Holzminden (red).  Nachdem gestern schon das THW in den Einsatz nach Nordrhein-Westfalen gefahren ist, wird am Sonnabend um 0.00 Uhr auch die Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Holzminden ausrücken, um bei der dortigen Hochwasserkatastrophe zu helfen. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft ist damit eine von acht ausgewählten Landkreisen, die vom niedersächsischen Kompetenzzentrum mit einem Einsatzauftrag nach Düsseldorf zur weiteren Verwendung geschickt wird. „Wir können stolz darauf sein, dass unsere Kreisfeuerwehrbereitschaft mit ihren vielen ehrenamtlichen Kräften vom Land als so leistungsfähig und kompetent angesehen wird, als erstes aus Niedersachsen in einen solchen Einsatz zu gehen“, erklärte Landrat Michael Schünemann, der gerade anlässlich eines Termins in Norddeutschland unterwegs ist. 

Der Landrat appellierte in diesem Zusammenhang auch noch einmal an alle Arbeitgeber, die Feuerwehrkameraden für den Einsatz freizugeben und dankte all denjenigen, die das bisher schon getan haben. „Angesichts einer solchen Katastrophe muss es für uns alle eine Selbstverständlichkeit sein, Solidarität zu üben und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.“ Am späten Freitagvormittag hatte in der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises noch einmal eine letzte Lagebesprechung gegeben, bei der Kreisbrandmeister Jens Heinemeier den Marschbefehl bekannt gab und die Einsatzbereitschaft der Züge abfragte. Mit insgesamt 158 Kameradinnen und Kameraden und 40 Fahrzeugen in acht Zügen einschließlich Einsatzkräften des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Johanniter Unfallhilfe wird die Kreisfeuer noch in der Nacht nach Düsseldorf ausrücken, um dort das genauere Einsatzziel zu bekommen. 

Die Erste Kreisrätin Sarah Humburg und der für den Katastrophenschutz zuständige Bereichsleiter Carsten Krüger verschafften sich bei der Lagebesprechung am Freitagvormittag auch noch einmal ein genaueres Bild von den Vorbereitungen. Humburg betonte in einer kurzen Ansprache an die Zugführer, dass ihnen mit Sicherheit ein harter Einsatz bevorstehe. „Wir sind in unseren Gedanken in den nächsten Tagen nicht nur bei den Opfern der Unwetterkatastrophe, sondern auch bei Ihnen“, erklärte die Erste Kreisrätin. „Geben Sie auf sich acht und kommen Sie gesund wieder zurück.“

Foto: Landkreis Holzminden