Landkreis Holzminden (red). Nach Auskunft des CDU-Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann sollen die Reparaturarbeiten nach dem Güterzugunfall bei Elze Mitte Februar abgeschlossen werden. In diesem Fall könne voraussichtlich ab 16. Februar 2026 wieder der frühere Fahrplan auf der Strecke zwischen Holzminden und Hannover gelten.
„Leider besteht eine weitere Unsicherheit“, erklärt Schünemann. Auf der Strecke zwischen Holzminden und Kreiensen habe eine sogenannte Langsamfahrstelle eingerichtet werden müssen. Dadurch sei es nahezu unmöglich, den Anschlusszug in Richtung Hannover zu erreichen. Die fahrplanmäßig vorgesehenen fünf Minuten Umsteigezeit hätten bereits in der Vergangenheit kaum ausgereicht.
„Ohne Fahrplananpassung wird die Zugfahrt nach Hannover so unattraktiv, dass man zwingend aufs Auto angewiesen sein wird“, betont der CDU-Politiker. Er verweist dabei auf Gespräche mit Vertretern der Deutschen Bahn und der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), in denen die Gründe für die längeren Fahrzeiten erläutert worden seien.
Bereits im Jahr 2024 sei entlang der Fahrstrecke ein rund 30 Zentimeter breiter und etwa 30 Meter langer Riss an einem Hang entdeckt worden. Dieser habe zunächst kurzfristig mit Wasserbausteinen gesichert werden können. Ende des vergangenen Jahres seien an derselben Stelle jedoch weitere Risse festgestellt worden. Aufgrund des bestehenden Steinschlagrisikos habe die Deutsche Bahn eine sogenannte Vorsicht-Langsamfahrstelle einrichten und die Geschwindigkeit auf fünf Kilometer pro Stunde begrenzen müssen.
Erste Untersuchungen hätten laut Schünemann ergeben, dass der betroffene Hang entweder umfassend saniert oder sogar vollständig erneuert werden müsse. Dafür müsse die DB InfraGo ein spezialisiertes Planungsbüro beauftragen. „Wir brauchen schnell eine Lösung“, fordert Schünemann und setzt sich nach eigenen Angaben für eine zügige Bearbeitung ein, auch wenn es derzeit an entsprechenden Fachkapazitäten mangele.
Für die Dauer der Langsamfahrstelle müsse nach Ansicht des Landtagsabgeordneten zudem eine längere Übergangszeit für die Anschlusszüge in Kreiensen ermöglicht werden. „Mir ist völlig unverständlich, dass die NordWestBahn nicht selbst einen entsprechenden Antrag gestellt hat“, kritisiert Schünemann. Auch wenn eine Anpassung aufgrund der engen Anschlussbeziehungen in Kreiensen anspruchsvoll sei, müsse alles versucht werden, um weiterhin eine akzeptable Fahrtzeit von Holzminden nach Hannover zu gewährleisten.
„Meine Anfrage hat die DB zum Anlass genommen, entsprechende Berechnungen anzustellen und Kontakt mit der NordWestBahn aufzunehmen“, erklärt Schünemann abschließend. Er hoffe nun auf ein kurzfristiges und positives Ergebnis.
Foto: Echzell