Bevern (jp). Vergangenen Freitagabend konnten sich die Besucher des Poetry-Slam-Abends über eine herausragende Vorstellung in der Schlosskirche zu Bevern freuen. Diese Poetry-Slam-Dichterschlacht stand ganz im Zeichen der Umwelt. Bei dieser Veranstaltung durften die Kandidaten keine Hilfsmittel benutzen und mussten so auftreten, wie sie im normalen Alltag in der Öffentlichkeit „rumlaufen“. Außerdem gab es für die Kandidaten pro Vortrag ein Zeitlimit von sechs Minuten. An diesem Abend brillierten und verkörperten insgesamt fünf Kandidatinnen und Kandidaten mit ihren selbstgeschriebenen Botschaften vor dem Publikum.

Angetreten sind an diesem Abend mit Kurzgeschichten, lyrischen Texten und Komödien folgende Poeten: Tobias Kunze, Tanja Schwarz, Florian Wintels, Spax und Sebastian Hahn. Im Rahmen zweier Durchgänge konnten die Autoren ihre meist komödiantischen, ernsten und klaren Worte dem Publikum vermitteln. Die Themen waren aktuelle, wie beispielsweise Umweltschutz, Pressefreiheit, Massentierhaltung, die moderne Kommunikation, Konsumdenken und wie wir uns im Alltag verhalten.

In der ersten Runde konnten sich die fünf Autoren zum Thema Umweltschutz auf ihre Art und Weise äußern. Ausgewertet wurden die Vorträge anhand der Publikums-Jury. Es gab fünf Personen im Publikum, die stellvertretend für die restlichen Besucher die Vorträge bewerten durften. Dabei mussten die Juroren 1 bis 10 Punkte vergeben. Auch die restlichen Zuschauer konnten mit Klatschen ihre Meinung kundtun. Daher war das Hauptziel dieses Abends, das Publikum zu begeistern.

Tobias Kunze überzeugte in der ersten Runde mit dem Vortrag "Salami Safari", indem er den Fleischkonsum anprangerte und mit humorvollen Aspekten spickte.

Die Kandidatin Tanja Schwarz dagegen fand mit ruhiger und tiefsinniger Stimme die treffenden Worte zum Thema Silvester. Sie machte ihre Botschaft und ihren Appell mit klaren Worten in Gedichtform deutlich. Mit dem Zitat „Unsere Erde ist nicht endlos, wir können sie nicht recyceln", setzte sie deutliche Akzente.

Deutliche Worte fand auch der Poet Florian Wintels, der vor vier Jahren schon einmal in den Räumlichkeiten auftreten durfte. In seinem Werk schilderte er im humorvollen Rahmen das ernste Thema der Bedrohung unserer Pflanzenbestände. Mit viel Mimik und einem überzeugten Auftreten begeisterte er das Publikum mit deutlichen Nachrichten und Denkanstößen. Am Ende seines Vortrages formulierte er: "Und wenn sie nicht gestorben sind, dann blühen sie noch heute."

Spax aus Hannover, der ein berühmter Rapper ist, konnte einen Früher-und-heute-Vergleich mit ironischen Aspekten darbieten und somit klare Maßstäbe setzen. Sebastian Hahn begeisterte das Publikum mit seinem Text „Frisches Obst", indem er auf komödiantische Art und Weise einen sehr ernsten Aspekt des Klimawandels deutlich machte. In seinem Vortrag nahm er jedes deutsche Bundesland als Beispiel und wie das jeweilige Bundesland mit der Umwelt umgeht.

In der zweiten Runde konnten die Kandidaten ihre Themen selbst auswählen. Die Themen der zweiten Runde waren Menschen und Gewohnheiten, „was kostet die Welt“, die kommunikative Entwicklung und der Sommer. Auch in dieser Runde überzeugten die Poeten mit ernsten, unterhaltsamen und nachdenklichen Texten. In das Finale brachte das Publikum an diesem Abend gleich zwei Poeten, einmal Tanja Schwarz und Tobias Kunze.

So kam es zum Stechen im Finale. Die beiden Kandidaten überzeugten im Finale mit Texten zum Thema "Pressefreiheit" und die "Zukunft war gestern". Trotz eines Kopf-an-Kopf-Rennens gewann Tobias Kunze letztendlich den Abend für sich. Der Veranstalter war an diesem Abend die Klimaschutzagentur Weserbergland in Kooperation mit dem Landkreis Holzminden. Durch den Abend führte Gerrit Wilanek. Der Veranstalter und alle Beteiligten können zurückblicken auf einen rundum gelungenen Abend.