Hameln (red). Am Samstag, 4. Juli, führt der Landkreis Hameln-Pyrmont gemeinsam mit den kreisangehörigen Kommunen erneut einen kreisweiten Warntag durch. Mit der regelmäßigen Übung, die jeweils am ersten Samstag eines Quartals stattfindet, sollen die Warnsysteme getestet und die Bevölkerung mit den Warnsignalen für den Ernstfall vertraut gemacht werden.
Um 12 Uhr ertönt zunächst kreisweit das Sirenensignal „Entwarnung“ als einminütiger Dauerton. Um 12.06 Uhr folgen das Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“ mit einem einminütigen auf- und abschwellenden Heulton sowie eine Warnmeldung über die Warn-App „NINA“. Zeitgleich veröffentlicht der Landkreis Hameln-Pyrmont gemeinsam mit der Kooperativen Regionalleitstelle Weserbergland (KRL) Informationen über die jeweiligen Social-Media-Kanäle.
Um 12.12 Uhr endet der Warntag mit dem Sirenensignal „Entwarnung“.
Verhalten im Ernstfall
Sollte das Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“ außerhalb einer Übung zu hören sein, empfiehlt der Landkreis, Ruhe zu bewahren, ein massives Gebäude aufzusuchen und hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen. Außerdem sollten Fenster und Türen geschlossen sowie Klima- und Lüftungsanlagen ausgeschaltet werden.
Informationen sollten über Rundfunk, Internet oder – bei einem Stromausfall – beispielsweise über ein Autoradio eingeholt werden. Zudem empfiehlt der Landkreis, die Warn-App „NINA“ zu beachten, den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen und den Notruf ausschließlich in echten Notfällen zu wählen.
„Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, besondere Vorkommnisse im Zusammenhang mit den vorhandenen Sirenen oder auch technische Defekte direkt an uns zu melden. Zur schnellstmöglichen Fehlerbeseitigung und Optimierung sollten die Standortangaben und Sachverhaltsbeschreibungen so exakt wie möglich erfolgen“, erklärt Björn Lönnecker, stellvertretender Leiter des Amtes für Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst beim Landkreis Hameln-Pyrmont.
Meldungen nimmt der Landkreis per E-Mail an
Elf Sirenen außer Betrieb
Bereits bekannt ist der Ausfall von insgesamt elf Sirenen im Kreisgebiet. Betroffen sind fünf Sirenen im Flecken Aerzen in den Ortsteilen Aerzen („Bahnhofstraße“), Dehmkerbrock („Wömpeners Weg“), Groß Berkel („Ohrsche Straße“), Grupenhagen („Brands Koppelweg“) und Reinerbeck („Alverdisser Straße“).
Weitere zwei Sirenen befinden sich im Flecken Coppenbrügge in Diedersen („Hellsieksweg“) und Marienau („Knickstraße“). In der Gemeinde Emmerthal sind die Sirenen in Esperde („Osterstraße“) und Ohr („Berkeler Straße“) außer Betrieb. Hinzu kommen je eine Sirene in Heßlingen („Kapellenstraße“) im Stadtgebiet Hessisch Oldendorf sowie in Hachmühlen („Neustädter Straße“) im Stadtgebiet Bad Münder. Diese Sirenen können beim Warntag nicht ausgelöst werden.
Blaulichttag stärkte Verständnis für Einsatzkräfte
Der Landkreis verweist zudem auf den zweiten Blaulichttag, der am 13. Juni in Hameln stattfand. Rund um die Marktkirche, das Hochzeitshaus, die Stadtgalerie sowie die Bushaltestelle City/Pfortmühle präsentierten Feuerwehr, Polizei, THW, Rettungsdienste und weitere Hilfsorganisationen ihre Arbeit.
Informationsstände, Fahrzeugausstellungen, Vorführungen und Mitmachaktionen ermöglichten Besucherinnen und Besuchern einen praxisnahen Einblick in den Alltag der Einsatzkräfte. Gleichzeitig habe die Veranstaltung dazu beigetragen, das Verständnis für die vielfach ehrenamtliche Arbeit der Hilfsorganisationen zu stärken und den Austausch zwischen Bevölkerung und Einsatzkräften zu fördern.
Der nächste kreisweite Warntag findet am Samstag, 10. Oktober, statt. Der bundesweite Warntag ist für Donnerstag, 10. September, vorgesehen.