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Landkreis Holzminden

Landkreis Holzminden (red). Mit dem Ende der Mähsaison 2026 endet zugleich die erste vollständige Einsatzsaison des neu gegründeten Vereins zur Rehkitzrettung – dem Rehkitzrettung ELFAS e. V. Was mit einer gemeinsamen Idee, viel Idealismus und dem Wunsch begann, einen aktiven Beitrag zum Natur- und Tierschutz zu leisten, hat sich innerhalb weniger Monate zu einer erfolgreichen Gemeinschaft entwickelt.

Die erste Saison war geprägt von Teamgeist, Vertrauen, großem ehrenamtlichem Engagement und einer hervorragenden Zusammenarbeit mit den Landwirten und Jagdpächtern. Die Bilanz zeigt eindrucksvoll, was durch gemeinsames Handeln erreicht werden kann.

Bilanz der Saison 2026

Die Zahlen sprechen für sich:

  • 56 Rehkitze vor dem Mähtod gerettet

  • 24 Einsatztage während der Mähsaison

  • 250 Hektar Wiesen- und Grünlandflächen mit Drohnen und Wärmebildtechnik abgesucht

  • zahlreiche weitere Wildtiere bei den Einsätzen entdeckt und geschützt

  • unzählige ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden

Jedes der 56 geretteten Rehkitze steht für einen erfolgreichen Einsatz und für die Möglichkeit, dass ein junges Wildtier weiter in seinem natürlichen Lebensraum aufwachsen kann.

Die erste Saison – eine Herausforderung mit großem Erfolg

Die Vereinsgründung bedeutete zunächst viel organisatorische Arbeit. Neben der Beschaffung der technischen Ausstattung mussten Einsatzabläufe entwickelt, Helfer geschult, Genehmigungen eingeholt sowie Kontakte zu Landwirten und Jagdpächtern aufgebaut werden.

Bereits vor Beginn der ersten Mahd zeigte sich, dass die Unterstützung in der Region groß ist. Viele Landwirte nahmen frühzeitig Kontakt mit dem Verein auf und meldeten ihre geplanten Mähtermine an. Dieses Vertrauen war eine große Motivation und gleichzeitig die Grundlage für eine erfolgreiche Saison.

Schon nach den ersten Einsätzen wurde deutlich, dass sich die intensive Vorbereitung gelohnt hatte. Die Abläufe wurden von Einsatz zu Einsatz routinierter und das Zusammenspiel aller Beteiligten funktionierte hervorragend.

Früh aufstehen für den Tierschutz

Die Einsätze begannen meist lange vor Sonnenaufgang. Während viele Menschen noch schliefen, trafen sich die Teams bereits in den frühen Morgenstunden.

Nach einer kurzen Einsatzbesprechung wurden Drohne, Akkus und Wärmebildkamera vorbereitet, Flugrouten abgestimmt und die gemeldeten Flächen angefahren. Anschließend erfolgte die systematische Suche nach Rehkitzen und anderem Jungwild.

Wurde ein Kitz entdeckt, erfolgte die Bergung mit größter Sorgfalt. Die Tiere wurden bis zum Abschluss der Mahd in sicheren Boxen oder Körben geschützt und anschließend wieder an ihrem Fundort freigelassen, damit die Ricke ihr Junges problemlos wieder annehmen konnte.

Diese Arbeit verlangt nicht nur technisches Wissen, sondern auch viel Verantwortungsbewusstsein, Ruhe und Erfahrung.

Moderne Technik als Lebensretter

Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist der Einsatz moderner Drohnen mit Wärmebildkameras.

Insgesamt konnten während der Saison rund 250 Hektar Grünland systematisch beflogen werden. Die Technik ermöglicht es, selbst kleinste Wärmequellen im hohen Gras zuverlässig zu erkennen – lange bevor Mähmaschinen zum Einsatz kommen.

Ohne diese moderne Technik wären viele der geretteten Kitze nahezu unsichtbar geblieben.

Dennoch ersetzt Technik niemals den Menschen. Erst das Zusammenspiel aus erfahrenen Drohnenpilotinnen und Drohnenpiloten, Beobachterinnen und Beobachtern, Bergungsteams und Landwirten macht eine erfolgreiche Rehkitzrettung möglich.

Ehrenamt, das Leben rettet

Besonders stolz ist der Verein auf seine engagierten Helferinnen und Helfer.

Sie investierten unzählige Stunden ihrer Freizeit, standen oft bereits gegen 2:30 Uhr morgens auf und waren bei Wind, Regen, Nebel oder sommerlicher Hitze zuverlässig im Einsatz.

Viele übernahmen mehrere Aufgaben gleichzeitig – von der Einsatzplanung über den Drohnenflug bis hin zur Bergung der Tiere oder der Dokumentation der Einsätze.

Dieses Engagement ist keineswegs selbstverständlich und zeigt eindrucksvoll, welchen Stellenwert der ehrenamtliche Natur- und Tierschutz in der Region besitzt.

Der Verein lebt von Menschen, die ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Leidenschaft einbringen – ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten.

Dank an Landwirte und Unterstützende

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der ersten Saison war die hervorragende Zusammenarbeit mit den Landwirten.

Sie meldeten ihre Mähtermine frühzeitig an, ermöglichten den Zugang zu ihren Flächen und verschoben teilweise sogar den Beginn der Mahd, bis die Suchflüge abgeschlossen waren.

Dieses verantwortungsvolle Handeln zeigt, dass Landwirtschaft und Wildtierschutz keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam funktionieren können.

Für dieses Vertrauen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit bedankt sich der Verein ausdrücklich. Ebenso gilt der Dank allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Drohnenpilotinnen und Drohnenpiloten, den Bergungsteams, den Jagdpächtern und Revierinhabern, allen Spenderinnen und Spendern, den Förderern, den Familien und Arbeitgebern, die die Ehrenamtlichen während der arbeitsintensiven Wochen unterstützt haben.

Jeder einzelne Beitrag – ob groß oder klein – hat dazu beigetragen, dass die erste Saison so erfolgreich verlaufen ist.

Mehr als nur gerettete Rehkitze

Auch wenn die Zahl von 56 geretteten Rehkitzen besonders beeindruckend ist, misst sich der Erfolg des Vereins nicht allein an dieser Statistik.

Jede abgesuchte Wiese schafft Sicherheit. Jeder Suchflug verhindert unnötiges Tierleid. Jeder Einsatz stärkt die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Jagd und Naturschutz.

Darüber hinaus konnten mit der Arbeit des Vereins viele Menschen für das Thema Wildtierschutz sensibilisiert und gezeigt werden, wie wirkungsvoll moderne Technik in Verbindung mit ehrenamtlichem Engagement eingesetzt werden kann.

Ausblick auf 2027

Nach der erfolgreichen Premierensaison blickt der Verein voller Zuversicht in die Zukunft.

Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit Landwirten und Jagdpächtern weiter auszubauen, zusätzliche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zu gewinnen und die technische Ausstattung kontinuierlich zu verbessern. So sollen künftig noch mehr Flächen rechtzeitig abgesucht und noch mehr Wildtiere geschützt werden. Die Erfahrungen aus der ersten Saison bilden dafür ein starkes Fundament.

Fazit

Die Saison 2026 wird für den Verein unvergesslich bleiben. Sie war die erste Saison nach der Gründung – und sie hat eindrucksvoll bewiesen, was mit Engagement, Vertrauen und Teamarbeit möglich ist. Der Verein bedankt sich bei allen, die den jungen Verein unterstützt und an seine Idee geglaubt haben. Gemeinsam wurden nicht nur Tiere gerettet, sondern auch gezeigt, dass ehrenamtliches Engagement und gemeinschaftliches Handeln einen echten Unterschied machen.

Mit Stolz wird die erste Saison abgeschlossen und der eingeschlagene Weg im Jahr 2027 gemeinsam fortgesetzt – für die Wildtiere, die Natur und den gelebten Tierschutz.

Unterstützung für die nächste Saison

Damit auch in der nächsten Saison noch mehr Rehkitze und Wildtiere gerettet werden können, möchte der Verein seine Ausrüstung weiter verbessern und erweitern.

Wer den Verein aktiv oder passiv unterstützen möchte, kann sich jederzeit melden:

Telefon: 0172 7897140
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Wer die Arbeit mit einer Spende unterstützen möchte, hilft ganz konkret dabei, Leben zu retten. Jede Spende fließt direkt in die Einsätze und in die Ausstattung, die für die Rehkitzrettung benötigt wird.

Bankverbindung:

Fotos: Rehkitzrettung ELFAS e.V.


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Lesedauer: 10 Minuten
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Holzminden. Wer heute sein Dach saniert, kommt an Photovoltaik oft nicht mehr vorbei. Hintergrund ist die gesetzliche Solarpflicht in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Für viele Eigentümerinnen und Eigentümer, die eine Dachsanierung planen, bringt das zunächst zahlreiche Fragen mit sich – von gesetzlichen Vorgaben über technische Anforderungen bis hin zu möglichen Förderprogrammen.

Die Mairose GmbH bietet deshalb eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung an, bei der das Dach geprüft und mögliche Lösungen besprochen werden. Für Vorhaben dieser Art verfügt das Unternehmen über besondere Fachkompetenz. Die Mairose GmbH erkannte die Bedeutung von Photovoltaikanlagen frühzeitig und ließ Dachdeckermeister Milan Schmidt gezielt zum ZVDH-zertifizierten Photovoltaik-Manager im Dachdeckerhandwerk ausbilden.

„Mit Milan Schmidt haben wir im Unternehmen einen speziell ausgebildeten Ansprechpartner für Photovoltaik. Er kennt sowohl die Anforderungen einer Dachsanierung als auch die technischen Möglichkeiten moderner Solaranlagen. Gleichzeitig unterstützen wir unsere Kundinnen und Kunden dabei, die passenden Förderprogramme zu nutzen – so sind Zuschüsse von bis zu 12.000 Euro pro Wohneinheit möglich“, erklärt Mairose-Inhaber Jan Wehenkel.

Solarpflicht: Was jetzt gilt

In Niedersachsen gilt die Solarpflicht bereits seit 2025. Bei Neubauten oder umfassenden Dachsanierungen – etwa wenn das Dach vollständig neu eingedeckt oder die Abdichtung erneuert wird – müssen mindestens 50 Prozent der geeigneten Dachfläche mit Photovoltaik belegt werden.

Auch in Nordrhein-Westfalen gelten entsprechende Vorgaben. Dort müssen bei Neubauten und Dachsanierungen mindestens 30 Prozent der geeigneten Dachfläche für Solarenergie genutzt werden oder eine Anlage mit etwa drei bis fünf Kilowatt Leistung installiert werden. Die Regelung gilt seit 1. Januar 2026.

Betroffen sind Steil- und Flachdächer ab einer Größe von 50 Quadratmetern. Wer die gesetzlichen Vorgaben nicht einhält, muss mit Konsequenzen rechnen – etwa Ordnungsgeldern, Verzögerungen bei Baugenehmigungen oder Problemen beim späteren Verkauf der Immobilie.

Nach Angaben von Dachdeckermeister Jan Wehenkel liegen die Kosten für eine Photovoltaikanlage meist zwischen 8.000 und 15.000 Euro für Anlagen mit etwa sechs bis zehn Kilowatt Leistung – gegebenenfalls zuzüglich einer Modernisierung des Zählerschranks.

Pflicht – aber auch eine Chance

„Die Solarpflicht ist auch eine Chance – dank Förderung und Stromersparnis“, erklärt Miland Schmidt. „Gerade in Zeiten steigender Energiepreise macht man sich damit unabhängiger. Wenn ein Teil des Strombedarfs direkt vom eigenen Dach gedeckt wird, rechnet sich das langfristig auch wirtschaftlich.“

Dabei muss das Dach nicht zwingend perfekt nach Süden ausgerichtet sein. Auch Ost- oder Westdächer erreichen noch rund 80 bis 90 Prozent des möglichen Ertrags. „Eine 6-kWp-Anlage erzeugt etwa 5.000 bis 6.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr – je nach Ausrichtung und Sonneneinstrahlung“, erläutert Schmidt.

Zusätzlich kann eine energetische Dachsanierung doppelt wirken: Gute Dämmung senkt die Heizkosten, während Photovoltaik einen Teil des Strombedarfs deckt. Gleichzeitig steigt häufig auch der Wert der Immobilie.

Förderung von bis zu 12.000 Euro möglich

Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG-EM) werden Maßnahmen an der Gebäudehülle – etwa die Dämmung des Daches – unterstützt.

„Dachdämmung und Dachsanierung werden großzügig gefördert. Wir unterstützen unsere Kundinnen und Kunden dabei, die passenden Programme zu finden und zu beantragen. So sind Zuschüsse von bis zu 12.000 Euro pro Wohneinheit möglich“, erklärt Milan Schmidt.

  • Ohne individuellen Sanierungsfahrplan beträgt die Förderung 15 Prozent der Investitionskosten bei einer maximalen Investitionssumme von 30.000 Euro. Dadurch sind Zuschüsse von bis zu 4.500 Euro pro Wohneinheit möglich.
  • Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) steigt der Fördersatz auf 20 Prozent bei einer Investitionssumme von bis zu 60.000 Euro. Dadurch können Förderungen von bis zu 12.000 Euro pro Wohneinheit erreicht werden. 

Der individuelle Sanierungsfahrplan wird von einer Energieberaterin oder einem Energieberater erstellt. Dabei wird das Gebäude analysiert und aufgezeigt, welche energetischen Maßnahmen sinnvoll sind und in welcher Reihenfolge sie umgesetzt werden können.

Alternativ kann für selbst genutzte Wohnhäuser auch ein Steuerbonus nach § 35c Einkommensteuergesetz genutzt werden. Dabei können 20 Prozent der Sanierungskosten – maximal 40.000 Euro – über drei Jahre steuerlich geltend gemacht werden. Diese Variante kann allerdings nicht mit BAFA- oder KfW-Förderprogrammen kombiniert werden.

Voraussetzungen für die Förderung

Fördermittel können Eigentümerinnen und Eigentümer erhalten, wenn das Gebäude zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre alt ist. Beim Steuerbonus gilt eine Mindestfrist von zehn Jahren.

Wichtig ist außerdem, dass die Arbeiten von einem Fachbetrieb durchgeführt werden und der Förderantrag vor Beginn der Bauarbeiten gestellt wird.

Eine Lösung aus einer Hand

Viele Eigentümerinnen und Eigentümer stehen bei einer Dachsanierung mit Solarpflicht vor der gleichen Herausforderung: gesetzliche Vorgaben, Förderprogramme, Energieberatung und Bauplanung müssen gleichzeitig berücksichtigt werden.

Die Mairose GmbH unterstützt dabei, diese Schritte übersichtlich zu planen und umzusetzen – von der ersten Prüfung des Daches bis zur fertigen Dach- und Solarlösung.

Zum Leistungsangebot gehören unter anderem:
  • Beratung zu Förderprogrammen wie BAFA-Förderung oder Steuerbonus
  • Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP)
  • Koordination von Energieberaterinnen, Energieberatern und Installationsbetrieben
  • Ausstellung der notwendigen Fachunternehmererklärungen
  • fachgerechte Dachsanierung und integrierte Planung von Photovoltaikanlagen
So starten Eigentümerinnen und Eigentümer

Der erste Schritt ist eine Prüfung des Daches durch Eigentümerinnen und Eigentümer hinsichtlich von Größe, Statik, Ausrichtung und möglicher Verschattung. Anschließend folgt die Kontaktaufnahme zur Mairose GmbH, die in der Folge für eine kostenlose Vor-Ort-Beratung sorgt, bei der mögliche Maßnahmen sowie Förderprogramme besprochen werden. Darauf aufbauend wird gemeinsam die passende Dach- und Solarlösung geplant – inklusive Förderklärung und Koordination aller notwendigen Schritte bis zur Umsetzung.

Wer eine Dachsanierung plant und sich über die neue Solarpflicht informieren möchte, kann bei der Mairose GmbH eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung vereinbaren.

Mairose GmbH
Burgbergblick 14
37603 Holzminden
Telefon (0 55 31) 33 39
info@mairose.de
www.mairose.de

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Lesedauer: 7 Minuten
Landkreis Holzminden

Höxter-Stahle (TKu). Mit ihrem Richtfest hat die Th. Geyer Ingredients GmbH & Co. KG einen weiteren Meilenstein beim Ausbau ihres Standortes zwischen Höxter-Albaxen und Stahle erreicht. Nur wenige Monate nach dem ersten Spatenstich Ende März wurde nun die Fertigstellung des Ständerwerks für das neue Abfüllungsgebäude gefeiert. Das Unternehmen investiert mehrere Millionen Euro in die Erweiterung seiner Produktions- und Logistikkapazitäten. Nach dem traditionellen Richtspruch, vorgetragen von Detlef Struck vom Generalunternehmer Dr. Schoppe, wurde die Fertigstellung des Ständerwerks gefeiert.

Mit dem Neubau erweitert Th. Geyer Ingredients seine Abfüllung und setzt damit ein Millionenprojekt am Standort um. Das Unternehmen verfolgt mit der Investition das Ziel, die Produktionskapazitäten auszubauen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Gleichzeitig sollen die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen werden.Geschäftsführer Ralf Streicher begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter Mitarbeiter, Handwerker, Vertreter der Kommunalpolitik sowie Projektpartner. Für die musikalische Begleitung sorgte die Blaskapelle Stahle. In seiner Ansprache bezeichnete Streicher das Richtfest als wichtigen Meilenstein für das Unternehmen. Der Bau liege im vorgesehenen Zeitplan. Die Fertigstellung des Gebäudes sei bis Ende dieses Jahres geplant, der Einzug soll im ersten Quartal des kommenden Jahres erfolgen. Zugleich kündigte er an, dass das Unternehmen auch künftig weiter investieren werde. Die Erweiterung sei eine Investition in die Zukunft des Unternehmens und des Standortes.

International aufgestellt:

Streicher verwies zudem auf die zunehmende Internationalisierung des Unternehmens. Beim Richtfest waren Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern vertreten, unter anderem aus Nigeria, Südafrika, den baltischen Staaten, England, Frankreich und Ungarn. Er dankte allen Beteiligten, die zum Gelingen des Bauprojektes beitragen. Mit dem Neubau verfolgt Th. Geyer Ingredients mehrere strategische Ziele. Neben der Erweiterung der Abfüllung sollen die Qualitätsstandards weiterentwickelt werden. Geplant ist unter anderem eine Zertifizierung nach dem international anerkannten FSSC-Standard für Lebensmittelsicherheit. Darüber hinaus wird die Infrastruktur des Standortes ausgebaut. Ein neuer direkter Anlieferungsweg soll künftig die logistischen Abläufe verbessern. Gleichzeitig entsteht zusätzlicher Lagerraum.

Die Investition reiht sich in eine Reihe von Ausbauprojekten ein. Erst im vergangenen Jahr nahm das Unternehmen am Standort ein modernes Gefahrstofflager in Betrieb. Gemeinsam mit dem bestehenden Lager für Verbrauchsmaterialien und Geräte bildet es heute das Logistikzentrum Labor. Darüber hinaus plant das Unternehmen zwischen Albaxen und Stahle den Bau eines Technikums. Dort sollen künftig neue Produkte entwickelt und getestet werden, beispielsweise pflanzliche Burgerpattys, vegane Schnitzel und weitere Lebensmittelanwendungen. Die Entwicklung des Unternehmens am Standort Höxter-Stahle ist auch an den Beschäftigtenzahlen abzulesen. Innerhalb der vergangenen 14 Jahre stieg die Zahl der Mitarbeiter von 25 auf inzwischen mehr als 135. Künftig soll die Belegschaft auf rund 180 Beschäftigte anwachsen. Parallel dazu konnte das Unternehmen seinen Umsatz deutlich steigern.

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Bürgermeister Daniel Hartmann hob in seinem Grußwort die Bedeutung der Investition für den Wirtschaftsstandort Höxter hervor. Die Erweiterung stärke nicht nur das Unternehmen selbst, sondern wirke sich auch positiv auf die gesamte Region aus. Die kontinuierlichen Investitionen seien ein Zeichen für das Vertrauen des Unternehmens in den Standort und sicherten Arbeitsplätze. Unter den Projektverantwortlichen, Mitarbeitenden und Gästen befanden sich unter anderem Oliver-Alexander Geyer, Mitgeschäftsführer der Th. Geyer Gruppe, Geschäftsführer Ralf Streicher, Holzmindens Bürgermeister Christian Belke, Höxters Bürgermeister Daniel Hartmann, Tizian Fiege aus der operativen Leitung, Management Assistant Julia Kister sowie Detlef Struck und Bauleiter Niklas Heine vom Bauunternehmen Dr. Schoppe. Außerdem nahmen Vertreter der Kommunalpolitik, darunter Ortsausschussvorsitzende Katharina Borgolte, Handwerker und Vertreter befreundeter Unternehmen am Richtfest teil.

Der Standort Höxter-Stahle nimmt innerhalb der Unternehmensgruppe eine wichtige Rolle ein. Im Wirtschaftspark Höxter gelegen, beliefert Th. Geyer Ingredients von der Mitte Deutschlands aus Kunden in ganz Europa. Dabei profitiert das Unternehmen seit Jahrzehnten von der unmittelbaren Nähe zum Duftstoffhersteller Symrise, einem seiner wichtigsten Lieferanten. Th. Geyer Ingredients ist Teil der Th. Geyer Gruppe, die auf eine mehr als 130-jährige Unternehmensgeschichte zurückblickt und zu den etablierten Laborvollversorgern im deutschsprachigen Raum zählt. Das inhabergeführte Familienunternehmen ist heute international aufgestellt und verfügt über mehrere Auslandsstandorte. Im Geschäftsbereich Ingredients handelt das Unternehmen seit mehr als 50 Jahren mit Inhaltsstoffen für unterschiedliche Branchen. Zum Sortiment gehören Rohstoffe für die Lebensmittel-, Getränke-, Pharma-, Tabak-, Duft- und Lederpflegeindustrie. Ergänzt wird das Angebot durch Dienstleistungen wie Anwendungstechnik, Abfüllung in Kleingebinde sowie Unterstützung bei lebensmittelrechtlichen Fragestellungen.

Mit der aktuellen Erweiterung setzt Th. Geyer Ingredients seinen Wachstumskurs fort. Das Richtfest markiert dabei einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung des neuen Abfüllungsgebäudes, das Anfang kommenden Jahres den Betrieb aufnehmen soll. Nach Angaben des Unternehmens bildet die Investition die Grundlage für weiteres Wachstum sowie für den weiteren Ausbau des Standortes Höxter-Stahle.

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Fotos: Simone Kube