Donnerstag, 08. Januar 2026 Mediadaten Fankurve
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Hameln-Pyrmont (red). Am 10. Januar 2026 probt der Landkreis Hameln-Pyrmont gemeinsam mit den kreisangehörigen Kommunen erneut den Ernstfall. Im Rahmen des kreisweiten Warntages sollen die vorhandenen Warnsysteme getestet und die Bevölkerung dafür sensibilisiert werden, wie sie im Falle einer Großschadenslage oder Katastrophe informiert wird.

Der kreisweite Warntag findet regelmäßig am ersten Samstag eines Quartals statt. Ziel ist es, den Menschen im Landkreis zu verdeutlichen, mit welchen technischen und digitalen Möglichkeiten die zuständigen Behörden warnen können, wenn eine Gefahrenlage bereits eingetreten ist oder unmittelbar bevorsteht.

Fester Ablauf mit Sirenen und Warn-App

Um 12 Uhr wird die Probe-Warnung kreisweit mit dem Sirenensignal „Entwarnung“ angekündigt. Dabei handelt es sich um einen einminütigen Dauerton. Um 12.06 Uhr folgt das Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“ in Form eines einminütigen auf- und abschwellenden Heultons. Zeitgleich wird die Warn-App „NINA“ ausgelöst. Ergänzend dazu stellen der Landkreis Hameln-Pyrmont sowie die Kooperative Rettungsleitstelle Weserbergland (KRL) Informationen über ihre Social-Media-Kanäle bereit.

Um 12.12 Uhr endet der Warntag offiziell erneut mit dem Sirenensignal „Entwarnung“, also einem einminütigen Dauerton.

Verhaltensempfehlungen für den Ernstfall

Sollte das Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“ außerhalb eines Probealarms zu hören sein, empfiehlt der Landkreis Hameln-Pyrmont bestimmte Verhaltensweisen zum Selbstschutz. Dazu gehören unter anderem Ruhe zu bewahren, massive Gebäude oder alternativ einen Pkw aufzusuchen, hilfsbedürftige Personen zu unterstützen sowie Fenster und Türen zu schließen. Klima- und Lüftungsanlagen sollten ausgeschaltet werden.

Zur weiteren Informationsbeschaffung wird empfohlen, Rundfunk und Internet zu nutzen. Bei einem Stromausfall kann beispielsweise ein Autoradio hilfreich sein. Zudem sollte die Warn-App „NINA“ beachtet und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge geleistet werden. Notrufe sollen ausschließlich in echten Notfällen abgesetzt werden.

Rückmeldungen zu Sirenen ausdrücklich erwünscht

Der Landkreis bittet darum, besondere Vorkommnisse oder technische Defekte im Zusammenhang mit den Sirenen direkt zu melden. „Zur schnellstmöglichen Fehlerbeseitigung und Optimierung sollten die Standortangaben und Sachverhaltsbeschreibungen so exakt wie möglich erfolgen“, erklärt Marvin Schwiegmann, Leiter des Amtes für Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst beim Landkreis Hameln-Pyrmont. Hinweise können per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. gesendet werden.

Bereits bekannt ist der Ausfall von insgesamt zehn Sirenen im Kreisgebiet. Betroffen sind unter anderem Standorte in Aerzen, Coppenbrügge, Emmerthal, Hessisch Oldendorf und Bad Münder. Diese Sirenen können im Rahmen des Warntages nicht ausgelöst werden.

BBK-Ratgeber zur Notfallvorsorge veröffentlicht

Die bekannten Ausfälle unterstreichen nach Angaben des Landkreises die Bedeutung funktionierender Warnmittel. Gleichzeitig wird betont, wie wichtig eine gute Eigenvorsorge ist. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat hierzu einen überarbeiteten Ratgeber für Notfallvorsorge und Verhalten in Krisensituationen veröffentlicht.

Die neue Ausgabe unterstützt die Bevölkerung bei der Vorbereitung auf mögliche Notlagen wie großflächige Stromausfälle, Naturereignisse oder Versorgungsunterbrechungen. Thematisiert werden unter anderem Vorratshaltung, die Sicherung wichtiger Dokumente, einfache Maßnahmen der Ersten Hilfe sowie moderne Warn- und Informationssysteme. Der Ratgeber ist kostenfrei abrufbar unter
https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/ratgeber-checkliste_node.html

Weitere Warntage bereits terminiert

Der nächste kreisweite Warntag findet am 11. April 2026 statt. Weitere Termine sind für 4. Juli 2026 und 10. Oktober 2026 vorgesehen. Der nächste bundesweite Warntag ist für 10. September 2026 gegen 11 Uhr angekündigt.

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