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Holzminden

Corvey (TKu). Das „Via Nova Kunstfest Corvey“ lädt auch 2026 wieder zu einem außergewöhnlichen Kulturerlebnis in das UNESCO-Welterbe Corvey ein. An drei Festivalwochenenden, vom 28. bis 30. August, 4. bis 6. September sowie 11. bis 13. September, erwartet die Besucherinnen und Besucher ein anspruchsvolles Programm aus Literatur, Musik und Dialogen. Unter dem Leitmotiv „Tout Moun Se Moun“ („Jeder Mensch ist Mensch“) setzt das Festival diesmal ein Zeichen für Humanität, Gleichberechtigung und den respektvollen Umgang miteinander.

Menschlichkeit als roter Faden des Festivals

Das diesjährige Motto geht laut den Veranstaltern auf die Haitianische Revolution am Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Damals stand der Satz „Jeder Mensch ist Mensch“ für Freiheit, Gleichheit und die Anerkennung der Würde aller Menschen. Auch heute habe diese Botschaft nichts von ihrer Aktualität verloren. Angesichts von Kriegen, gesellschaftlichen Spannungen und einer zunehmend unsicheren Welt stellt das Kunstfest die Frage, wie Menschlichkeit bewahrt werden kann und wie eine Gesellschaft entstehen kann, die allen Menschen ein Leben in Würde ermöglicht.

Für die künstlerische Leiterin Dr. Brigitte Labs-Ehlert bildet dieses Thema den roten Faden des Festivals. Die grundlegenden Fragen nach Freiheit, Aufbruch und Menschlichkeit hätten die Menschen zu allen Zeiten beschäftigt. Jede Epoche habe dafür ihre eigene Sprache gefunden – in Literatur, Musik und Kunst. Genau diese unterschiedlichen Ausdrucksformen bringt das „Via Nova Kunstfest“ auch 2026 wieder zusammen.

Neue Formate erweitern das Programm

Neben den bewährten Veranstaltungsformaten wie Monologen, Dialogen und szenischen Lesungen erweitert das Festival sein Angebot um mehrere neue Formate. Erstmals finden sogenannte Korrespondenzlesungen statt. Dabei setzen sich zeitgenössische Autorinnen und Autoren mit Werken bedeutender Schriftstellerinnen und Schriftsteller der Literaturgeschichte auseinander und schlagen so Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Ebenfalls neu im Programm sind drei Exkursionen zu historischen Orten, die eng mit Corvey verbunden sind. Die Veranstaltungen führen in das Kloster Brunshausen, das Stift Fischbeck sowie das Kloster Hardehausen und werden jeweils durch fachkundige Führungen ergänzt. Damit verbindet das Festival kulturelle Erlebnisse mit der reichen Geschichte der Region.

Mehr als 1000 Jahre Kulturgeschichte

Inhaltlich spannt das Kunstfest einen beeindruckenden Bogen über mehr als eintausend Jahre europäischer Kulturgeschichte. Die Reise beginnt im 9. Jahrhundert mit dem Corveyer Mönch Agius, der in seiner Lebensbeschreibung der ersten Äbtissin von Gandersheim, Hathumoda, deren Bescheidenheit und Sanftmut hervorhob. Von dort führt das Programm weiter zu der berühmten Gelehrten Héloïse und ihrer außergewöhnlichen Liebesgeschichte mit Abaelard sowie zu Christine de Pizan, die bereits im Mittelalter in ihrem Werk eine gerechte und vernünftige „Frauenstadt“ entwarf.

Auch die Literatur der Neuzeit ist prominent vertreten. Auf dem Programm stehen unter anderem Texte aus Anna Seghers' Roman „Die Hochzeit von Haiti“, Emily Brontës Klassiker „Sturmhöhe“ sowie Toni Morrisons preisgekröntem Werk „Beloved“. Darüber hinaus wird der berühmte Monolog der Molly Bloom aus James Joyces „Ulysses“ ebenso zu hören sein wie philosophische Texte und Lyrik zeitgenössischer Autorinnen. So entsteht ein facettenreiches Panorama literarischer Stimmen über die Jahrhunderte hinweg.

Musik vom Mittelalter bis zur Moderne

Musikalisch begleitet wird das Festival von Werken bedeutender Komponisten verschiedenster Epochen. Aufgeführt werden Kompositionen unter anderem von Béla Bartók, Ludwig van Beethoven, Hildegard von Bingen, Johannes Brahms, Josquin des Prez, Antonín Dvořák, Olivier Messiaen, Wolfgang Amadeus Mozart, Giovanni Pierluigi da Palestrina, Arvo Pärt, Erik Satie, Robert Schumann und Kurt Weill. Die musikalische Vielfalt reicht dabei von mittelalterlichen Klängen bis hin zur Moderne.

Ein besonderer Höhepunkt ist die Uraufführung des „Beloved Concert 2026“. Das südafrikanische Ensemble um den Musiker Nhlanhla Mahlangu, der international vor allem durch seine Zusammenarbeit mit dem Künstler William Kentridge bekannt wurde, präsentiert erstmals dieses eigens für das Festival entwickelte Werk.

Renommierte Gäste aus dem In- und Ausland

Die Liste der Mitwirkenden unterstreicht laut den Veranstaltern den hohen Anspruch des Kunstfestes. Erwartet werden zahlreiche renommierte Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland. Dazu zählen unter anderem die Schauspielerinnen und Schauspieler Martina Gedeck, Katharina Thalbach, Marina Galic, Barbara Nüsse, Andrea Sawatzki, Johanna Wokalek, Jens Harzer, Martin Wuttke und Ulrich Noethen. Ergänzt wird das Programm durch die Autorinnen und Autoren Anja Kampmann sowie Marcel Beyer.

Musikalisch gestalten unter anderem Alice Sara Ott, Michael Barenboim, Nils Mönkemeyer, Valer Sabadus, die Tallis Scholars, das Kronos Quartet und das Detmolder Kammerorchester das Festival.

Kunststiftung NRW würdigt Bedeutung des Festivals

Auch die Kunststiftung NRW würdigt die Bedeutung des Festivals. Generalsekretärin Andrea Firmenich bezeichnet das „Via Nova Kunstfest Corvey“ als eines der wichtigsten kulturellen Ereignisse in Ostwestfalen-Lippe. Es sei ein Laboratorium des forschenden Geistes, in dem das Unerwartete ausdrücklich willkommen sei. Jahr für Jahr gelinge es dem Festival auf eindrucksvolle Weise, das kulturelle Erbe Corveys mit Literatur und Musik lebendig werden zu lassen.

Mit seinem anspruchsvollen Programm, internationalen Gästen und einem hochaktuellen Leitmotiv verspricht das „Via Nova Kunstfest Corvey“ 2026 erneut ein kulturelles Ereignis von besonderer Strahlkraft zu werden. Wer Literatur, Musik und historische Atmosphäre auf höchstem Niveau erleben möchte, sollte sich die Veranstaltungstermine bereits jetzt vormerken. Informationen zum gesamten „Via Nova Kunstfest Corvey“ und zum Erwerb von Karten gibt es auf der Internetseite www.corvey.de.

Foto: Thomas Kube


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Holzminden. Ganzheitliche Gesundheitslösungen stehen im Mittelpunkt der Arbeit in der Physiotherapiepraxis Schöning. Wer sich wieder schmerzfrei bewegen und den Alltag aktiv gestalten möchte, findet hier einen verlässlichen Ansprechpartner. In der Praxis steht die individuelle Behandlung von Beschwerden des Bewegungsapparats im Fokus. Praxisinhaber Florian Schöning ist ausgebildeter Physiotherapeut und zusätzlich Heilpraktiker. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, hat er das Team der Praxis zuletzt erweitert und damit spürbar mehr Behandlungstermine geschaffen.

Dein Therapeut ist im Sommerurlaub? Schnelle Hilfe bei Schmerzen und Bewegungseinschränkungen

Gerade in den Sommermonaten stehen viele Patientinnen und Patienten vor dem Problem, dass die gewohnte Praxis oder der eigene Therapeut im Urlaub ist. Doch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen machen keine Ferien. In der Physiotherapiepraxis Schöning werden Patientinnen und Patienten mit akuten und chronischen Schmerzen ebenso nahtlos begleitet wie Menschen mit Bewegungseinschränkungen oder nach operativen Eingriffen. Ziel ist es, Beschwerden nachhaltig zu lindern, Beweglichkeit zurückzugewinnen und Patientinnen und Patienten auf dem Weg zurück in einen aktiven Alltag zu unterstützen.

Zum Behandlungsspektrum zählen unter anderem Kopf-, Kiefer-, Nacken-, Schulter-, Rücken-, Hüft-, Knie- und Fußschmerzen sowie Nacht-, Ruhe- und Bewegungsschmerzen. Auch Einschränkungen der Gelenkbeweglichkeit, Schulterimpingements, Kalkschulter, Meniskus- und Knorpelschäden oder Bandverletzungen werden in der Praxis behandelt. Darüber hinaus begleitet das Team Patientinnen und Patienten nach Operationen, etwa nach Bandscheibenvorfällen, Knie- oder Hüftprothesen, Meniskusoperationen, Knochenbrüchen oder Sehnenverletzungen.

Jede Therapie wird individuell auf die persönlichen Beschwerden und Ziele abgestimmt. Einer ausführlichen Anamnese und Diagnostik folgt eine gezielte Therapieplanung, die auf nachhaltige Verbesserung und langfristiges Wohlbefinden ausgerichtet ist.

Mehr Personal, mehr Termine für Patientinnen und Patienten

Um dem anhaltend großen Zuspruch gerecht zu werden und Engpässe während der Urlaubszeit zu vermeiden, hat Florian Schöning das Team gezielt verstärkt. Zuletzt wurden drei staatlich anerkannte Physiotherapeutinnen eingestellt. Dadurch kann die Praxis künftig mehr Termine anbieten und Wartezeiten reduzieren. Patientinnen und Patienten profitieren so von einer zeitnahen Behandlung und einer kontinuierlichen Betreuung, auch mitten im Sommer.

„Ich habe im November 2025 drei neue Kolleginnen einstellen dürfen. Dementsprechend haben wir nun die Möglichkeit, sehr kurzfristig Termine für Krankengymnastik, Lymphdrainage und Manuelle Therapie zu vergeben“, erklärte Florian Schöning.

„Unser Team ist mehr als die Summe seiner Mitglieder. Jede und jeder bringt seine ganz eigene Expertise mit. Das Ergebnis ist ein breites Spektrum an Wissen und Kompetenzen, das es uns erlaubt, Menschen genau so zu behandeln, wie sie es für ihre Gesundheitsziele brauchen“, ergänzte Schöning.

Moderne Therapieformen in persönlicher Atmosphäre

Neben klassischer Krankengymnastik kommen in der Praxis auch weiterführende Therapieformen zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem Sportphysiotherapie, Krankengymnastik am Gerät, Kinesiotaping, Kiefergelenksbehandlung, Triggerpunkt- und Faszienbehandlung, Lymphdrainage, Nervenmobilisation, Manuelle Therapie sowie Orthopädisch Manipulative Therapie. Die Behandlungen erfolgen durch qualifiziertes Fachpersonal in modernen und freundlich gestalteten Praxisräumen.

Die Physiotherapiepraxis Schöning befindet sich in der „Nordstraße 8“ in Holzminden. Termine sind telefonisch unter +49 55 311 274 660 buchbar. Weitere Informationen stehen online unter www.praxis-schöning.de zur Verfügung.

Foto: Schöning

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Landkreis Northeim

Einbeck (red). Eine Weltreise ist für die meisten Menschen ein einmaliges Erlebnis. Für Alexander Källner und Lovis Wiefelspütz wurde sie außerdem zu einer Geschichte über Freundschaft, gegenseitige Unterstützung und den Umgang mit unerwarteten Herausforderungen. Ein Jahr lang bereisten die beiden als interabled Duo „Hurdle the World“ 16 Länder auf sechs Kontinenten. Aus ihren Erfahrungen entstanden das Buch „Die Reise unseres Lebens“, eine große Community in den sozialen Medien sowie Vorträge, mit denen sie inzwischen deutschlandweit unterwegs sind. Am Freitag, 21. August, kommen sie auf Einladung von Pro Inklusion Northeim e. V. nach Einbeck.

Weltreise als interabled Duo

Alexander und Lovis kennen sich seit vielen Jahren. Alexander lebt mit der angeborenen Muskel- und Gelenkerkrankung Arthrogryposis multiplex congenita (AMC), Lovis mit ADHS. Gemeinsam planten sie ihre Reise rund um den Globus und stellten sich dabei immer wieder neuen Situationen: nicht barrierefreie Verkehrsmittel, spontane Planänderungen und ungewohnte Wege, aber auch große Hilfsbereitschaft sowie Begegnungen mit Menschen, die ihre Reise auf ganz unterschiedliche Weise bereicherten.

Ihre Erfahrungen haben sie in ihrem Buch „Die Reise unseres Lebens“ veröffentlicht und teilen diese in Lesungen und Vorträgen. Mit ihrer sympathischen Art konnten sie unter anderem bereits auf der Leipziger Buchmesse und in der NDR-Sendung „DAS! – Das Rote Sofa“ das Publikum begeistern.

Vortrag im PS.SPEICHER

Unter dem Titel „Von der Welt lernen. Vor Ort gestalten. – Impulse für gelingende Inklusion vor Ort“ kommen Alexander Källner und Lovis Wiefelspütz nun in den Victoria-Benz-Saal des PS.SPEICHERs/FREIgeist in Einbeck. Dort berichten sie von Erlebnissen, die nicht in jedem Reiseführer stehen: von Momenten, in denen Improvisation gefragt war, von Begegnungen, die in Erinnerung geblieben sind, und von einer Freundschaft, die auf Reisen immer wieder auf die Probe gestellt wurde.

Gleichzeitig geben sie Einblicke in ihren Alltag als interabled Duo und sprechen darüber, wie Barrieren Reisen beeinflussen können – und welche Rolle Offenheit, gegenseitige Unterstützung und kreative Lösungen dabei spielen.

Abschluss eines Projekts

Für Pro Inklusion Northeim e. V. ist die Veranstaltung mehr als ein Reisevortrag. Sie bildet den Abschluss des fünfjährigen Projekts „Netzwerk Inklusion und Teilhabe in Freizeit, Sport und Kultur“ und fällt in das zehnjährige Bestehen des Vereins.

„Mit Alexander und Lovis haben wir Gäste eingeladen, die auf authentische Weise zeigen, dass Inklusion nicht bei theoretischen Diskussionen beginnt, sondern im gemeinsamen Erleben“, erklärt der Verein. „Wir möchten den Abend nutzen, um Menschen zusammenzubringen und neue Perspektiven für ein inklusives Miteinander in unserer Region zu eröffnen.“

Kostenfreie Teilnahme nach Anmeldung

Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 21. August 2026, um 17:30 Uhr im Victoria-Benz-Saal des PS.SPEICHERs in Einbeck. Im Anschluss an Vortrag und Lesung lädt Pro Inklusion Northeim e. V. bei Live-Musik und einem kleinen Imbiss zum Austausch ein.

Der Eintritt ist kostenfrei. Anmeldungen sind bis zum 14. August 2026 telefonisch unter 05551 9103995, per E-Mail an info@proinklusion-northeim.de oder online unter https://eveeno.com/proinklusion möglich. Unterstützungsbedarfe können bei der Anmeldung angegeben werden. Gebärdensprachdolmetschende begleiten die Veranstaltung.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit NORTkultur und der BBS Einbeck statt. Ermöglicht wird sie durch die Förderung der Bürgerstiftung Einbeck, Aktion Mensch und der AKB Stiftung.

Foto: Hurdle The World 

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