Boffzen (red). Die Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt begrüßt die Reaktion des Niedersächsischen Wirtschafts- und Verkehrsministers Grant Hendrik Tonne auf ihre Initiative zur Zukunft der Weserbrücke bei Höxter. „Ich freue mich sehr, dass Minister Tonne die Bedeutung dieses Themas erkannt hat und sich der Sache annimmt. Das ist ein wichtiges Signal für unsere Region“, so Tippelt.
Bedeutung der Weserquerung
Hintergrund ist der geplante Ersatzneubau der Weserbrücke im Zuge der L 755, der nach aktuellen Planungen bis voraussichtlich 2036 umgesetzt werden soll. Bereits heute bestehen erhebliche Einschränkungen durch die bestehende Lastbeschränkung, die sich spürbar auf Verkehrsströme und wirtschaftliche Abläufe auswirken.
In ihrem Schreiben an den Minister hatte Tippelt die zentrale Bedeutung der Weserquerung für den Landkreis Holzminden und insbesondere für die Samtgemeinde Boffzen hervorgehoben. Die Verbindung ist für Pendlerinnen und Pendler, Unternehmen, Logistikverkehre sowie Einsatz- und Rettungskräfte von großer Bedeutung.
Rettungswege im Fokus
Besonders deutlich machte Tippelt die Bedeutung funktionierender Rettungswege: „Gerade für viele Menschen in der Samtgemeinde Boffzen ist das Krankenhaus in Höxter ein zentraler Anlaufpunkt. Es muss jederzeit sichergestellt sein, dass Rettungsfahrten ohne größere Verzögerungen möglich sind – auch während der Bauphase“, so Tippelt.
Zugleich forderte sie frühzeitig eine aktive Rolle Niedersachsens im weiteren Planungsprozess sowie konkrete Abstimmungen zu Verkehrslenkung, Umleitungen und wirtschaftlichen Auswirkungen.
Abstimmung zwischen den Ländern
In seinem Antwortschreiben macht Minister Tonne deutlich, dass Niedersachsen künftig aktiver in die Abstimmungsprozesse eingebunden werden soll und eine enge Zusammenarbeit mit Nordrhein-Westfalen angestrebt wird. „Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung ist es entscheidend, dass die Interessen unserer Region von Anfang an berücksichtigt werden. Es geht um funktionierende Verkehrswege, sichere Rettungsrouten und die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort“, betont Tippelt.
Die geplante länderübergreifende Abstimmungsstruktur sowie die Einbindung der betroffenen Kommunen bewertet sie positiv: „Das ist der richtige Schritt, um tragfähige Lösungen für die Menschen auf beiden Seiten der Weser zu entwickeln.“
Blick auf das Gesamtprojekt
Abschließend macht Tippelt deutlich: „Der Ersatzneubau der Weserbrücke ist eines der zentralen Infrastrukturprojekte für den Landkreis Holzminden und insbesondere für die Samtgemeinde Boffzen. Jetzt kommt es darauf an, den Prozess eng zu begleiten und die Belastungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.“
Foto: Johannes Düselder