Holzminden (red). Der dritte Tag der Sommerreise durch den Landkreis Holzminden führte die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt und den SPD-Landratskandidaten Bjarne Allruth gemeinsam mit Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Holzminden zu den Harz-Weser-Werken (HaWeTec), zum Roxy Kino Holzminden und zum Kreissportbund Holzminden. Im Mittelpunkt standen die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen, die Zukunft kultureller Angebote im ländlichen Raum und die Herausforderungen des organisierten Sports.
Teilhabe und Arbeit bei HaWeTec
Zum Auftakt empfingen Geschäftsführer Ditmar Hartmann und Werkstattleiter Udo Schwens die Gäste bei HaWeTec Holzminden. Die Harz-Weser-Werke gehören zu den großen Trägern von Assistenzleistungen in Südniedersachsen und bieten an zahlreichen Standorten Arbeits-, Wohn- und Unterstützungsangebote für Menschen mit Beeinträchtigungen. Am Holzmindener Standort arbeiten rund 180 Menschen mit Beeinträchtigungen.
Schwerpunkte sind die Elektromontage, das Dokumentenmanagement und die Digitalisierung sowie weitere Montage-, Logistik- und Qualifizierungsangebote. Zum Standort gehören außerdem das fairKAUF-Haus in der Innenstadt und eine Außenarbeitsgruppe bei Stiebel Eltron. Ein Qualifizierungs- und Vermittlungsdienst unterstützt den Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt.
Tippelt und Allruth betonen Bedeutung der Teilhabe
„Die Harz-Weser-Werke leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen in unserer Region“, erklärte Sabine Tippelt. „Hier entstehen sinnstiftende Arbeitsmöglichkeiten, individuelle Entwicklungschancen und konkrete Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben.“
Bjarne Allruth ergänzte: „Für solche Einrichtungen sind verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit entscheidend. Wer Teilhabe stärken will, muss dafür sorgen, dass bewährte Angebote dauerhaft gute Arbeit leisten können.“
Roxy Kino als zweite Station der Sommerreise
Anschließend besuchten Tippelt und Allruth das Roxy Kino Holzminden. Geschäftsführerin Stanislawa Grzibek stellte das Kino mit seinen vier Sälen und einem Programm aus Blockbustern, Mainstream- und Arthouse-Filmen vor. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem Kinosäle und Lüftungstechnik modernisiert. Mit besonderen Filmkunstangeboten und Kooperationen, etwa mit der Luther-Kirchengemeinde Holzminden, setzt das Roxy zudem eigene kulturelle Akzente.
Im Gespräch ging es auch um die weiterhin spürbaren Folgen der Corona-Pandemie, hohe Investitionskosten und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Kinos in kleineren Städten.
Forderung nach verlässlichen Möglichkeiten zur Finanzierung
„Dass Frau Grzibek auch in schwierigen Zeiten in das Roxy Kino investiert hat, verdient großen Respekt“, betonte Bjarne Allruth. „Damit hat sie Kinokultur in Holzminden nicht nur gesichert, sondern deutlich aufgewertet.“
Sabine Tippelt ergänzte: „Kinos sind wichtige kulturelle Treffpunkte. Gerade im ländlichen Raum brauchen sie verlässliche Möglichkeiten, notwendige Modernisierungen zu finanzieren und ihr Angebot weiterzuentwickeln.“
Kreissportbund berichtet über Herausforderungen der Vereine
Zum Abschluss tauschten sich Tippelt und Allruth mit dem Vorsitzenden des Kreissportbundes Holzminden, Bernd Wiesendorf, dem Geschäftsführer Steve Sander, dem Beauftragten für Sportstättenbau Wolfgang Jacob sowie dem Integrationsbeauftragten Moritz Kremer über die Lage des organisierten Sports aus. Dem KSB gehören mehr als 150 Vereine mit rund 29.000 Mitgliedern an.
Trotz wachsender Mitgliederzahlen stehen viele Vereine nach Angaben des Kreissportbundes vor strukturellen Herausforderungen. Themen des Gesprächs waren unter anderem die Sportstättenförderung, die Unterstützung bei Förderanträgen, die Gewinnung von Menschen für ehrenamtliche Vorstandsarbeit, Zusammenschlüsse von Vereinen sowie die Perspektiven des Integrationsprojekts „SportBUNT“.
Tippelt fordert gute Bedingungen für das Ehrenamt
„Der Sport ist ein zentraler Baustein des gesellschaftlichen Zusammenhalts im Landkreis Holzminden“, erklärte Sabine Tippelt. „Damit die Vereine ihre wichtige Arbeit fortsetzen können, brauchen sie moderne Sportstätten, tragfähige Förderstrukturen und gute Bedingungen für das Ehrenamt.“
Bjarne Allruth zog zum Abschluss des Tages ein positives Fazit: „Von sozialer Teilhabe über kulturelle Angebote bis zum organisierten Sport zeigt sich, wie vielfältig und engagiert unser Landkreis ist. Zugleich wurde deutlich, dass diese Strukturen nicht selbstverständlich sind. Sie brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und eine Politik, die zuhört und gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort Lösungen entwickelt.“
Fotos: Büro Tippelt