Holzminden (red). Im Jubiläumsjahr zum 30. Geburtstag des Holzmindener Orgelsommers findet am Samstag, 8. August, um 18 Uhr in der Lutherkirche am Kirchplatz das dritte Konzert der Konzertreihe statt. Zu Gast ist das Trio „in un fiato“ mit Mariia Kostina (Flöte), Oksana Shnit (Orgel und Schlaginstrumente) sowie Günther Wiesemann (Orgel und Schlaginstrumente).
„In un fiato“ bedeutet „In einem Atem“ – dem Atem einer bewahrenswerten und zu bewahrenden Welt. Das Trio musiziert in der Besetzung Flöte, Orgel und kleinem Schlaginstrumentarium.
Werke von Bach bis Wiesemann
Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach und Tomaso Albinoni aus der Barockzeit.
Außerdem erklingt eine Triokomposition meditativen Charakters des 1956 in Hattingen geborenen Komponisten Günther Wiesemann mit dem Titel „Die tägliche Neuheit des Himmels“. Mariia Kostina und Oksana Shnit stammen aus der Ukraine und haben sowohl in Kiew als auch in Deutschland studiert.
Der Eintritt zum Konzert ist frei. Um eine Kollekte zugunsten der Kirchenmusik wird gebeten.
Mariia Kostina
Mariia Kostina (Flöte) wurde 1990 in Poltawa in der Ukraine geboren. Nach dem Abschluss ihres Soloflöten-Studiums an der Tschaikowsky-Musikakademie Kiew im Jahr 2013 absolvierte sie ab 2018 ein Masterstudium an der Hochschule für Musik Detmold im Orchesterzentrum NRW.
Von 2014 bis 2018 war sie Mitglied des National Odessa Philharmonic Orchestra. Es folgten Engagements bei der Jungen Philharmonie Köln und der Kammerphilharmonie Europa. Mit verschiedenen Orchestern gastierte sie unter anderem in der Elbphilharmonie, im Concertgebouw sowie beim Festival Radio France. Meisterkurse besuchte sie unter anderem bei Professor János Bálint und Samuel Coles, Soloflötist des London Philharmonic Orchestra.
Oksana Shnit
Oksana Shnit (Klavier, Cembalo und Orgel) wurde 1990 geboren. Sie studierte an der Tschaikowsky-Musikakademie Kiew sowie an der Folkwang Universität der Künste in Essen, wo sie zusätzlich ein Masterstudium im Fach Cembalo absolvierte. 2023 erhielt sie den zweiten Preis beim Köhler-Osbahr-Wettbewerb im Fach Cembalo solo.
Bereits 2011 gewann sie den ersten Preis beim Internationalen I.C.M.U.-Musikwettbewerb in Kiew. 2013 folgte ein dritter Preis in Triobesetzung beim Internationalen Musikwettbewerb Gaetano Zinetti im italienischen Sanguinetto. Seit 2019 ist sie unter anderem mit dem trio contemporaneo und dem Tresono-Trio aktiv.
Günther Wiesemann
Günther Wiesemann (Klavier, Orgel und Schlagwerk) wurde 1956 in Hattingen geboren und ist Komponist sowie Konzertmusiker.
1985 erhielt er als Stipendiat der Dramatiker Union Berlin den ersten Preis. 1991 gewann er den Klavierkompositionswettbewerb Bonn/Leipzig. Im selben Jahr wurde seine Oper „Brot und Spiele“ bei den Internationalen Brucknerfestspielen in Linz konzertant aufgeführt. Es entstanden zahlreiche Kammermusikwerke, Kompositionen für den Kirchenraum, Symphonien, Orchesterwerke sowie das Requiem „oggi stesso“ auf ein Libretto von Christoph Klimke.
Komponistenporträts führten ihn auch ins Ausland, unter anderem 1995 zum Internationalen Festival „Musik der Zeit“ in Kiew. Mehrere CDs sowie Rundfunk- und Fernsehporträts dokumentieren sein Schaffen. Seit 1976 ist er als Konzertmusiker tätig, gründete verschiedene Ensembles und veröffentlicht seine Werke unter anderem beim Schott Verlag. Seit 2003 vertont er außerdem eigene Lyrik in seinen Kompositionen.
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