Holzminden (red). Der CDU-Kreisverband Holzminden hat auf seiner Aufstellungsversammlung im create:hub Uwe Lange als Kandidaten für die Landratswahl am 13. September 2026 nominiert. Der 59-Jährige erhielt 89 Prozent der Stimmen der 65 anwesenden CDU-Mitglieder.
Zu den ersten Gratulanten zählte der CDU-Landesvorsitzende Sebastian Lechner. „Du bist die beste Wahl für diesen Landkreis – kompetent, führungsstark, emphatisch und ein Kind dieser Region“, erklärte Lechner. Die Mitglieder bestätigten die Nominierung mit Applaus.
Uwe Lange erklärte, er sei bereit, seine berufliche Erfahrung und sein ehrenamtliches Engagement „mit vollem Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger dieses Landkreises“ einzubringen. Die Region habe viel zu bieten. „Daraus müssen wir mehr machen!“, so Lange. Attraktive Arbeitsplätze, eine hohe Ausbildungsqualität, ein gutes Hochschulangebot und die Landschaft seien überregional zu wenig bekannt. Standortmarketing werde eine zentrale Aufgabe sein.
Verwaltung, Prävention und Katastrophenschutz im Fokus
Eine digitale Verwaltung müsse den Bürgerinnen und Bürgern dienen, führte Lange aus. Aus seiner Tätigkeit als Vizepräsident der Zentralen Polizeidirektion wisse er, dass es nicht um die bloße Elektrifizierung von Verwaltungsprozessen gehe, sondern um effizientere Strukturen. So könnten Service verbessert, Abläufe verschlankt, Entscheidungen beschleunigt und Kosten gesenkt werden.
Mit Blick auf steigende Jugendhilfekosten sagte Lange: „Das dürfen wir nicht einfach so hinnehmen.“ Er wolle sich persönlich der Präventionsarbeit widmen und Akteurinnen und Akteure stärker vernetzen sowie Vereine intensiver einbinden. „Sport ist meine Leidenschaft“, erklärte der Landesportbeauftragte der Polizei. „Lieber einem Jugendlichen für ein Jahr den Beitrag bezahlen, um ihn in den Verein zu holen, als später die hohen Kosten der Jugendhilfe tragen.“ Dies gelte auch für die Bereiche Kultur, Umwelt, Soziales und Feuerwehr.
Auch das Thema Katastrophenschutz sprach Lange an. „Hier wird Großartiges geleistet“, sagte er mit Blick auf die Akteurinnen und Akteure im Landkreis. Die Bedrohungslagen seien vielfältiger geworden, etwa durch Drohnenüberflüge über Bundeswehrgelände und kritische Infrastrukturen. Eine ganzheitliche Verteidigungsstrategie sei erforderlich. Hier wolle er seine Führungserfahrung sowie Kontakte zu Sicherheitsbehörden, Hilfsorganisationen und Bundeswehr einbringen.
Uwe Lange wurde in Volpriehausen bei Uslar geboren, ist Vater von zwei Töchtern, Großvater eines Enkelkindes und verheiratet mit Frauke Lange. Er ist aktiver Basketballspieler, Mitglied in mehreren Vereinen sowie der Freiwilligen Feuerwehr. Derzeit ist er Vizepräsident der Polizeidirektion Braunschweig.
Foto: CDU Kreisverband Holzminden