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Landkreis Holzminden
Prof. Dr. Christoph Engelke, Initiator des Netzwerks „Lungenkrebs CT-Screening Mitteldeutschland“ steht vor einem Multislice CT-Gerät im Ev. Krankenhaus Göttingen-Weende.

Göttingen (red). Am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende (EKW) ist das überregionale Netzwerk „Lungenkrebs CT-Screening Mitteldeutschland“ gegründet worden. Mehr als 100 klinisch tätige Ärztinnen und Ärzte aus Niedersachsen, Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt arbeiten künftig zusammen, um Lungenkrebs bei Menschen mit einem erhöhten Risiko möglichst früh zu erkennen. Gleichzeitig etabliert das EKW als Teil des Lungentumorzentrums Universität Göttingen (LTZ) das erste Zentrum für qualitätsgesicherte Lungenkrebs-Früherkennung in Niedersachsen.

Frühe Diagnose verbessert Heilungschancen

Lungenkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Bei Männern ist er die zweithäufigste, bei Frauen die dritthäufigste Tumorerkrankung. Häufig verursacht die Erkrankung jedoch erst in einem fortgeschrittenen Stadium Beschwerden. Wird Lungenkrebs erst in den Stadien III oder IV diagnostiziert, sind die Heilungschancen deutlich geringer. Eine Diagnose im frühen Stadium I gilt deshalb als entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Behandlung.

Vor diesem Hintergrund hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im Juni 2025 die Lungenkrebsfrüherkennung mittels Niedrigdosis-Computertomografie (Low-Dose-CT, LDCT) als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung beschlossen. Anspruch auf die Untersuchung haben Menschen im Alter von 50 bis 75 Jahren, die aktuell seit mindestens 25 Jahren rauchen oder vor weniger als zehn Jahren mit dem Rauchen aufgehört haben. Zusätzlich müssen mindestens 15 sogenannte Packungsjahre vorliegen. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.

Erstes Zentrum in Niedersachsen

Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende ist derzeit das erste und bislang einzige Zentrum in Niedersachsen, das diese qualitätsgesicherte Lungenkrebs-Früherkennung vollständig anbietet. Nach der CT-Untersuchung können dort sowohl Erst- als auch Zweitbefundungen erstellt werden. Gemeinsam mit der Universitätsmedizin Göttingen werden anschließend alle weiteren diagnostischen und therapeutischen Schritte interdisziplinär abgestimmt.

„Nach dem Auswahlgespräch und der Voruntersuchung durch unsere zuweisenden Experten des Netzwerks in fünf Bundesländern erhalten die Teilnehmer in unserer Institutsambulanz am Weender Krankenhaus eine Ultra-Low-Dose-Computertomografie mit hochdetaillierter Darstellung der Lunge“, erklärt Prof. Dr. Christoph Engelke, Initiator des Netzwerks und Chefarzt der Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie am EKW. „Die Untersuchung wird ohne Kontrastmittel durchgeführt und dauert nur wenige Minuten.“

Moderne Technik mit geringer Strahlenbelastung

Prof. Dr. Christoph Engelke gilt als international anerkannter Experte für Thoraxbildgebung und die CT-Frühdiagnostik von Lungenkrebs. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren wissenschaftlich mit der CT-Detektion von Lungenrundherden und hat zahlreiche Fachpublikationen veröffentlicht.

„Ein wesentlicher Vorteil unserer durch künstliche Intelligenz unterstützten Ultra-Low-Dose-CT ist die äußerst geringe Strahlenbelastung. Sie entspricht durchschnittlich der Röntgendosis von zwei Röntgenaufnahmen des Brustkorbs und liegt damit deutlich unter den gesetzlichen Anforderungen für das CT-Screening“, so Engelke. Die Lungen würden hochauflösend dreidimensional erfasst und Herdbefunde volumetrisch ausgewertet. „Die Vorteile der Niedrigdosis-Computertomografie sind in zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt. Sie ermöglicht die Erkennung kleinster Tumorherde im Millimeterbereich.“

Interdisziplinäre Behandlung ohne Zeitverlust

Nach Abschluss der Untersuchung erhalten die Teilnehmenden ihren Befund und werden bei Bedarf ausführlich beraten. Zeigen sich Hinweise auf einen möglichen Lungentumor, erfolgt ohne Zeitverlust die Vorstellung in der interdisziplinären Tumorkonferenz des Lungentumorzentrums Universität Göttingen am Partnerstandort Universitätsmedizin Göttingen. Dort beraten Radiologen, Pneumologen, Thoraxchirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Pathologen und Nuklearmediziner gemeinsam über das weitere Vorgehen.

Jährliche Kontrollen und Hilfe beim Rauchstopp

Teilnehmende des Programms werden dauerhaft in das strukturierte Früherkennungsprogramm aufgenommen und jährlich erneut untersucht. Die Folgetermine werden jeweils direkt vereinbart, um eine kontinuierliche Betreuung sicherzustellen.

Zum Konzept des Netzwerks gehört außerdem die Unterstützung bei der Rauchentwöhnung. Teilnehmende erhalten Informationen zu Beratungsangeboten – beispielsweise in der Raucherentwöhnungsambulanz der Universitätsmedizin Göttingen –, da der Verzicht auf das Rauchen weiterhin die wirksamste Maßnahme zur Senkung des persönlichen Lungenkrebsrisikos darstellt.

Bis zu 40 Untersuchungen täglich geplant

Das Institut am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende ist nach den Vorgaben der Lungenkrebs-Früherkennungs-Verordnung 2024 durch das Gewerbeaufsichtsamt und das Land Niedersachsen genehmigt und besitzt die volle Ermächtigung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen.

„Alle beteiligten Radiologen verfügen über den Q2-Zertifikatsstatus der Deutschen Röntgengesellschaft und erfüllen die geforderten fachlichen Qualitätsanforderungen. Wir planen kurzfristig den Einsatz von zehn Radiologen unter Einbeziehung mehrerer lokal ansässiger radiologischer Facharztpraxen und werden zunächst bis zu 20, nach einem Jahr bereits bis zu 40 Untersuchungen pro Tag durchführen können“, sagt Prof. Dr. Engelke.

„Mit dem Netzwerk schaffen wir erstmals eine flächendeckende, qualitätsgesicherte überregionale Versorgung für die Lungenkrebsfrüherkennung in Mitteldeutschland“, betont der Chefarzt. Ziel sei es, möglichst viele Menschen aus der Hochrisikogruppe regelmäßig zu untersuchen. Je früher ein Lungentumor erkannt werde, desto größer seien die Heilungschancen. Gleichzeitig könnten dadurch künftig weniger Patientinnen und Patienten erst in den prognostisch ungünstigen Stadien III und IV diagnostiziert werden.

Kontakt zur Teilnahme am Lungenkrebs-CT-Screening:

Internet: https://www.ekweende.de/radiologie
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Telefon: 0551 5034-6082

Foto: Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende gGmbH


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Holzminden. Sushi Mania by Marta startet mit einer attraktiven Sommeraktion und bietet bis einschließlich 31. August 2026 zehn Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment. Voraussetzung ist ein Mindestbestellwert von 25 Euro. Der Rabatt kann mit dem Gutscheincode „sushi-summer“ eingelöst werden.

Lieferung in zahlreiche Orte

Geliefert wird von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 16 bis 21 Uhr. Ab einem Bestellwert von 40 Euro erfolgt die Lieferung kostenfrei nach Holzminden, Stahle, Bevern, Lüchtringen, Neuhaus, Stadtoldendorf, Silberborn, Negenborn, Höxter, Deensen und Albaxen.

Die Bezahlung erfolgt vorab per PayPal. Für die Auslieferung sollte zusätzlich zur gewählten Produktionszeit eine Lieferzeit von etwa 30 Minuten eingeplant werden.

Öffnungszeiten und Kontakt

Das Restaurant in der „Oberbachstraße 24“ in Holzminden ist mittwochs bis sonntags jeweils von 16 bis 21 Uhr geöffnet.Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 0151 41243895 oder www.holzminden-sushi.de.

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Northeim

Nörten-Hardenberg (red). Zu zwei Verkehrsunfällen auf der A7 sind die Ortsfeuerwehren Nörten-Hardenberg Mitte und Bishausen am Montagmorgen ausgerückt.

Streifenwagen überschlägt sich auf der A7

Um 5:44 Uhr alarmierte die Leitstelle die Einsatzkräfte mit dem Stichwort „eingeklemmte Person“ in Fahrtrichtung Norden zwischen den Anschlussstellen Nörten-Hardenberg und Northeim-West. Dort war ein Streifenwagen der Göttinger Autobahnpolizei auf dem Weg zu einem eigenen Einsatz bei Regen von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich mehrfach überschlagen und war auf dem Dach im Graben zum Liegen gekommen. Die beiden Polizeibeamten erlitten leichte Verletzungen und wurden zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten stand dem Verkehr zeitweise nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Zweiter Einsatz bei Parensen

Noch während der Arbeiten an dieser Einsatzstelle alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr um 6:13 Uhr zu einem zweiten Unfall kurz hinter dem Parkplatz Leineholz bei Parensen. Dort war in Fahrtrichtung Süden ebenfalls ein Pkw im Graben gelandet. Eine der beiden beteiligten Personen brachte der Rettungsdienst zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr sicherte beide Einsatzstellen ab und unterstützte den Rettungsdienst.

Fotos: Leon Hänel,  Fachzug Bevölkerungswarnung und Öffentlichkeitsarbeit, Landkreis Northeim