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Holzminden
Seit einem Jahr bietet das Frauenhaus im Landkreis Holzminden Schutz und gerade die Anonymität des Standortes spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Landkreis Holzminden (red). Seit einem Jahr bietet das Frauenhaus im Landkreis Holzminden Frauen und Kindern einen geschützten Ort. Dass dieser Ort nicht öffentlich bekannt ist, ist kein Zufall, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Schutzkonzeptes. Am 19. August vergangenen Jahres wurde das Frauenhaus offiziell eingeweiht und der Schlüssel übergeben. Doch für die Mitarbeiterinnen hatte die Arbeit schon lange vorher begonnen.

Bereits ein paar Monate vor der Eröffnung und dem Einzug der ersten Frauen und Kinder wurden die Räumlichkeiten eingerichtet, vorbereitet und mit Leben gefüllt. Gleichzeitig entstand aus den Mitarbeiterinnen ein Team, das sich gemeinsam auf die verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitete.

Plätze seit der Eröffnung durchgehend belegt

Am 3. September zogen schließlich die ersten Frauen und Kinder ein. Seitdem ist das Frauenhaus ein wichtiger Bestandteil des Hilfesystems im Landkreis Holzminden. Die vorhandenen Plätze sind seit der Eröffnung durchgehend belegt. Diese hohe Auslastung zeigt eindrücklich, wie notwendig ein sicherer Zufluchtsort für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder ist.

Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses haben in einem Jahr ein großes Netzwerk von unterstützenden Hilfesystemen und Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern aufbauen können. Behörden, Ämter, Arztpraxen, Schulen, Kindergärten, die Holzmindener Tafel, der Psychosoziale Dienst, Sportvereine, das Ameos Klinikum, Sprachkurslehrende, das Jobcenter, die Agentur für Arbeit, Anwältinnen und Anwälte und viele weitere Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner wirken mit.

Mitarbeiterinnen erfahren große Hilfsbereitschaft

Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses erleben immer wieder eine große Hilfsbereitschaft im Unterstützungssystem des Landkreises Holzminden und bedanken sich an dieser Stelle, auch wenn nicht alle namentlich genannt wurden, ganz herzlich beim unterstützenden Umfeld, ohne das eine gute Begleitung der Frauen und Kinder nicht möglich wäre.

Ein Frauenhaus ist kein gewöhnliches Gebäude. Es ist ein Zufluchtsort für Frauen und Kinder, die Gewalt erlebt haben oder von Gewalt bedroht sind. Sie kommen dorthin, um Abstand zu einer gefährlichen Situation zu gewinnen und Sicherheit zu finden.

Anonyme Adresse ist Teil des Schutzkonzeptes

Ein zentraler Bestandteil des Schutzes ist die Anonymität. Die Adresse eines Frauenhauses wird bewusst nicht öffentlich gemacht. Das ist keine Formalität und kein überholtes Konzept, sondern eine konkrete Sicherheitsmaßnahme.

Denn für manche Bewohnerinnen besteht die Gefahr, dass ein gewalttätiger Mensch versucht, ihren Aufenthaltsort herauszufinden. Eine unbekannte Adresse ist Teil des Schutzes.

„Eine unbekannte Adresse kann deshalb ein entscheidender Bestandteil des Schutzes sein. Was für Außenstehende wie eine harmlose Information erscheinen mag, kann für eine Bewohnerin und ihre Kinder eine reale Gefährdung darstellen“, klärt Carina Stegemann, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Holzminden, auf. „Schutz geht uns alle an, deshalb ist es wichtig, dass auch die Öffentlichkeit sensibel mit Informationen über das Frauenhaus umgeht.“

Keine Hinweise auf den Standort veröffentlichen

Fotos des Gebäudes, Hinweise auf den Standort, Standortmarkierungen in sozialen Medien oder andere Angaben, durch die sich die Adresse ableiten lässt, sollten deshalb unbedingt vermieden werden. Als Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises möchte Carina Stegemann anlässlich des ersten Jahrestages aus diesem Grund besonders für einen Aspekt sensibilisieren, der leicht übersehen wird: „Anonymität ist kein Nebenaspekt! Anonymität ist Schutz!“

Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Der Schutz von Frauen und Kindern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ein Frauenhaus kann seine Arbeit nicht allein leisten. Neben den hauptamtlich engagierten Mitarbeiterinnen braucht es ein unterstützendes Umfeld und auch finanzielle Möglichkeiten, um Frauen und Kindern über den reinen Schutz hinaus Unterstützung und neue Perspektiven zu ermöglichen.

Unterstützung soll auch weiterhin notwendig sein

Die große Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung und von Unternehmen, Vereinen und Institutionen im vergangenen Jahr sei ein starkes Zeichen der Solidarität, so Stegemann. Im Namen des Landkreises und des Vereins für Sozialpädagogik e. V. bedankt sie sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern herzlich. Die Unterstützung bleibe allerdings auch weiterhin notwendig. Wer die Arbeit des Frauenhauses fördern und dazu beitragen möchte, dass Frauen und Kinder in Sicherheit neue Perspektiven entwickeln können, könne dies auch weiterhin durch eine finanzielle Spende tun.

Spenden mit dem Betreff „Frauenhaus“ können auf das Konto des Vereins für Sozialpädagogik e. V. Holenberg bei der Braunschweigischen Landessparkasse, IBAN DE96 2505 0000 0027 1030 76, überwiesen werden.

Förderverein für das Frauenhaus geplant

Zudem initiiert die kommunale Gleichstellungsbeauftragte in naher Zukunft einen Förderverein für das Frauenhaus. Weitere Informationen dazu sollen noch folgen. Wer konkrete Unterstützung braucht, kann Informationen dazu auf der Website des Landkreises finden.

Foto: VfS BISS Flyer


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Politische Werbung – Video 3 von 3 – Landkreis Holzminden

Ich bin in unserer Region aufgewachsen. Geboren in Uslar, führte mich mein Weg über Ausbildung, Beruf und Verantwortung in viele Teile Niedersachsens – doch meine Heimat ist immer das Weserbergland geblieben.

Zurück im Einsatz heißt für mich zurückzukehren, um für die Menschen im Landkreis Holzminden wieder in den Einsatz zu gehen, dieses Mal nicht als Polizeichef ausschließlich für die Sicherheit und Ordnung, sondern als Landrat ganzheitlich Verantwortung zu übernehmen.

Auf diese Herausforderung bin ich aufgrund meiner vielfältigen Führungsaufgaben im Innenministerium, der Zentralen Polizeidirektion und zurzeit als Vizepräsident der Polizeidirektion Braunschweig mit 3.000 Beschäftigten bestens vorbereitet: neben den operativen Tätigkeiten habe ich Erfahrung in den Bereichen IT, Kommunikation und Innovation sowie Logistik und Beschaffung bis hin zu sozialen Servicedienstleistungen. Ich habe gelernt, Menschen zu führen, Krisen zu bewältigen und Veränderungen mit Augenmaß umzusetzen.

Gemeinsam mit meiner Frau Frauke habe ich mich bewusst entschieden, nach Holzminden zurückzukehren. Nicht, weil wir irgendwo anders gescheitert wären, sondern weil wir überzeugt sind: Hier gehört unsere Zukunft hin. Familie, Nachbarschaft und Heimat sind für uns keine Schlagworte, sondern gelebter Alltag.

Stark im Recht bedeutet mein Handeln richtet sich nach unseren rechtsstaatlichen Prinzipien. Ich handele nicht willkürlich, behandele alle Menschen gleich, bin als Landrat keinem Parteienzwang unterlegen und entscheide nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

Mit dem Blick desjenigen, der gegangen ist und zurückkehrt, sehe ich die großen Stärken unseres Landkreises – und die Aufgaben, die vor uns liegen.

Nah am Menschen war und bin ich schon immer. Ich mag die Nähe von Menschen, ihre Ideen aufzunehmen und gemeinsam umzusetzen. Mit Herz und Verständnis und echtem Interesse an Anderen.

Ich trete als Uwe Lange an, mit eigenen Ideen und der Erfahrung, sie auch umzusetzen.

Mit vollem Engagement bin ich zurück im Einsatz.

Ihr
Uwe Lange

Politische Werbung. Auftraggeber und finanziert durch: CDU-Kreisverband Holzminden, Kirchstraße 2, 37603 Holzminden. Verantwortlich (V.i.S.d.P.): Sabine Echzell, stellvertretende Vorsitzende

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Moringen-Hardegsen-Uslar

Uslar (red). Wenn der Herbst Einzug hält, beginnt die Zeit der Kartoffelernte. Dann sind die Landwirte in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland wieder auf ihren Feldern unterwegs, um die beliebten Knollen aus der Erde zu holen. Einst war eine reiche Kartoffelernte für viele Familien überlebenswichtig und sicherte die Versorgung für die kalte Jahreszeit. Die Stadt Uslar erinnert mit dem traditionellen Pekermarkt an diese besondere Bedeutung der Kartoffel. Am Sonntag, 13. September, lädt Uslar von 11 bis 18 Uhr zum beliebten Fest ein, das jedes Jahr am zweiten Sonntag im September gefeiert wird.

Ein Fest für die ganze Familie

Die Innenstadt verwandelt sich an diesem Tag in eine lebendige Festmeile. Rund 100 Händler haben ihr Kommen angekündigt und präsentieren ein buntes Angebot aus Kunsthandwerk, regionalen Produkten und Dienstleistungen. Lokale Akteure zeigen, was die Region zu bieten hat.

Für Kinder gibt es im Forstgarten zahlreiche Mitmachangebote. Eine mobile Kletterwand sorgt für Abenteuerlust bei den älteren Kindern und der Young Corner bietet Kinderschminken sowie spezielle Angebote für Jugendliche und jüngere Besucherinnen und Besucher. Bei den Schattenspringern klettern die Teilnehmenden unter professioneller Anleitung.

Musik auf zwei Bühnen

Das musikalische Programm verteilt sich auf zwei Bühnen, die sich am Alten Rathaus und in der „Kurzen Straße“ befinden. Die Solling-Blaskapelle Schönhagen, das Solling Swing Orchestra, die Young Sprouts, Alex im Westerland (Die Ärzte und Toten Hosen Tribute), Miss Who, Flo und Tommi sowie Dan und Ron sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung.

Traditionelles Pekeressen und Fassbieranstich

Um 11.15 Uhr wird das Fest offiziell mit dem Fassbieranstich der Brauerei Bergbräu durch Bürgermeister Torsten Bauer eröffnet. Redner Bode begleitet die Besucherinnen und Besucher mit Informationen rund um das gesamte Programm.

Ein kulinarisches Highlight ist das Pekeressen. Dabei handelt es sich um ein Kartoffelgericht, das mit gewürztem Mett, Zwiebeln und Gurken serviert wird. Früher wurden die Kartoffeln an den Ofen geklebt, was im Plattdeutschen „peken“ heißt. Heute sorgt ein spezielles Garverfahren für den typischen Geschmack. Neben dem klassischen Pekeressen gibt es weitere Kartoffelspezialitäten zu entdecken.

Verkaufsoffener Sonntag und Maskottchen Onkel Pelle

Auch die Geschäfte in der Innenstadt öffnen ihre Türen zum verkaufsoffenen Sonntag und laden zum Bummeln ein. Onkel Pelle, das Maskottchen der Stadt, ist ebenfalls auf dem Pekermarkt unterwegs.

Weitere Informationen sind bei der Stadt Uslar unter www.uslar.de und unter Telefon 05571/307-108 (Leah Bunke) erhältlich.

Foto: Touristik-Information Uslar/L. Bunke

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