Höxter (red). Nach dem Fund einer leblosen Person am 16. April 2026 in der „Judengasse“ unterhalb der Kilianikirche hat die Staatsanwaltschaft Paderborn ihre Prüfung abgeschlossen und eine Entscheidung getroffen. Der Vorfall hatte in der Bevölkerung für große Aufmerksamkeit gesorgt.
Ermittlungen ohne Obduktion beendet
Gegen Mittag hatten Passanten den Mann entdeckt und umgehend Polizei und Rettungsdienst verständigt. Trotz des schnellen Eingreifens konnte der alarmierte Notarzt nur noch den Tod feststellen. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 61-jährigen Mann aus dem Kreis Höxter.
Im Anschluss an die ersten Ermittlungen wurde geprüft, ob zur weiteren Klärung der Todesursache eine Obduktion erforderlich ist. Wie Staatsanwalt Kai Uwe Waschkies am 20. April mitteilte, wurde darauf verzichtet. Der Leichnam ist bereits freigegeben worden. Nach Einschätzung der Ermittlungsbehörden spricht alles für eine innere Ursache des Todes.
Keine Hinweise auf Fremdverschulden
Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden ergaben sich nicht. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Mann kurz vor dem Vorfall noch eine Apotheke in der Innenstadt aufgesucht, offenbar aufgrund gesundheitlicher Beschwerden. Welche konkrete Erkrankung letztlich zum Tod führte, konnte jedoch nicht festgestellt werden. Eine eindeutige Klärung wäre nur durch eine Obduktion möglich gewesen.
Da keine Hinweise auf eine Beteiligung Dritter vorlagen, wurde der Fall aus strafrechtlicher Sicht abgeschlossen. Die weiteren Schritte erfolgen nun unabhängig von Polizei und Staatsanwaltschaft im Rahmen der üblichen Bestattungsabläufe.
Anteilnahme vor Ort
Der Todesfall hat viele Menschen in der Region bewegt. Insbesondere die Umstände des Auffindens am helllichten Tag sorgten für Gesprächsstoff. Am Ort des Geschehens in der „Judengasse“ erinnern inzwischen Blumen und Kerzen an den Verstorbenen, die von Passantinnen und Passanten dort abgelegt wurden.
Foto: Thomas Kube