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Holzminden

Holzminden (red). Die Symrise AG erzielte im ersten Halbjahr 2026 solide Ergebnisse. Das organische Umsatzwachstum entwickelte sich im zweiten Quartal in einem weiterhin herausfordernden makroökonomischen Umfeld dynamisch. Fortgesetzt starke Ergebnisse in Food & Beverage, Consumer Fragrance und Aroma Molecules trugen zu dieser Entwicklung bei. Der einsetzende Aufwärtstrend in Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum stützte die Wachstumsdynamik zusätzlich.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr

In den ersten sechs Monaten 2026 erzielte Symrise einen Umsatz von 2.539 Mio. Euro und ein organisches Umsatzwachstum von 2,0 Prozent. Im zweiten Quartal stieg das organische Umsatzwachstum auf 4,5 Prozent. Das bereinigte EBITDA erreichte im ersten Halbjahr 553 Mio. Euro, was einer bereinigten EBITDA-Marge von 21,8 Prozent entspricht. Profitables Umsatzwachstum und gezielte Effizienzmaßnahmen stärkten die Ergebnisentwicklung, während Investitionen in die ONE-SYM-Transformation sowie höhere Logistikkosten infolge der anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten teilweise gegenläufig wirkten.

Der bereinigte Business Free Cashflow stieg um 450 Basispunkte auf 347 Mio. Euro. Dies entspricht einer Marge von 13,7 Prozent.

Symrise führt seine ONE-Symrise-Strategie fort und schärft mit dem bindenden Angebot für Floral Concept die Qualität seines Portfolios weiter. Die geplante Übernahme stärkt die Position von Symrise im Bereich der Premium-Naturstoffe für die Feinparfümerie. Gleichzeitig beschleunigte das Unternehmen die nächste Phase seines ONE-SYM-Transformationsprogramms, um schneller ein höheres profitables organisches Umsatzwachstum zu erzielen. Symrise konzentriert sich zunehmend darauf, Effizienzsteigerungen voranzutreiben und die daraus resultierenden Einsparungen gezielt in Wachstumschancen im gesamten Unternehmen zu reinvestieren.

Vorstand sieht Unternehmen auf Kurs

Dr. Jean-Yves Parisot, Vorstandsvorsitzender der Symrise AG, sagte: „Im zweiten Quartal hat sich unser Geschäft deutlich dynamischer entwickelt. Diese Dynamik basiert auf der konsequenten Umsetzung unserer Transformation in unseren Geschäftsbereichen und einer starken Nachfrage in Food & Beverage, Consumer Fragrance und Aroma Molecules. Mit der geplanten Übernahme von Floral Concept stärken wir unser Portfolio gezielt im Bereich hochwertiger Naturstoffe für die Feinparfümerie. Zugleich übertragen wir unsere bewährte Naturals-Expertise, die wir mit Diana aufgebaut und in Food & Beverage erfolgreich etabliert haben, auf Fine Fragrance. So erweitern wir unser Angebot und entwickeln noch differenziertere Lösungen für unsere Kunden. Gleichzeitig treiben wir die nächste Phase unserer ONE-SYM-Transformation konsequent voran. Damit stärken wir unsere kommerzielle Exzellenz, Innovationskraft und Digitalisierung – und schaffen die Grundlage für schnelleres profitables Wachstum. Auf Basis unserer Leistung im ersten Halbjahr und der aktuellen Geschäftsentwicklung sind wir zuversichtlich, unsere Ziele für 2026 zu erreichen und nachhaltig langfristigen Wert zu schaffen.“

Segment Taste, Nutrition & Health

Im zweiten Quartal 2026 erzielte das Segment Taste, Nutrition & Health ein organisches Umsatzwachstum von 4,9 Prozent. Der berichtete Umsatz stieg von 748 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 782 Mio. Euro.

Der Bereich Food & Beverage erzielte marktführendes organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Diese Entwicklung basiert auf einem hohen einstelligen organischen Umsatzwachstum bei Savory und Naturals sowie einem mittleren einstelligen organischen Umsatzwachstum bei Sweet.

Der Bereich Pet Food verzeichnete einen leichten Rückgang des organischen Umsatzes. Dies spiegelt die anhaltende Normalisierung der Preise im Bereich Nutrition wider.

Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Taste, Nutrition & Health ein organisches Umsatzwachstum von 3,2 Prozent. Der gemeldete Umsatz belief sich auf 1.530 Mio. Euro gegenüber 1.527 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Segment steigerte das bereinigte EBITDA auf 375 Mio. Euro und verbesserte die bereinigte EBITDA-Marge um zehn Basispunkte auf 24,5 Prozent.

Segment Scent & Care

Das Segment Scent & Care erzielte im zweiten Quartal 2026 ein organisches Umsatzwachstum von 3,8 Prozent. Der berichtete Umsatz stieg auf 509 Mio. Euro gegenüber 489 Mio. Euro im Vorjahresquartal.

Der Bereich Fragrance erzielte ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Bedingt durch hohe Vergleichswerte lag Fine Fragrance im mittleren einstelligen Prozentbereich unter dem Vorjahr. Zugleich zeigte Fine Fragrance weiterhin eine hohe Nachfrage und starke Projektvitalität. Consumer Fragrance lieferte ein hohes einstelliges organisches Umsatzwachstum.

Der Bereich Care & Wellness verzeichnete einen Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich und verbesserte sich im Quartalsverlauf, während UV-Filter weiter im mittleren einstelligen Prozentbereich nachgaben.

Der Bereich Aroma Molecules erzielte in einem anspruchsvollen, inflationsgeprägten Marktumfeld und auf niedriger Vergleichsbasis ein hohes einstelliges organisches Umsatzwachstum. Zweistellige organische Umsatzsteigerungen bei Duftstoffen und Menthol unterstützten diese Entwicklung.

Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Scent & Care stabile organische Umsätze. Der berichtete Umsatz belief sich auf 1.009 Mio. Euro nach 1.026 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBITDA erreichte 178 Mio. Euro; die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 17,7 Prozent. Portfolioänderungen und Mixeffekte sowie gestiegene Fracht- und Logistikkosten im Zusammenhang mit der geopolitischen Lage im Nahen Osten beeinflussten die Entwicklung.

ONE-Symrise-Strategie wird weiter ausgebaut

Im Rahmen seines aktiven Portfoliomanagements kündigte Symrise die geplante Übernahme von Floral Concept an, einem Anbieter hochwertiger natürlicher Duftrohstoffe mit Sitz in Saint-Cézaire-sur-Siagne im Pays de Grasse in Frankreich. Die Transaktion stärkt die Position des Unternehmens im attraktiven Markt für hochwertige Naturstoffe und ermöglicht es Symrise, seine Erfolgsgeschichte mit natürlichen Inhaltsstoffen aus Food & Beverage auf die Feinparfümerie auszuweiten. Zugleich unterstreicht die geplante Übernahme den strategischen Fokus auf differenzierte, wertstärkere Wachstumsoptionen.

Symrise hat die Umsetzung seines ONE-SYM-Transformationsprogramms weiter vorangetrieben. Es stärkt die Wertschöpfungskette, indem es operative Exzellenz, Innovation sowie das Management operativer Abläufe und Lieferketten priorisiert. Zugleich baut Symrise in der gesamten Organisation eine skalierbarere operative Struktur mit standardisierten Prozessen, klareren Prozessverantwortlichkeiten und verstärkter Digitalisierung auf.

Symrise reinvestiert die im Rahmen seines Transformationsprogramms erzielten Effizienzgewinne, um künftiges Wachstum zu stärken und seine Margenziele zu erreichen.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2026

Symrise bekräftigt seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2026 und erwartet weiterhin:

  • ein organisches Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent,

  • eine bereinigte EBITDA-Marge von 21,5 bis 22,5 Prozent,

  • eine bereinigte Business-Free-Cashflow-Marge von über 14 Prozent.

Der Ausblick stützt sich auf die weiter vorangetriebene Umsetzung des ONE-SYM-Transformationsprogramms, starke Projektvitalität bei wichtigen Kunden, eine solide Innovationspipeline sowie die Widerstandsfähigkeit der Kernendmärkte.

Foto: Symrise


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Holzminden. Authentische persische Küche bereichert das gastronomische Angebot in der Holzmindener Innenstadt. In der RudBar an der „Oberen Straße“ serviert Sunny traditionelle Gerichte aus seiner Heimat und lädt Gäste dazu ein, neue Aromen und Spezialitäten kennenzulernen.

Seit mehr als 30 Jahren steht Sunny am Herd. Mit dem eigenen Restaurant hat er sich einen lang gehegten Traum erfüllt: persische Speisen frisch zuzubereiten und den Gästen die kulinarische Vielfalt des Landes näherzubringen.

Das Angebot richtet sich an Besucher, die zum Frühstück, Mittagessen oder Abendessen etwas Neues ausprobieren möchten. Die RudBar ist mittwochs und donnerstags von 9 bis 17 Uhr sowie freitags bis sonntags von 9 bis 21 Uhr geöffnet.

 

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Holzminden

Eschershausen (red). Die Brauerei Allersheim GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld die Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Nach Angaben des Unternehmens läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter.

Seit mehr als 170 Jahren steht die Brauerei Allersheim nach eigenen Angaben für handwerkliche Braukunst und hohe Qualität. Mit der Eigenverwaltung nutze das Unternehmen ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsinstrument, um seine wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und den traditionsreichen Betrieb langfristig zu sichern.

Die Auslieferung erfolge planmäßig. Kundinnen und Kunden aus Gastronomie, Getränkefachgroßhandel und Lebensmitteleinzelhandel sowie weitere Geschäftspartner könnten sich weiterhin auf die gewohnte Qualität, Zuverlässigkeit und Lieferfähigkeit verlassen.

Brauwirtschaft unter wirtschaftlichem Druck

Die deutsche Brauwirtschaft befindet sich nach Angaben der Brauerei seit Jahren in einem tiefgreifenden strukturellen Transformationsprozess. Der Bierkonsum gehe kontinuierlich zurück, Konsumgewohnheiten veränderten sich und gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Hinzu kämen erhebliche Belastungen durch gestiegene Energie-, Rohstoff-, Verpackungs-, Logistik- und Personalkosten sowie die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie.

Diese Entwicklung betreffe zahlreiche mittelständische Brauereien in Deutschland und habe in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Konsolidierung der Branche geführt. Auch die Brauerei Allersheim sei von diesen Veränderungen betroffen gewesen. Trotz verschiedener Maßnahmen zur Anpassung an die veränderten Marktbedingungen hätten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschärft.

Restrukturierung soll Zukunft sichern

Nach Angaben des Unternehmens ist die Entscheidung für die Eigenverwaltung Ausdruck einer aktiven und verantwortungsvollen Unternehmensführung. Ziel sei es, den Betrieb frühzeitig an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und eine langfristig tragfähige wirtschaftliche Basis zu schaffen.

Im Mittelpunkt der Restrukturierung stehen nach Unternehmensangaben die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Weiterentwicklung von Unternehmens- und Prozessstrukturen, gezielte Investitionen in moderne Prozessabläufe, die Weiterentwicklung des Produktportfolios, die nachhaltige Stärkung der finanziellen Basis sowie die langfristige Sicherung des regionalen Marktes.

Die Geschäftsführung bleibt während des gesamten Verfahrens handlungsfähig und steuert die Restrukturierung gemeinsam mit erfahrenen Sanierungsexperten. Unterstützt wird das Unternehmen durch den Restrukturierungsberater Björn Herzog von der Wirtschaftskanzlei Römermann. Begleitet wird das Verfahren von einem gerichtlich bestellten Sachwalter.

Mehr als 170 Jahre Brautradition

Die Brauerei Allersheim blickt auf eine mehr als 170-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1854 befindet sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in den Händen regionaler Familien.

Die Marken Allersheimer und Caluna stehen nach Unternehmensangaben seit Jahrzehnten für handwerkliche Braukunst und hohe Qualitätsansprüche. Die Brauerei engagiert sich zudem als Partner zahlreicher Vereine, Veranstaltungen und gesellschaftlicher Initiativen in der Region.

Die Herstellung der Biere erfolgt seit 2014 mit Brauwasser aus drei eigenen Brunnen in Westheim. Mehrfach verliehene DLG-Goldmedaillen unterstreichen nach Angaben des Unternehmens die Qualität der Produkte.

Geschäftsführer sieht Chancen für die Zukunft

„Unsere Branche befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Diesem Wandel begegnen wir nicht mit Stillstand, sondern mit einer klaren Entscheidung für die Zukunft unseres Unternehmens. Die Eigenverwaltung verschafft uns den notwendigen Rahmen, unsere wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und unser Unternehmen langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln“, erklärt Geschäftsführer Dirk Brüninghaus.

Für Kundinnen und Kunden, Lieferanten sowie alle Geschäftspartner ergeben sich nach Angaben der Brauerei durch das Verfahren keine unmittelbaren Änderungen. Vertrieb und Auslieferung würden uneingeschränkt fortgeführt, alle Ansprechpartner stünden weiterhin zur Verfügung.

Bei der Eigenverwaltung handelt es sich um ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsverfahren für Unternehmen mit einer grundsätzlich tragfähigen wirtschaftlichen Perspektive. Die Geschäftsführung bleibt dabei handlungsfähig und führt das Unternehmen gemeinsam mit Restrukturierungsexperten durch den Sanierungsprozess.

Foto: TKu

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