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Landkreis Holzminden
Das Handwerk in Holzminden und Hildesheim steht vor einer weitreichenden Neuordnung: Zwei Kreishandwerkerschaften planen ihre Fusion.

Delligsen (red). Das Handwerk in den Landkreisen Holzminden und Hildesheim stellt die Weichen für die Zukunft. Die Kreishandwerkerschaften Hildesheim-Alfeld und Holzminden planen ihren Zusammenschluss zur neuen Kreishandwerkerschaft Hildesheim-Weserbergland. Über die Fusion entscheiden die Mitglieder beider Kreishandwerkerschaften am Mittwoch, 2. September 2026, im Rahmen zweier außerordentlicher Mitgliederversammlungen in Delligsen. Vorbehaltlich der Zustimmung soll der Zusammenschluss zum Beginn des kommenden Jahres wirksam werden.

Strukturelle Veränderungen geben Anstoß zur Fusion

Die Initiative für die Fusion geht auf die beiden Kreishandwerksmeister und deren Stellvertreter zurück, die bereits vor rund zwei Jahren erste Gespräche über eine engere Zusammenarbeit aufgenommen hatten. Hintergrund sind vor allem die strukturellen Veränderungen im Handwerk. Die Zahl der Mitgliedsbetriebe nimmt in vielen Gewerken ab, nicht zuletzt deshalb, weil Betriebsinhaber zunehmend Schwierigkeiten haben, geeignete Nachfolger zu finden.

In einzelnen Branchen, insbesondere im Nahrungsmittelhandwerk, ist diese Entwicklung bereits deutlich spürbar. Gleichzeitig wird es schwieriger, ehrenamtliche Funktionen in Innungen, Kreishandwerkerschaften und Prüfungsausschüssen zu besetzen.

Knapp 1.000 Mitgliedsbetriebe unter einem Dach

Durch den Zusammenschluss entsteht eine Kreishandwerkerschaft mit künftig knapp 1.000 Mitgliedsbetrieben. Damit verbreitert sich die Basis für die ehrenamtliche Arbeit erheblich. Wirtschaftliche Gründe stehen bei der Fusion ausdrücklich nicht im Vordergrund. Beide Kreishandwerkerschaften verfügen über eigenes Vermögen, sind schuldenfrei und wirtschaftlich solide aufgestellt.

Ziel ist vielmehr, aus einer starken Position heraus frühzeitig tragfähige Strukturen für die kommenden Jahre zu schaffen. Aufgrund ihrer geografisch zentralen Lage soll die Geschäftsstelle in Alfeld Hauptsitz der neuen Kreishandwerkerschaft werden. Gleichzeitig bleibt die Geschäftsstelle in Holzminden erhalten.

Beschäftigte sollen ihre Arbeitsplätze behalten

Auch personell ist Kontinuität vorgesehen: Die fünf Beschäftigten in Alfeld und die zwei Mitarbeitenden in Holzminden sollen ihre Arbeitsplätze behalten. Der bisherige Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Hildesheim-Alfeld, Matthias Zieseniß, stellt sich zur Wahl als Kreishandwerksmeister der neuen gemeinsamen Organisation.

Der Holzmindener Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Bertram wird sich aus Altersgründen nicht erneut zur Wahl stellen. Künftig soll aus jedem der beiden Landkreise ein stellvertretender Kreishandwerksmeister kommen. Für den Landkreis Holzminden stellt sich der bisherige stellvertretende Kreishandwerksmeister Detlef Struck zur Wahl. Damit soll sichergestellt werden, dass beide Regionen auch in der neuen Führungsstruktur angemessen vertreten sind.

Neue Möglichkeiten für die Innungen

Der Zusammenschluss schafft darüber hinaus bessere Voraussetzungen für eine stärkere Zusammenarbeit der einzelnen Innungen aus beiden Landkreisen. Fusionen von Innungen waren zwar bereits bislang grundsätzlich möglich, führten jedoch dazu, dass sich die gemeinsame Innung einer der beiden Kreishandwerkerschaften zuordnen musste. Diese strukturelle Hürde entfällt künftig.

Dadurch eröffnen sich insbesondere für kleinere Gewerke neue Möglichkeiten, Kräfte zu bündeln und leistungsfähige Innungsstrukturen zu erhalten. Die geplante Fusion der beiden Kreishandwerkerschaften ist Teil eines umfassenderen Veränderungsprozesses innerhalb der handwerklichen Organisationen in der Region.

Auch Handwerkskammer plant Zusammenschluss

Auch die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen plant zum kommenden Jahr einen Zusammenschluss mit der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Ziel der Fusion ist es, die Interessenvertretung des regionalen Handwerks langfristig zu stärken, das Ehrenamt zu entlasten und zugleich die Nähe zu den Mitgliedsbetrieben in beiden Landkreisen zu erhalten.


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Hameln News

Hameln (red). Wenn sich die Blätter bunt färben und die Altstadt in warmen Herbstfarben leuchtet, ist es wieder Zeit für den Hamelner Herbstmarkt. Saisonale Dekorationen und regionale Produkte an 50 ausgewählten Kunsthandwerker- und Marktständen zaubern vom 2. bis 4. Oktober ein herbstlich-ländliches Flair in die Hamelner Altstadt. Die Geschäfte der Innenstadt öffnen am 4. Oktober ihre Türen zum verkaufsoffenen Sonntag.

Traditionelle Handwerkskunst in der Altstadt

Der beliebte Markt hat sich mit seiner liebevollen Dekoration, den hochwertigen Ständen und Waren sowie der traditionellen Handwerkskunst längst einen Namen gemacht und lockt viele Besucherinnen und Besucher in die Rattenfängerstadt. An zahlreichen Ständen werden herbstliche Spezialitäten und Produkte angeboten, es wird gehämmert, getöpfert, geflochten, die Erntekrone gesteckt, gedrechselt und Leder bearbeitet – eine perfekte Symbiose mit der wunderschönen Hamelner Altstadt.

Mitmachaktionen und Shoppingangebot

Reichlich gute Laune und viele Mitmachaktionen bleiben beim Schlendern über den Herbstmarkt nicht aus. Ob beim Kürbisschnitzen oder mit dem Schmiedehammer, hier darf noch Hand angelegt werden. Ein exklusives Andenken ist also garantiert. Je nach Vorliebe können Besuchende direkt ins rege Markttreiben abtauchen oder einfach entspannt in den vielen direkt anliegenden Cafés die Menschen beim Flanieren beobachten. Ein riesiges Shoppingangebot an den Ständen und in den vielen Fachgeschäften, nicht nur am verkaufsoffenen Sonntag, rundet schließlich den perfekten Herbstmoment ab.

Landfrauen und Landvolk informieren

Die Landfrauen übernehmen eine besondere Rolle: Sie flechten direkt vor Ort wunderschöne Kränze und geben zusammen mit dem Landvolk allerlei Informationen rund um die Landwirtschaft. Der Hamelner Herbstmarkt verbindet Genuss, Handwerk, Kinderaktionen und entspanntes Shopping zu einem Wochenende voller herbstlicher Atmosphäre.

Herbstliche Dekoration rund um Hochzeitshaus und Marktkirche

Über 100 Strohballen, unzählige Chrysanthemen, Kürbisse und saisonales Gemüse schmücken die märchenhafte Altstadtkulisse rund um Hochzeitshaus und Marktkirche. Alte Leiterwagen und andere Scheunenfunde erhalten als Dekorationsobjekte ein zweites Leben.

Der Hamelner Herbstmarkt ist von Freitag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der verkaufsoffene Sonntag findet von 13 bis 18 Uhr statt. Mehr Informationen gibt es unter www.herbstmarkt-hameln.de.

Foto: Hameln Marketing