Bodenwerder (kp). Eigentlich war es reine Formsache, dennoch zeigte sich Sebastian Rode sichtlich erfreut, nachdem er letzten Mittwoch zum Stadtdirektor von Bodenwerder gewählt wurde. „Das ist eine tolle und ehrenvolle Aufgabe“, sagt der 35-Jährige, der bereits Anfang November sein Amt als Samtgemeindebürgermeister angetreten ist. Im Rathaus angetroffen haben wir ihn bereits vor den konstituierenden Sitzungen von Samtgemeinde- und Stadtrat. „Samtgemeindebürgermeister und Stadtdirektor existierten eigentlich immer in Personalunion“, sagte Rode damals. Er hatte gehofft, dass diese Tradition so beibehalten werde. Und das wurde sie, denn „die eigentliche Arbeit geht erst nach den konstituierenden Sitzungen los“, ergänzte er.

„Dann war sie plötzlich da, die Nervosität“

Die Anfangsphase seit Amtsübernahme sei hingegen von einem großen Kennenlernen geprägt gewesen. Es habe in den ersten Tagen viele interne Gespräche gegeben. Spannend war vor allem der erste Tag als neuer Verwaltungschef, sagt Rode. „Ich habe mich die vier Wochen nach der Wahl tierisch auf diesen Moment gefreut“, erinnert er sich. Und der Morgen seines Dienstantritts begann schon sehr früh: „Ich bin um fünf Uhr aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen.“ Doch auch den anschließenden Gang zum Rathaus prägte bis zuletzt ein Gefühl der Vorfreude. Erst als als er buchstäblich die Klinke am Eingangstor nach unten drückte, habe er eine Veränderung gespürt. „Dann war sie plötzlich da, die Nervosität“, gesteht Rode.

Doch auch das sei schnell wieder verflogen. „Ich wurde einfach von Beginn an ganz toll aufgenommen“, fügt er hinzu. Der offene, herzliche Empfang und die vielen Gespräche hätten es ihm leicht gemacht, schnell anzukommen. „Ich möchte mich auch bei meiner Vorgängerin, Tanya Warnecke, bedanken, dass sie sich die Zeit für einen guten und fairen Austausch und eine tolle Übergabe genommen hat“, so Rode.

Nach der Konstituierung steht die politische Arbeit an

Die Räte haben sich konstituiert und schon bald wird die Verwaltung mit der Umsetzung von neuen Beschlüssen beauftragt werden. Auch in dieser Legislaturperiode werden wieder viele alte und neue Themen in der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle anstehen. Dessen ist sich auch der neue Samtgemeindebürgermeister bewusst: „Es stehen viele Themen auf der Agenda. Wichtig wird auch in Zukunft der Erhalt des Schulstandortes Bodenwerder sein.“ Dazu gehöre auch der Erhalt aller Grundschulen.

Die Anschaffung neuer Feuerwehrfahrzeuge seien eine ebenso wichtige Aufgaben. Wie unabdingbar eine gut ausgerüstete Feuerwehr ist, habe man bei dem verheerenden Wohnungsbrand in Bodenwerder gesehen, bei dem nur durch rasches Einschreiten der Einsatzkräfte Schlimmeres verhindert werden konnte. „Am 3. Dezember werde ich zum Beispiel meinen ersten Außentermin haben, wenn in Westerbrak ein neues Feuerwehr-Fahrzeug in Empfang genommen wird“, erzählt Sebastian Rode.

Auch das Thema Tourismus soll künftig einen gleichbleibend großen Stellenwert bekommen. „Wir sehen, was in den letzten Jahren Großartiges an der Weserpromenade entstanden ist“, sagt er. Genau daran wolle man auch in Zukunft mit weiteren Ideen anknüpfen. „Wir sind für alles offen, man kann jederzeit an mich herantreten“, fügt er hinzu.

Überhaupt möchte Sebastian Rode als Samtgemeindebürgermeister stets bürgernah und für sämtliche Anliegen erreichbar sein. „Ich möchte Politik vor allem für die Menschen hier machen und da gehört es einfach für mich dazu, das war auch als Bürgermeister von Hehlen schon mein Anspruch.“

Foto: Kai Pöhl