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Landkreis Holzminden

Hameln (red). Die Zahl der Arbeitslosen im Weserbergland ist im Juli 2026 gestiegen. Insgesamt waren 13.921 Menschen bei der Agentur für Arbeit Hameln und den örtlichen Jobcentern arbeitslos gemeldet. Damit waren in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg 590 Menschen mehr ohne Beschäftigung als im Vormonat.

Sommerferien sorgen für saisonalen Anstieg

„Mit dem Beginn der Sommerferien steigen traditionell die Arbeitslosenzahlen. Dieses Phänomen sehen wir jedes Jahr“, sagt Henrik Steen, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hameln. „Dieser Anstieg erklärt sich vor allem durch Jugendliche, die die Schule beendet haben und sich vorübergehend arbeitslos melden, bevor Studium oder Ausbildung beginnen.“

Auch für diejenigen, die noch auf Ausbildungssuche sind, bestehen im Weserbergland weiterhin gute Chancen, erläutert Steen: „Auf unserem heimischen Ausbildungsmarkt ist viel in Bewegung, über 800 Ausbildungsstellen sind noch zur Besetzung gemeldet. Wenn Ausbildungsbetrieb und Auszubildende erst später zusammenfinden, kann eine Ausbildung auch nach dem 1. August starten.“

Unterstützung für Auszubildende

Wer noch auf der Suche nach einer Lehrstelle ist, findet Unterstützung bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Hameln. Auch Auszubildende können bei Bedarf Hilfsangebote in Anspruch nehmen.

„Wir wünschen allen, die jetzt eine Ausbildung beginnen, viel Erfolg und Freude bei der Arbeit. Und auch, wenn nicht alles glatt läuft, ist dies kein Grund zur Panik: Die Agentur für Arbeit kann durch das Angebot der assistierten Ausbildung unterstützen. In diesem Rahmen kann beispielsweise Nachhilfeunterricht gefördert werden. So helfen wir jungen Menschen und ihren Betrieben dabei, die Lehrzeit erfolgreich zu durchlaufen und zu beenden. Auch Ausbildungsabbrüche können damit vermieden werden.“

Informationen zur assistierten Ausbildung gibt es unter www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/assistierte-ausbildung-machen.

Entwicklung in den Landkreisen

Im Landkreis Hameln-Pyrmont sind aktuell 5.935 Personen arbeitslos gemeldet, 408 mehr als im Juni 2026 (+7,4 Prozent, Arbeitslosenquote: 7,5 Prozent). Auch im Landkreis Schaumburg ist die Arbeitslosenzahl gestiegen. Mit 5.395 Menschen sind dort 157 Personen mehr ohne Arbeit als im Juni 2026 (+3,0 Prozent, Arbeitslosenquote: 6,4 Prozent).

Weniger stark fiel der Anstieg im Landkreis Holzminden aus. Dort sind 2.591 Menschen arbeitslos gemeldet, 25 mehr als im Vormonat (+1,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,2 Prozent.


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Auftraggeber und finanziert durch CDU-Stadtverband Einbeck

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Eschershausen-Stadtoldendorf

Deensen (mhn). Es sind Bilder, die das ganze Ausmaß des verheerenden Großbrandes vom Samstagabend zeigen. Am Tag danach ist der Einsatzort in der Straße „Kurze Breite“ in Deensen mit Flatterband der Polizei abgesperrt. Noch immer sind Löschschaum und die Spuren des Feuerwehreinsatzes zu sehen. Besonders deutlich wird die enorme Zerstörung am ersten Wohnhaus: Der Dachstuhl ist vollständig ausgebrannt, das Gebäude wurde völlig zerstört. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass der entstandene Sachschaden erheblich sein dürfte.

Wo am Samstagabend meterhohe Flammen loderten, zeigt sich am nächsten Morgen ein Bild der Verwüstung.
Großbrand entwickelt sich binnen kurzer Zeit

Es waren dramatische Szenen, die sich am Samstagabend kurz nach 20 Uhr in Deensen abspielten. Als um 20.18 Uhr die erste Alarmierung mit dem Einsatzstichwort „B2 Garage“ an die Einsatzkräfte der Feuerwehr erfolgte, konnten vermutlich nur die wenigsten erahnen, welches Ausmaß das Feuer kurze Zeit später annehmen würde.

Bereits beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte stand nach Angabe der Kreisfeuerwehr Holzminden ein Anbau zwischen zwei Wohnhäusern in Vollbrand. Aufgrund der vorgefundenen Lage wurde die Alarmstufe umgehend auf „B3“ erhöht und weitere Einsatzkräfte nachalarmiert.

Bereits aus großer Entfernung war die dichte schwarze Rauchsäule zu erkennen, die über Deensen in den Himmel stieg und das Ausmaß des Großbrandes erahnen ließ. Sogar im Kreis Höxter wurde die mächtige Rauchsäule am Horizont wahrgenommen.

Flammen greifen auf zwei Wohnhäuser über

Zunächst griffen die Flammen vom benannten Anbau auf das erste Wohnhaus über. Innerhalb kurzer Zeit stand der Dachstuhl in Vollbrand. Das Gebäude konnten die Einsatzkräfte nicht mehr retten – es fiel den Flammen zum Opfer. Die Bewohner sollen sich zum Zeitpunkt des Brandes offenbar im Urlaub aufgehalten haben.

Im weiteren Verlauf breitete sich das Feuer auch auf das benachbarte Wohnhaus aus. Dort griffen die Flammen ebenfalls auf den Dachstuhl über und richteten erhebliche Schäden an. Während der Löscharbeiten war aus dem Brandbereich ein lauter Knall zu hören. Nach ersten Erkenntnissen könnte es sich dabei um die Explosion einer Gasflasche gehandelt haben.

Rund 160 Einsatzkräfte der Feuerwehren kämpften stundenlang unter hohem körperlichem Einsatz gegen das Flammenmeer, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Die Brandbekämpfung erfolgte aus mehreren Richtungen. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte am Boden von den Hubrettungsfahrzeugen der Feuerwehren Stadtoldendorf und Holzminden. Die Einsatzleitung lag bei Ortsbrandmeister Matthias Sander.

Meterhohe Flammen schlagen aus dem Dachstuhl, während dichter schwarzer Qualm über Deensen aufsteigt.
Im Mittelpunkt des Großeinsatzes stand die enge Koordination der Einsatzkräfte. In der Spitze waren rund 160 Einsatzkräfte am Brandort im Einsatz.
Ein Bagger unterstützte die Einsatzkräfte bei den Abrissarbeiten am Brandobjekt, um verbliebene Glutnester freizulegen und die Löscharbeiten zu erleichtern.
Warnung an die Bevölkerung

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde auch die Bevölkerung gewarnt. Über Lautsprecherdurchsagen sowie die Warn-App BIWAPP wurden die Bewohnerinnen und Bewohner in Deensen und der Umgebung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen vorsorglich abzuschalten. Hintergrund waren die erhebliche Rauchentwicklung und der Rauchniederschlag.

Im weiteren Verlauf des Abends kam außerdem ein Bagger zum Einsatz, um Abrissarbeiten vorzunehmen und die Löscharbeiten zu unterstützen. Glücklicherweise wurde bei dem verheerenden Großbrand keine Person verletzt.

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Fotos: red, Kreisfeuerwehr Holzminden