Relliehausen (red). In den frühen Morgenstunden des Freitags, 16. Januar 2026, ist es in der „Waldstraße“ in Relliehausen (Landkreis Northeim) zu einem schweren Wohnhausbrand gekommen. Gegen 3.30 Uhr ging über den Notruf die Meldung über ein brennendes Wohngebäude ein. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich ein Vollbrand des Hauses, zudem stand ein rückwärtiger Anbau in Flammen.
Die drei in dem Wohnhaus lebenden Personen konnten sich rechtzeitig selbstständig aus dem Gebäude in Sicherheit bringen. Sie erlitten leichte Rauchgasvergiftungen und wurden vor Ort medizinisch versorgt. Ein Transport in ein Krankenhaus war nach Angaben der Einsatzkräfte nicht erforderlich.
Stadtoldendorfer Feuerwehr mit Spezialfahrzeug im Einsatz
Neben der Ortsfeuerwehr Dassel und umliegenden Wehren wurde im Verlauf des Einsatzes auch das Hubrettungsfahrzeug der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf alarmiert. Aufgrund der baulichen Situation im hinteren Bereich des Wohnhauses sowie eines angrenzenden Schuppens war der Einsatz des Spezialfahrzeugs erforderlich, um die Brandnester gezielt erreichen und ablöschen zu können.
Zum Einsatz kam dabei die in Stadtoldendorf stationierte Teleskopgelenkmastbühne. Zusätzlich rückte ein Löschfahrzeug mit Atemschutzgeräteträgerinnen und Atemschutzgeräteträgern aus. Diese waren notwendig, um die Löscharbeiten aus dem Korb der Hubrettungsbühne sicher durchführen zu können.
Aufwendige Nachlöscharbeiten und Ausleuchtung der Einsatzstelle
Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der starken Brandentwicklung und der baulichen Gegebenheiten als besonders aufwendig. Neben der Brandbekämpfung wurde die Einsatzstelle in den frühen Morgenstunden durch Lichtmasten und Scheinwerfer aus den Fahrzeugen der Stadtoldendorfer Feuerwehr großflächig ausgeleuchtet.
Um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten, musste die Ortsdurchfahrt von Relliehausen während der Löscharbeiten vollständig gesperrt werden. Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer wurden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.
Einsatz nach rund sechs Stunden beendet
Nach Abschluss der Löscharbeiten erfolgte der Austausch der eingesetzten Schläuche und Atemschutzgeräte im eigenen Landkreis. Der Einsatz der Stadtoldendorfer Kräfte konnte nach rund sechs Stunden beendet werden. Eine Ausbreitung des Feuers auf benachbarte Gebäude konnte nach bisherigen Erkenntnissen verhindert werden.
Brandursache weiterhin unklar
Zur Ursache des Brandes liegen derzeit keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen zur Brandentstehung wurden aufgenommen und dauern an. Angaben zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen zunächst nicht vor.

Fotos: Feuerwehr Stadtoldendorf