Bevern (red). Im Mittelpunkt des Besuchs des Landratskandidaten Uwe Lange bei der Bertram Elektrotechnik GmbH in Bevern standen die Stärkung der regionalen Wirtschaft und die Sicherung qualifizierter Fachkräfte. Vor Ort waren außerdem Samtgemeindebürgermeister Thomas Junker und der Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann.
Bertram plant Großinvestition in Hallenanbau
Trotz der aktuell angespannten und schwierigen Gesamtlage in der Automobilindustrie verzeichne das Unternehmen weiterhin eine gute Auftragslage. Um dieser anhaltend hohen Nachfrage gerecht zu werden, plane der Betrieb eine notwendige Großinvestition in Form eines Hallenanbaus.
Dafür sagte Uwe Lange volle Unterstützung zu. Um eine schnelle Genehmigung für den Umbau zu erreichen, sollten frühzeitig Gespräche über den Brandschutz geführt werden. „Eine Beratung durch die Verwaltung vor Antragsstellung reduziert die Planungskosten für Unternehmen, beschleunigt die Genehmigung und verringert den Genehmigungsaufwand“, meint der Landratskandidat.
Nachwuchsgewinnung als zentrales Thema
Ein zentrales Thema war die Gewinnung von leistungsstarkem Nachwuchs. Um Jugendliche erfolgreich für handwerkliche und industrielle Berufe zu begeistern, wurde ein enger Schulterschluss gefordert. Es komme auf eine frühzeitige Zusammenarbeit von Schulen, Eltern und heimischen Betrieben an. Alle Schülerinnen und Schüler – auch die des Gymnasiums – sollten rechtzeitig praxisnahe Einblicke in die regionalen Betriebe erhalten. „Die Koordinierung der Netzwerkpartner ist meine Aufgabe als Landrat“, so Uwe Lange.
Wie eine zukunftsfähige Unternehmensnachfolge erfolgreich und frühzeitig gestaltet werden könne, zeige nach Einschätzung von Uwe Lange das Beispiel des fließenden Generationswechsels durch die drei Söhne von Karl Heinz Bertram. „Die frühzeitige und strukturierte Nachfolgelösung bei der Firma Bertram ist beispielhaft für den gesamten ländlichen Raum. Hier wird vorgelebt, wie Familienunternehmen durch eine rechtzeitige Übergabe an die nächste Generation nicht nur Arbeitsplätze sichern, sondern gleichzeitig hochmodern und wettbewerbsfähig bleiben“, zeigt sich Uwe Lange beeindruckt.
Informationstour führt weiter zu Egger
Im Anschluss an die Gespräche bei Bertram setzte die Delegation ihre Informationstour bei der Firma Egger in Bevern fort. Auch hier standen die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen, die Standortsicherung sowie die Bedeutung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen für den ländlichen Raum im Fokus des Dialogs.
Die Konzentration auf Spezialprodukte sichere den Standort Bevern im Konzerngefüge. Durch ein hohes Maß an Automatisierung werde die Wirtschaftlichkeit erreicht und würden rund 75 Arbeitsplätze dauerhaft gesichert.

Fotos: Mila Rüschel