Scharfoldendorf (sl). Immer wieder kam es zu Hochwasser und überschwemmten Flächen in Scharfoldendorf. Damit soll jetzt Schluss sein. Wolfgang Anders, Samtgemeindebürgermeister, Hermann Grupe, Bürgermeister von Eschershausen, Birgit Czyppull, Büro für Freiraumplanung und Jürgen Meyer, Bauamtsleiter, haben am Freitag zusammen mit Andre Hofmeister, von der ausführenden Firma Mathias Klie Straßenbau GmbH, den Spatenstich für die Renaturierung der Ruthe gesetzt. Wie Grupe berichtete, herrsche seit über 30 Jahren die Gefahr vor übertretendem Wasser und das Überschwemmen der Straßen in Scharfoldendorf durch die Ruthe.
Nach einem komplizierten Antrags- und Planungsverfahren kann ab nächster Woche die erste Hochwasserschutzmaßnahme in Angriff genommen werden. „Es tut sich jetzt etwas“, so Grupe. Innerhalb von zwei Monaten werde die Ruthe verlegt und gleichzeitig naturgerecht gestaltet, erklärte Meyer das Vorhaben. Die Einmündung der Ruthe in die Lenne ist derzeit rechtwinklig und soll zukünftig geschwungener einlaufen. Nach der Verlegung bleibe der leere Graben zwar bestehen, aber die Brücke an der alten Mühle werde entfernt, gab Meyer bekannt. Für die Umsetzung werden 160.000 Euro benötigt, die mit 90 Prozent von dem Programm „Fließgewässerentwicklung“ vom Land Niedersachsen und der Europäischen Union gefördert werden. Dieses Programm hat das Ziel „die naturnahe Gewässerentwicklung und die Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme an Fließgewässern“ zu unterstützen. Ebenso werde durch die Renaturierung die Synergie des Hochwasserschutzes hervorgerufen, erklärte die Planerin.
Dies sei die erste Maßnahme von vielen, denn weitere Maßnahmen seien in Planungen, aber die komplizierten Verfahren nehmen Zeit in Anspruch, weshalb man hartnäckig und geduldig bleiben müsse, so Cyppull und Gruppe. Zusätzliche Hochwasserschutzmaßnahmen sind in den Folgejahren geplant. „Wir bleiben dran“, versicherte der Bürgermeister von Eschershausen.
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