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Landkreis Holzminden

Holzminden (red). Unter dem landesweiten Motto „Wer pflegt dich?“ stellt der Landkreis Holzminden vom 4. bis 10. Oktober 2026 pflegende Angehörige in den Mittelpunkt. Die Aktionswoche soll ihren oftmals wenig sichtbaren Einsatz würdigen und zugleich auf Unterstützungs- und Entlastungsangebote im Landkreis aufmerksam machen.

Pflegende Angehörige übernehmen häufig über viele Jahre hinweg einen großen Teil der Versorgung von Familienmitgliedern. Die Veranstaltungsreihe verbindet deshalb Information, Begegnung, Bewegung und Möglichkeiten zur persönlichen Auszeit.

Programm mit Information, Austausch und Bewegung

Gemeinsam mit zahlreichen Netzwerkpartnern hat der Arbeitskreis Pflegende Angehörige ein vielfältiges Programm vorbereitet. Geplant sind unter anderem Workshops zu Selbstfürsorge und Achtsamkeit, Informationsveranstaltungen rund um das Thema Pflege, kulturelle Angebote und Beratungen.

Außerdem soll es einen Feierabendgottesdienst, ein Erzählcafé für Eltern pflegebedürftiger Kinder sowie verschiedene Bewegungs- und Mitmachaktionen geben. Eröffnet wird die Woche mit einem Tanzcafé im Familienzentrum Drehscheibe. Dort sollen Begegnung, Austausch und gemeinsame Bewegung im Vordergrund stehen.

„Pflegende Angehörige übernehmen Verantwortung, häufig über viele Jahre hinweg. Mit der Aktionswoche möchten wir ihnen Anerkennung schenken, ihnen Zeit für sich ermöglichen und zeigen, welche Unterstützungsmöglichkeiten es vor Ort gibt“, betonen die Organisatoren des Arbeitskreises Pflegende Angehörige.

Zahlreiche Einrichtungen beteiligen sich

Organisiert wird die Aktionswoche vom Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen im Landkreis Holzminden gemeinsam mit zahlreichen Partnern. Beteiligt sind unter anderem die AOK Niedersachsen, die Johanniter, der ambulante Pflegedienst Dormann & Steppat, die Altenseelsorge des Kirchenkreises Holzminden-Bodenwerder, die Lebenshilfe, das Vitalzentrum Stadtoldendorf und das Familienzentrum Drehscheibe.

Auch das Kino Holzminden, Büchereien und Buchhandlungen in Holzminden und Eschershausen sowie weitere Einrichtungen und Initiativen aus dem Landkreis wirken an dem Programm mit.

Die genauen Themen, Termine und Veranstaltungsorte sollen in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden. Interessierte können sich den Zeitraum vom 4. bis 10. Oktober 2026 bereits vormerken.

Foto: Landkreis Holzminden


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Wofür ich mich einsetzen will? 

Ich möchte die Gesundheitsversorgung im Landkreis dauerhaft in kommunaler Hand sichern und ausbauen. Für eine wohnortnahe Versorgung, die allen Menschen zugutekommt, unabhängig vom Einkommen.

Ich werde aktiv daran mitwirken, unsere Stadt weiterzuentwickeln. Sei es bei der Entwicklung neuer Konzepte gegen den Leerstand oder die Verbesserung der Aufenthaltsqualität.

Ich will erreichen, dass jedes Kind die gleichen Chancen erhält. Von der Krippe bis zur Hochschule. Hier muss im Sinne der Kinder, Eltern, der Lehrkräfte und des Weiteren schulischen Personals gedacht und verlässlich gehandelt werden.

Ich werde die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen und mit frischen Ideen, transparent und lösungsorientiert gemeinsam unsere Region weiterentwickeln. 

Am 13. September zählt Deine Stimme – oder schon vorher ganz bequem per Briefwahl.

Ich freue mich über Deine Unterstützung!

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Auftraggeber und finanziert durch: Benjamin Beineke – Fuchsfang 1 – 37603 Holzminden. Verantwortlich (V.i.S.d.P.): Benjamin Beineke

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Landkreis Holzminden

Holzminden (awin). Wenn Beschwerden plötzlich auftreten und sich nicht einschätzen lassen, beginnt für Betroffene oft die Suche nach der richtigen medizinischen Anlaufstelle. Ab Dienstag, 1. September, gibt es dafür in Holzminden ein zusätzliches Angebot: Das Regionale Krankenhaus eröffnet eine Akut-Ambulanz. Sie richtet sich an Menschen, deren Beschwerden zeitnah abgeklärt werden sollten. Ein Termin oder eine Überweisung ist dafür nicht erforderlich.

Geöffnet ist die Akut-Ambulanz montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr. Sie befindet sich im ersten Obergeschoss des Regionalen Krankenhauses am „Forster Weg 34“. Geschäftsführer Ingo Goldammer verbindet mit dem Start einen weiteren Entwicklungsschritt: „Wir als Krankenhaus-Betrieb freuen uns, ein neues Kapitel aufzuschlagen.“

Wenn zunächst unklar ist, was hinter den Beschwerden steckt

Gedacht ist das Angebot unter anderem für neu aufgetretene oder sich verschlechternde Beschwerden, Schmerzen und andere gesundheitliche Probleme, die zeitnah ärztlich untersucht werden sollten. Gerade wenn die Ursache zunächst unklar ist, soll die Akut-Ambulanz Orientierung geben und den weiteren Behandlungsweg klären.

„Viele Menschen sind unsicher, wie ernst ihre Beschwerden einzuschätzen sind oder an wen sie sich wenden sollen“, berichtet Dr. Andreas Press, Ärztlicher Leiter des Regionalen Krankenhauses Holzminden. Die Akut-Ambulanz setze genau an diesem Punkt an. Patientinnen und Patienten sollen dort ärztlich eingeschätzt werden, die notwendige Diagnostik erhalten und bei Bedarf direkt zur weiteren Behandlung vermittelt werden.

Fachärztliche Behandlung direkt am Standort möglich

Dabei kann das Regionale Krankenhaus auf die Facharztpraxen des MVZ Holzminden am selben Standort zurückgreifen. Je nach Befund können weitere Untersuchungen oder eine fachärztliche Behandlung veranlasst werden. Bei Verletzungen oder Beschwerden des Bewegungsapparates ist beispielsweise eine Weiterleitung an die chirurgischen oder orthopädischen Praxen im Haus möglich.

Auch eine stationäre Aufnahme kann sich unmittelbar anschließen, wenn eine weitere Überwachung oder eine Behandlung über Nacht erforderlich ist. Das Regionale Krankenhaus verfügt über 20 Betten sowie eine durchgehende ärztliche und pflegerische Versorgung.

„Wir bieten Versorgung eins-zu-eins auf Krankenhaus-Niveau“, betont Goldammer. Der Vorteil des Modells liege aus Sicht des Geschäftsführers darin, Diagnostik, fachärztliche Behandlung und bei Bedarf die stationäre Versorgung an einem Standort miteinander verbinden zu können.

Melina Potthast entscheidet sich bewusst für Holzminden

Eine zentrale Aufgabe in der neuen Akut-Ambulanz übernimmt Melina Potthast als Physician Assistant. Den Standort kennt sie bereits aus ihrer früheren Tätigkeit im Holzmindener Krankenhaus. Nach ihrer Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten und ihrer Arbeit in der damaligen Notaufnahme absolvierte sie ein dreijähriges Studium zur Physician Assistant.

Nun kehrt sie nach Holzminden zurück. „Ich habe mich ganz bewusst für den Standort Holzminden entschieden. Die Stelle war bei mir die erste Wahl“, sagt Potthast. Goldammer zufolge sei ihre Position wichtig, weil damit ärztliche Kompetenz unmittelbar in den Aufnahmebereich gebracht werde.

Melina Potthast bei der Arbeit
Bei lebensbedrohlichen Notfällen bleibt die 112 entscheidend

Eine Notaufnahme für lebensbedrohliche Situationen ist die Akut-Ambulanz allerdings nicht. Bei Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei schweren Verletzungen, Bewusstlosigkeit oder anderen akuten Notfällen muss weiterhin unverzüglich der Notruf 112 gewählt werden.

Ebenso ersetzt das Angebot weder die hausärztliche Betreuung noch den ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung außerhalb der regulären Sprechzeiten. Die Akut-Ambulanz soll die bestehende ambulante Versorgung ergänzen.

Krankenhaus erhofft sich Entlastung für die Region

Mit dem neuen Angebot reagieren die Verantwortlichen zugleich auf die Situation der medizinischen Versorgung im Landkreis. „Mit der Akut-Ambulanz wollen wir auch Entlastung schaffen im Hinblick auf schließende Hausarzt-Praxen und überfüllte Notaufnahmen“, erklärt Goldammer. Ob und in welchem Umfang das gelingt, wird sich nach dem Start im laufenden Betrieb zeigen.

Für die Pflegerische Leitung Nina Möller steht die Eröffnung auch für die Entwicklung des Krankenhausstandortes. „Es ist schön zu sehen und einfach klasse, dass wir uns weiterentwickeln“, sagt sie.

Fotos: awin