Tätigkeit aufnehmen und die weiteren Prozesse als Bauherrenfunktion steuern.

„Wir liegen vollständig im Terminplan. Aktuell sind 70 Prozent der Budgetgewerkesummer vergeben und dabei wurde die Budgetsumme deutlich unterschritten, so dass wir sicher davon ausgehen, den Neubau im Budget zu realisieren.“

Ebenfalls symbolisch wurde eine Zeitkapsel mit einer Tageszeitung, den Bauplänen und einem Brief von Schülern der 5ten Klassen mit der Beschreibung ihrer Traumschule befüllt. Leiter der Baustelle, Eberhard Büürmer, integrierte diese zwischen den zukünftigen Grundmauern der neuen Oberschule am Billerbeck. Die Fertigstellung sei für November 2020 anvisiert.

Im Anschluss an die Zeremonie gab es vom DRK organisierten Kuchen und Kaffee.

Fotos: fw