Holzminden (r). Die Berufsbilder bei Symrise sind so vielseitig wie das Unternehmen selbst. Das erlebten vier Schülerinnen und Schüler des Campe Gymnasiums und des Internats Solling während der Symrise Summer School 2018 hautnah. Bereits zum sechsten Mal fand das erfolgreiche dreiwöchige Forscherpraktikum vom 14. Juni bis zum 4. Juli 2018 in Holzminden statt. Dabei konnten junge Nachwuchsforscher bei dem Hersteller von Duft und Geschmack ihre eigenen wissenschaftlichen Projekte durchführen. In diesem Jahr extrahierten die Schüler den Geschmack aus Erdbeeren und Duftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen und sie analysierten verschiedene Riechstoffe.

„Forschung nimmt bei uns einen hohen Stellenwert ein.“, sagt Dr. Gerhard Krammer, Forschungsleiter für Geschmack bei Symrise. Die aktuellen Zahlen untermauern das. So lagen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bei Symrise 2017 bei rund 196 Millionen Euro. Das entspricht einem Anteil von 6,5 Prozent am Jahresumsatz. Krammer erklärt: „Unsere Forschung sucht interessierten Nachwuchs. Daher geben wir mit unserem Förderprogramm Summer School jungen interessierten Forscher-Anwärtern gern die Möglichkeit, in die vielseitigen, zukunftsweisenden Berufe in unserer Forschung hineinzuschnuppern.“

„Schnuppern“ war auch das Stichwort für die vier Schülerinnen und Schüler, die während der Symrise Summer School 2018 unter der Anleitung der Experten ihr eigenes wissenschaftliches Projekt rund um Duft- und Aromastoffe verwirklichten. So konnten sie praxisnah in die spannende Welt der Forscher eintauchen.

Elisa Kuhnt und Nicola Rau vom Campe Gymnasium kreierten Geschmack aus Früchten. Zunächst stellten die Schülerinnen ein Konzentrat aus 30 kg Erdbeeren her, das sie anschließend mit modernsten analytischen Methoden entschlüsselten. Anhand der enzymatischen Umwandlung erhielten sie zudem einen Einblick in die Herstellung geschmacksgebender Stoffe. Am Ende entwickelten die beiden Schülerinnen ihr eigenes Erdbeeraroma.

Bei Julian Wolter, ebenfalls Schüler am Campe Gymnasium, drehte sich während der Symrise Summer School alles um Riechstoffe. Er bestimmte den Schwellenwert von geruchsaktiven Substanzen in Lösungen und wertete anschließend die Ergebnisse aus. Außerdem untersuchte Julian, wie sich Lösungsmittel auf den Schwellenwert auswirken. „Vor allem das selbstständige Arbeiten hat mir sehr gut gefallen, denn so konnte ich das Berufsfeld des Chemielaboranten umfassend kennenlernen.“, sagte Julian Wolter abschließend.

„Riechstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen und deren Verkapselung” lautete das Thema für Yiben Tang. Dabei gewann der Schüler vom Internat Solling mittels Destillations- und Extraktionstechniken den Wirkstoff Carvon aus Gewürzkümmel und Krauseminze und analysierte dessen Reinheit. Der Riechstoff wurde dann nach unterschiedlichen Methoden verkapselt und die Kapseln anschließend in verschiedene Anwendungsformulierungen eingearbeitet. So konnte er erleben, wie der von ihm gewonnene Rohstoff in unterschiedlichen Freisetzungssystemen im Endprodukt – von Duschgel über Deo bis Wäscheweichspüler – funktioniert und welche Fortschritte die Forschung mit neuen Systemen macht.

Am Ende der Symrise Summer School 2018 stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Forschungsergebnisse vor und bekamen so auch einen guten Einblick in die Projekte ihrer Mitschüler. „Wir bedanken uns für die Möglichkeit, an der Summer School teilnehmen zu dürfen. Wir fanden die Zeit sehr spannend und lehrreich. Die Summer School war ein sehr lohnenswertes Erlebnis.“, so Elisa Kuhnt und Nicola Rau. Auch Yiben Tang zog ein positives Resümee: „Es ist ein sehr sinnvolles Praktikum für mich gewesen. Ich möchte später Chemie studieren und gerne auch bei Symrise arbeiten.”

Dieses Feedback freut Dr. Krammer natürlich sehr: „Junge Leute für die unterschiedlichen Facetten der Duft- und Geschmackstoff-Welt zu begeistern macht Spaß! Wir freuen uns immer über interessierten Nachwuchs.“ Die Symrise Summer School geht auch im nächsten Jahr wieder an den Start – mit spannenden Projekten und praktischen Erfahrungen im Labor für Nachwuchsforscher.

Foto: Symrise