Bodenwerder/Amelungsborn (red). Die Kantoreien aus Bodenwerder und Holzminden laden zu zwei großen Chor- und Orchesterkonzerten mit dem „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms und den „Biblischen Liedern“ seines Freundes Antonín Dvořák ein. Die Konzerte beginnen am Samstag, 26. September, um 18 Uhr in der Klosterkirche Kemnade und am Sonntag, 27. September, um 17 Uhr in der Klosterkirche Amelungsborn.
Mit den Chören musizieren die Gesangssolisten Helen Rohrbach (Sopran) und Martin Berner (Bariton) sowie das Ensemble Antico in moderner Besetzung. Die Leitung übernehmen Kreiskantorin Christiane Klein in Kemnade und Kantorin Nana Sugimoto in Amelungsborn.
Der Kartenvorverkauf hat begonnen
Der Kartenvorverkauf begann am 26. August. Karten für das Konzert in der Klosterkirche Kemnade können bei Steinert-Holz Baufachmarkt, „Dorfstraße 5A“, 37619 Bodenwerder, gekauft oder für die Abendkasse reserviert werden. Kontakt ist telefonisch unter 05533/3377 oder 05533/93220 sowie per E-Mail an
Karten für die Klosterkirche Amelungsborn gibt es bei Hören & Sehen Schridde, „Neue Straße 4“, 37603 Holzminden, telefonisch unter 05531/61144 oder per E-Mail an
Reservierte Karten müssen bis 30 Minuten vor Konzertbeginn abgeholt werden. Die Abendkasse öffnet jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn.
Zwei bedeutende Werke stehen im Mittelpunkt
Nachdem beide Kantoreien in den vergangenen Jahren mit großem Erfolg Bachs Weihnachtsoratorium präsentiert haben, musizieren sie nun erneut gemeinsam das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms. Die vielschichtige Trostmusik in sieben Sätzen ist kein Requiem im traditionellen liturgischen Sinn. Brahms stellte das Textbuch aus verschiedenen Büchern der Bibel selbst zusammen und schuf ein überkonfessionelles Werk, das auch jenseits der Grenzen des Christentums gehört und geschätzt wird.
Die Chöre proben getrennt und bereiten sich im Vorfeld an drei gemeinsamen Probenwochenenden auf die anspruchsvollen Aufgaben vor. Die Solisten und das diesmal als modernes Orchester in symphonischer Besetzung musizierende Ensemble Antico mit Konzertmeisterin Annika Schmidt gestalten das große Werk mit.
Dvořáks „Biblische Lieder“ ergänzen das Requiem
Die „Biblischen Lieder“ des mit Brahms eng befreundeten Antonín Dvořák in der selten zu hörenden Orchesterfassung ergänzen das „Deutsche Requiem“. Ebenfalls auf biblischer Textgrundlage und in nahezu gleicher Orchesterbesetzung bietet der Liederzyklus beiden Solisten anspruchsvolle Aufgaben.
Dvořák komponierte die zehn Lieder am Ende seines Amerika-Aufenthaltes in einer für ihn krisenhaften Zeit. Zu hören sind bekannte Psalmen wie „Der Herr ist mein Hirte“, die als persönliche Bekenntnisse im für Dvořáks Spätwerk typischen osteuropäischen Volkston gestaltet sind.
Eine Besonderheit der „Weserbergland-Uraufführung“ ist die Übernahme der von Dietrich Fischer-Dieskau geschaffenen, eng am Bibeltext orientierten deutschen Textfassung, die die Rhythmen des tschechischen Originals aufnimmt.
Zahlreiche Institutionen unterstützen das Konzertprojekt
Das Brahms-Dvořák-Konzertprojekt wird finanziell gefördert durch die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers, die Calenberg-Grubenhagensche Landschaft, die Klosterkammer Hannover, die Stiftung Frohe Botschaft in Wort und Musik, den Landschaftsverband Südniedersachsen, die Kulturstiftung Landkreis Holzminden, den Freundeskreis für Kirchenmusik Bodenwerder und die Sparkasse Hameln-Weserbergland.
Foto: Angelika Becker