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Holzminden
Im Sommersemester 2026 verlieh die Fakultät Management, Bauen, Immobilien insgesamt 109 Abschlussurkunden.

Holzminden (red). Mit einem Festakt in der Stadthalle Holzminden hat die Fakultät Management, Bauen, Immobilien der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen zum Ende des Sommersemesters 2026 ihre Absolvierenden verabschiedet. 51 Bachelor- und Masterabsolvierende im Studienbereich Immobilien und 58 Bachelor- und Masterabsolvierende im Studienbereich Bauen feierten ihren erfolgreichen Abschluss gemeinsam mit rund 440 Gästen, darunter Familien, Freundeskreise und Hochschulangehörige.

Verantwortung für die Zukunft übernehmen

Dekan Prof. Dr. Matthias Weppler gratulierte in seiner Laudatio und betonte, dass dieser Erfolg eine gemeinsame Leistung sei, an der auch Familien, Freundeskreise und die Hochschule großen Anteil hätten. Er hob die hohe gesellschaftliche Relevanz der Abschlussarbeiten hervor, die sich zukunftsweisenden Themen wie Nachhaltigkeit, der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz widmen. Weppler appellierte an die neuen Fachkräfte, ihre Zukunft auf der Basis eines wissenschaftlichen Fundaments zu gestalten: „Ihre Zukunft verlangt verantwortungsvolles, faktenbasiertes Handeln und die Bereitschaft, Behauptungen kritisch zu prüfen.“

Gefragtes Fachwissen für die Bau- und Immobilienbranche

Prof. Dr. Wilhelm Breuer vom Studienbereich Immobilien betonte den hohen Wert der erworbenen Fähigkeiten für die Praxis. Er unterstrich, dass die Bau- und Immobilienbranche vor enormen Aufgaben stehe – von der energetischen Sanierung über die Schaffung bezahlbaren Wohnraums bis hin zur Modernisierung der Infrastruktur. Genau hierfür seien die Absolvierenden bestens vorbereitet. „Durch praxisnahe Projekte und internationale Exkursionen haben Sie gelernt, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und Lösungen im Dialog mit allen Beteiligten zu erarbeiten“, so Breuer. Er gab den Rat, bei der Berufswahl auf Leidenschaft und Weitsicht zu setzen, und ermutigte dazu, über das Alumni-Netzwerk der Hochschule vernetzt zu bleiben.

Haarmannpreis für Johanna Heinemann

Bürgermeister Christian Belke übergab in diesem Jahr den Haarmannpreis feierlich an Johanna Heinemann, Masterabsolventin im Studiengang Energieeffizientes und nachhaltiges Bauen (Bachelor in Green Building – Nachhaltiges Bauen und Gebäudetechnik), für ihre hervorragende Masterarbeit „Energetische Sanierung von Sporthallen für den klimaneutralen Betrieb – Entwicklung von Planungshilfen und anderer Anwendungen am Praxisbeispiel“.

Rückblick auf die Studienzeit

Svenja Muuß und Meret Bruns, Bachelorabsolventinnen des Studiengangs Immobilienwirtschaft und -management, blickten auf drei Jahre in Holzminden zurück, für die sie sich herzlich bedankten. Die Zeit war für sie voller Zusammenhalt, gemeinsamer Erinnerungen und Momente, über die sie wahrscheinlich noch in vielen Jahren lachen werden.

Für Inga Marie Holdorf, Masterabsolventin des Studiengangs Immobilienmanagement, steht der Abschluss für mehr: Die Zeit in Holzminden war von engem Zusammenhalt, Exkursionen und langen Nächten im PC-Pool geprägt.

Pascal Musholt und Tobias Kemke, Bachelorabsolventen des Studiengangs Green Building, feierten den Abschluss, getragen von fundierten Grundlagen hin zu nachhaltiger Baupraxis, Energieeffizienz und Bauphysik. Dabei prägten Durchhaltevermögen, Teamgeist und Flexibilität den Weg.

Persönliche Entwicklung und gemeinsamer Studienweg

Johanna Stein und Lennart Fritz aus dem Bachelorstudiengang Baumanagement betonten die persönliche Entwicklung im Praxissemester, die Zusammenarbeit in Projekten und den Dank an die Studierendenschaft, Lehrende, Mitarbeitende sowie Familien.

Saji Hamed, Masterabsolvent des Studiengangs Energieeffizientes und nachhaltiges Bauen, wies darauf hin, dass der Erhalt ihrer Masterzeugnisse nur einen Bruchteil ihrer Geschichte dokumentiert. Vielfach prägten Auslandsexkursionen, Gruppenarbeiten und intensive Nächte die Entwicklung und den Zusammenhalt ihrer Kohorte.

Die Urkunden und Zeugnisse überreichten Prof. Dr. Manfred Käsmaier, Studiendekan Bauen, Prof. Dr. Thomas Nern, Leiter des Bachelorstudiengangs Immobilienwirtschaft und -management, und Prof. Dr. Wilhelm Breuer, Leiter des Masterstudiengangs Immobilienmanagement.

Beim anschließenden Umtrunk ließen die Anwesenden die Feierlichkeiten ausklingen. Musikalisch begleitete Ron Philipps die Veranstaltung.

Ehrungen für Engagement in der Hochschule

Im Studienbereich Immobilien wurden Bennet Seidel und Noah Loddoch für ihr Engagement in der Studienkommission Management/Immobilien geehrt.

Im Studienbereich Bauen wurden Johanna Heinemann und Suheda Ünal für ihr Engagement in der Studienkommission Bauen geehrt. Jana Marie Märtens engagierte sich im Senat, Studierendenparlament und Fakultätsrat, Nils Plaza im Studierendenparlament und in der Prüfungskommission, Youssef Taher im Studierendenparlament, Tim de Goede im Senat und Studierendenparlament sowie Tobias Kemke im Fachschaftsrat Bauen und Management.

Youssef Taher, Tim de Goede, Noah Loddoch, Bennet Seidel, Jana Marie Märtens, Johanna Heinemann, Tobias Kemke, Suheda Ünal – es fehlt Nils Plaza.

Feierliche Übergabe des Haarmannpreises durch Bürgermeister Christian Belke an Johanna Heinemann.

Fotos: HAWK


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Holzminden

Holzminden (mhn). In diesem Sommer verwandelt sich Holzminden wahrlich in ein Mekka für Liebhaber seltener Automobile. Mitte August begeisterte der Isetta-Club mit seinem Jahrestreffen 2026 die Automobil-Enthusiasten der Region. Vom 3. bis 6. September finden die noch selteneren Volkswagen 411 und 412 ihren Weg in die Kreisstadt. Der Verein „VW411-412 Friends e. V.“ lädt in diesem Jahr zum 4. Internationalen Typ-4-Treffen ins Weserhotel Schwager ein.

Nach Vereinsangaben darf sich die Region auf 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 35 Volkswagen dieses Typs aus den 1960er- und 1970er-Jahren freuen.

Fans dieses Klassikers haben am Freitag, 4. September, ab 16 Uhr die seltene Möglichkeit, die Typen 411 und 412 vor dem Weserhotel Schwager zu bestaunen, wenn zeitgleich der Teilemarkt veranstaltet wird.

Ein Blick auf die Fahrzeuge beim 3. Internationalen Jahrestreffen 2025 in Isny im Allgäu: Anfang September kommen zahlreiche VW Typ 4 nach Holzminden.
Nur noch 205 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen

Welch eine Rarität Holzminden Anfang September besuchen wird, macht Vereinspräsident Dr. Hilmar Walde deutlich: „Der zugelassene Gesamtbestand dieser Fahrzeuge beträgt in Deutschland im Jahr 2026 nur noch 205 Fahrzeuge, wir werden also fast 20 Prozent dieser Fahrzeuge vor Ort in Holzminden zu besichtigen haben.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Deutschland, Dänemark, Österreich oder den Niederlanden, wobei die längste Anreise ein Mitglied aus Graz in Österreich hat. Über eine Strecke von rund 1.000 Kilometern wird der Typ 4 auf einem Trailer nach Holzminden gebracht, um an diesem Jahrestreffen teilnehmen zu können. Die zweitweiteste Anreise hat ein Teilnehmer aus Dänemark: Sein VW Typ 4 wird rund 600 Kilometer bewältigen, bevor er im Weserbergland ankommen wird.

Ausfahrten führen nach Hessisch Oldendorf, Einbeck und Wolfsburg

Von der Kreisstadt aus organisiert der internationale Verein mehrere Ausfahrten und Besichtigungen. So dürfen sich die teilnehmenden Vereinsmitglieder unter anderem auf eine Führung durch die Grundmann-VW-Sammlung in Hessisch Oldendorf freuen. Nicht fehlen darf der Besuch der PS.SPEICHER-Erlebniswelt in Einbeck.

Zum Abschluss des Jahrestreffens ist eine Ausfahrt in Richtung Wolfsburg geplant. Dort erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Führung durch das VW-Automuseum und das Motorenkabinett, bevor die Vereinsmitglieder am Sonntag ihre Heimreise antreten.

Mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern

Nach eigenen Angaben sind die „VW411-412 Friends e. V.“ der einzige internationale Verein für Liebhaber des VW Typ 4. Der Verein zählt weltweit mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern. Unter anderem unterstützen sich die Vereinsmitglieder bei der Suche nach Ersatzteilen, beim Austausch technischer Informationen sowie bei Fragen rund um den Erhalt und die Nutzung der seltenen Fahrzeuge. Überdies gibt der Verein eine zweisprachige digitale Vereinszeitschrift heraus.

Vom VW 411 zum VW 412

Der VW Typ 4 wurde von 1968 bis 1974 gebaut. Bei dem Volkswagen handelt es sich um einen Mittelklasse-Pkw mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor.

Der VW 411 wurde zunächst im Volkswagenwerk Wolfsburg produziert, bevor seine Fertigung im Juli 1972 auslief. Auch der Nachfolger VW 412 wurde zunächst in Wolfsburg gebaut. Ab August 1973 verlagerte Volkswagen die Produktion jedoch in das Werk nach Salzgitter. Im Juli 1974 lief schließlich der letzte VW 412 vom Band.

Insgesamt wurden rund 370.000 Fahrzeuge des VW Typ 4 produziert. Davon entfielen rund 250.000 Exemplare auf den VW 411.

Wer mehr über den Verein und die Historie des VW Typ 4 erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Internetseite der „VW411-412 Friends e. V.“.

Seltene VW 411 und 412 beim 3. Internationalen Jahrestreffen der „VW411-412 Friends e. V.“ 2025 in Isny im Allgäu.

Fotos: Laurenz Blanck

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