Samstag, 23.03.2019
Freitag, 15. März 2019 07:30 Uhr

Ein „ganz Großer“ geht: Abschied von Kommandeur Oberstleutnant Christian Belke Ein „ganz Großer“ geht: Abschied von Kommandeur Oberstleutnant Christian Belke

Holzminden (TKu). „Ein ganz großer geht“. So sprachen viele Soldatinnen und Soldaten beim Abschied über ihren Kommandeur, Oberstleutnant Christian Belke, vom Panzerpionierbataillons 1 aus Holzminden. Mehr als drei Jahre lang stand Oberstleutnant Christian Belke an der Spitze des Holzmindener Pionierbataillons, bis er am Donnerstagmorgen mit militärischen Ehren auf dem Exerzierplatz der Pionierkaserne am Solling verabschiedet wurde. Oberstleutnant Belke stand seit November 2015 an der Spitze des Bataillons und wechselt nun ins Bundesministerium der Verteidigung nach Berlin. Nachfolger wurde Oberstleutnant Gunter Gottfried Flach, der zuvor im Kommando Heer in Straußberg als Referent für Personalangelegenheiten tätig war. Es war ein sehr emotionaler Abschied, denn Christian Belke ist in Holzminden als gebürtiger Holzmindener sehr verwurzelt. Der Abschied fiel ihm sichtlich schwer. „Es waren 1210 Tage voller Herzblut. Ich freue mich auf ein Wiedersehen in der Zukunft, wo immer das sein mag“, sagte Belke in seiner Ansprache an seine Truppe. Er war sehr dankbar dafür, seine Berufung in seiner Heimatstadt ausleben zu dürfen. Auch für seine Truppe war es ein Abschied mit Wehmut. Zu dem feierlichen Appell waren etwa 400 Soldatinnen und Soldaten des Panzerpionierbataillons 1 in der Holzmindener Pionierkaserne am Solling angetreten. Das Heeresmusikkorps aus Hannover war extra dazu angereist und sorgte für die musikalische Umrahmung des Appells, zu dem Oberstleutnant Christian Belke auch die Vertreter zahlreicher Vereine und Organisationen sowie viele Gäste aus Politik, Gesellschaft, Militär und Wirtschaft begrüßen konnte. Den amtierenden Holzmindener Bürgermeister Jürgen Daul sowie die Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt hieß Belke ganz besonders Willkommen.

Der nasskalte Dauerregen trübte die Stimmung während der Zeremonie keineswegs, das sei typisches „Pionierwetter“, wie Belke sagte. „Es war mir eine Ehre mit Ihnen und diesem stolzen Bataillons Seite an Seite zu kämpfen“, sagte Oberstleutnant Christian Belke zu seiner Truppe. In seiner Abschiedsrede erinnerte Belke auch kurz an die zahlreichen Herausforderungen, die er gemeinsam mit seinem Team meistern musste. Es gab keinen einzigen Tag während seiner Dienstzeit als Kommandeur, in dem keiner seiner Soldatinnen und Soldaten in irgendeinem Auslandseinsatz war. Teile seiner Truppe waren während seiner Amtszeit in Mali, im Kosovo, im Nordirak und in Afghanistan stationiert. Für seine eigenen Verdienste im Auslandseinsatz wurde Oberstleutnant Christian Belke nach seiner Rede feierlich die NATO-Verdienstmedaille „Meritorious Service Medal“ in Silber verliehen. Bevor Belke das Kommando an seinen Nachfolger Oberstleutnant Gunter Gottfried Flach übergab, zeichnete er selbst noch vier Soldaten wegen Tapferkeit im Einsatz aus. Des weiteren verlieh er dem städtischen Verbindungsbeamten für das Bataillons, Burkhard Dörrier, die Ehrennadel des Panzerpionierbataillons für gute Zusammenarbeit.

Die anschließende feierliche Kommandoübergabe an Oberstleutnant Gunter Gottfried Flach vollzog der Kommandeur der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ aus Augustdorf, Oberst Ansgar Meyer. Der 46-jährige Stabsoffizier im Generalstab Gunter Gottfried Flach hat neben der nationalen Generalstabsausbildung in Hamburg zahlreiche Führungs- und Stabsverwendungen durchlaufen und nahm von 2003 bis 2004 an einem Auslandseinsatz in Afghanistan teil. Mit Oberstleutnant Flach übernimmt in der 63-jährigen Geschichte des Panzergrenadierbataillon 1 der 23. Kommandeur das Kommando über die Holzmindener Panzerpioniere. Der Kommandowechsel wurde mit einer feierlichen Übergabe der Deutschlandfahne vollzogen. Danach folgte eine Abschiedsfahrt Belkes auf einem Radpanzer über den Exerzierplatz und ein Stück weit durch Holzminden. Seine Soldatinnen und Soldaten standen derweil Spalier, als der geschmückte Radpanzer mit der Aufschrift „ALPHA“ wieder in die Einfahrt der Solling-Kaserne einbog.

Fotos: Thomas Kube

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