Landkreis Holzminden (red). Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) im Landkreis Holzminden will sich für den dauerhaften Erhalt der derzeit befristet genehmigten Klassenassistenzen an den Grundschulen im Landkreis einsetzen. Der Erhalt und die Verstetigung dieses Unterstützungsangebotes sind nach Angaben der UWG ausdrücklich Bestandteil ihres Wahlprogramms.
UWG sieht Klassenassistenzen als wichtige Unterstützung im Schulalltag
Nach Auffassung der UWG sind Klassenassistenzen weit mehr als eine zusätzliche Hilfe im Schulalltag. Sie könnten nach Ansicht der Wählergemeinschaft dazu beitragen, dass Unterricht verlässlich, strukturiert und möglichst störungsfrei stattfinden kann, und gleichzeitig Schülerinnen und Schüler dort unterstützen, wo sie individuelle Begleitung benötigen.
Nach Darstellung der UWG sieht das Konzept der Klassenassistenzen vor, dass diese insbesondere organisatorische und unterrichtsbegleitende Aufgaben übernehmen. In enger Zusammenarbeit mit den Lehrkräften könnten sie dabei helfen, den Schulalltag zu strukturieren, einzelne Kinder oder Schülergruppen bei ihren Aufgaben zu begleiten, soziale Kompetenzen zu unterstützen und zu einer förderlichen Lernumgebung beizutragen.
Unterstützung soll nach Ansicht der UWG der gesamten Klasse zugutekommen
Gerade darin sieht die UWG nach eigenen Angaben einen entscheidenden Vorteil. Die Unterstützung richte sich nicht ausschließlich an ein einzelnes Kind, sondern könne der gesamten Klasse zugutekommen. Dadurch könne nach Auffassung der Wählergemeinschaft eine inklusive Unterstützung entstehen, bei der kein Kind aufgrund eines besonderen Unterstützungsbedarfs herausgestellt oder stigmatisiert werden müsse.
Bei der Einführung des Projekts im Landkreis war nach Angaben der UWG vorgesehen, Klassenassistenzen insbesondere in den ersten und zweiten Klassen einzusetzen.
Für Lehrerinnen und Lehrer könne die zusätzliche Unterstützung nach Einschätzung der UWG eine spürbare Entlastung bedeuten. Sie könnten sich dadurch stärker auf ihre pädagogischen Aufgaben konzentrieren, Unterricht vorbereiten und gestalten, Lernfortschritte beobachten und auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingehen. Die Klassenassistenz könne parallel dort unterstützen, wo im Unterricht zusätzliche Aufmerksamkeit und Begleitung erforderlich seien.
UWG verweist auf mögliche Vorteile für Schülerinnen und Schüler
Nach Darstellung der UWG könnten auch die Schülerinnen und Schüler von dem Konzept profitieren. Kinder, die bei einer Aufgabe Unterstützung benötigten, könnten diese unmittelbar erhalten. Andere Kinder könnten währenddessen weiterarbeiten, ohne dass der Unterricht für die gesamte Klasse unterbrochen werden müsse.
Gerade in Klassen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Bedürfnissen könne dies nach Einschätzung der Wählergemeinschaft zu einem ruhigeren und geregelteren Unterrichtsablauf beitragen.
Die UWG sieht Klassenassistenzen deshalb als einen wichtigen Baustein für eine qualitativ hochwertige Bildung im Landkreis Holzminden. Gute Bildung hänge nach Auffassung der Wählergemeinschaft nicht allein von Lehrplänen und Unterrichtsstunden ab, sondern auch von den Rahmenbedingungen, unter denen Lernen stattfinde. Werden Lehrkräfte entlastet und Kinder zusätzlich unterstützt, könnten nach Ansicht der UWG bessere Voraussetzungen für individuelles und erfolgreiches Lernen entstehen.
Klassenassistenzen sollen dauerhaft erhalten bleiben
Aus Sicht der UWG dürfen Klassenassistenzen deshalb keine kurzfristige oder ausschließlich befristete Maßnahme bleiben. Die Wählergemeinschaft fordert nach eigenen Angaben eine verlässliche Perspektive für dieses Angebot. Die bisherigen Erfahrungen zeigten nach ihrer Einschätzung, dass das Konzept im Schulalltag einen konkreten Mehrwert schaffen könne.
Perspektivisch möchte die UWG nach eigenen Angaben noch einen Schritt weitergehen. Aus ihrer Sicht wäre es wünschenswert, den Einsatz von Klassenassistenzen nicht auf die bislang vorgesehenen Jahrgänge zu beschränken, sondern das Konzept schrittweise auf weitere Jahrgänge der Grundschulen und auch auf die weiterführenden Schulen im Landkreis Holzminden auszuweiten.
UWG will Konzept perspektivisch auf weitere Jahrgänge ausweiten
Nach Auffassung der UWG endet Unterstützungsbedarf nicht mit der zweiten Klasse. Auch ältere Grundschulkinder sowie Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen könnten aus Sicht der Wählergemeinschaft vor unterschiedlichen sozialen, persönlichen und fachlichen Herausforderungen stehen.
Gerade beim Übergang auf weiterführende Schulen könnten zusätzliche Unterstützung und verlässliche Ansprechpartner nach Ansicht der UWG dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler ihren Schulalltag besser bewältigen können.
Die UWG erklärt, mit ihrem Vorhaben Lehrkräfte entlasten, Kinder unterstützen und die Qualität des Unterrichts stärken zu wollen. Klassenassistenzen könnten dabei nach Ansicht der Wählergemeinschaft ein wirkungsvolles Instrument sein. Ihr dauerhafter Erhalt und eine perspektivische Ausweitung wären deshalb aus Sicht der UWG eine sinnvolle Investition in die Schulen sowie in die Zukunft der Kinder und Jugendlichen im Landkreis Holzminden.
Foto: UWG