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Holzminden

Holzminden (red). Nach 20 Jahren Lehrtätigkeit an der Fakultät Management, Bauen, Immobilien der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen am Standort Holzminden verabschiedet sich Prof. Dr. sen. h.c. Susanne Ertle-Straub zum Ende des Sommersemesters 2026 in den Ruhestand. Sie lehrte Markt- und Immobilienresearch sowie werteorientierte Unternehmensführung im Studienbereich Immobilien, initiierte die erfolgreiche Karrieremesse „Practice meets Campus“ und förderte gezielt die Karrieren von Frauen in der Immobilienwirtschaft. In Holzminden fand sie nach eigenen Angaben eine zweite Heimat.

Im Fakultätsrat würdigte Prof. Dr. Matthias Weppler, Dekan der Fakultät Management, Bauen, Immobilien, ihre Verdienste: „Als geschätztes Mitglied unseres Kollegiums und bekannte Persönlichkeit in der Immobilienbranche hat Susanne Ertle-Straub erfolgreich berufspraktische Erfahrung mit akademischer Arbeit verknüpft. Ihre Erfahrung, Expertise und ihr Branchennetzwerk haben die immobilienwirtschaftlichen Studiengänge am Hochschulstandort Holzminden bereichert.“

Starkes Netzwerk für Studierende

Vor mehr als zehn Jahren rief Susanne Ertle-Straub an der HAWK den Personalkongress „Practice meets Campus“ ins Leben. Namhafte Unternehmen der Immobilien- und Baubranche aus ganz Deutschland kommen seitdem nach Holzminden, um akademischen Nachwuchs zu gewinnen. Fachvorträge zu aktuellen Themen – unter anderem vom ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel – ergänzten die Karrieremesse.

Als Frau in einer männlich dominierten Branche setzte Susanne Ertle-Straub zudem Impulse zur Förderung von Frauen. Mit Formaten wie dem „Women’s Talk“ förderte sie den Austausch zwischen HAWK-Studentinnen und führenden Frauen der Immobilienbranche. Darüber hinaus veröffentlichte sie die erste Studie zum Thema „Frauen und Karriere in der Immobilienwirtschaft“.

Praxis und Wissenschaft verbunden

Ihr Branchennetzwerk nutzte Susanne Ertle-Straub, um zahlreiche Fachleute an die Hochschule zu holen und den direkten Transfer von Praxis in die Lehre zu fördern. Zudem initiierte sie Projekte mit Unternehmen und organisierte Exkursionen zu Partnerfirmen.

Ihre berufliche Laufbahn begann mit einer Ausbildung zur Bankkauffrau. Anschließend studierte sie Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Es folgten Führungspositionen unter anderem bei der Deutschen Grundbesitz-Investmentgesellschaft in Frankfurt am Main, der Allianz Grundstücks-GmbH in Stuttgart sowie am Institut für Gewerbezentren in Bad Urach und München. 1996 gründete sie ihr eigenes Immobilienberatungsunternehmen RESEARCH CONSULTING MARKETING in Nürtingen, das sie bis heute leitet.

Auszeichnungen und Verbundenheit mit Holzminden

Für ihre mit Auszeichnung abgeschlossene Promotion an der Universität Leipzig erhielt sie den Immobilien-Innovationspreis der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie den Sonderpreis der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung. Für ihr Engagement in der akademischen Ausbildung verlieh ihr die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen im Jahr 2009 den Ehrentitel „Senatorin h.c.“.

Mit Holzminden, der Region und der HAWK fühlt sich die gebürtige Schwäbin nach eigenen Angaben eng verbunden. „Es war für mich eine ganz besondere, spannende und prägende Zeit“, sagt Susanne Ertle-Straub. „Der fachliche und persönliche Austausch, mit dem Kollegium und Studierenden gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen und junge Menschen auf ihrem Weg in die Berufstätigkeit zu begleiten, das alles wird mir fehlen. Aber der Abschied ist nicht für immer. Ich komme gerne wieder.“

Foto: HAWK


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Holzminden. Am „Forster Weg 26“ in Holzminden steht ab sofort eine rund 125 Quadratmeter große Gewerbefläche zur Vermietung. Die gepflegten Räumlichkeiten befinden sich ebenerdig im Erdgeschoss und sind barrierefrei sowie stufenlos zugänglich.

Die Fläche eignet sich unter anderem als Büro, Arzt- oder Physiotherapiepraxis, Apotheke, Kanzlei oder für weitere gewerbliche und dienstleistungsorientierte Nutzungen.

Flexible Nutzungsmöglichkeiten

Die Raumaufteilung kann nach Absprache flexibel geplant und individuell an die Anforderungen der zukünftigen Mieterin oder des zukünftigen Mieters angepasst werden. Auch entsprechende Umbauten sind grundsätzlich möglich.

Die Gewerbefläche befindet sich in der Nähe des ehemaligen Krankenhauses. Parkmöglichkeiten stehen direkt vor dem Objekt zur Verfügung.

Provisionsfreie Vermietung

Die monatliche Miete beträgt 1.500 Euro. Die Vermietung erfolgt provisionsfrei direkt vom Eigentümer. Eine Kaution ist nach Absprache zu hinterlegen.

Kontakt

Johannes Rerich
Telefon: 01520 1549757
E-Mail: j.rerich@gmx.net

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Holzminden

Eschershausen (red). Die Brauerei Allersheim GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld die Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Nach Angaben des Unternehmens läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter.

Seit mehr als 170 Jahren steht die Brauerei Allersheim nach eigenen Angaben für handwerkliche Braukunst und hohe Qualität. Mit der Eigenverwaltung nutze das Unternehmen ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsinstrument, um seine wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und den traditionsreichen Betrieb langfristig zu sichern.

Die Auslieferung erfolge planmäßig. Kundinnen und Kunden aus Gastronomie, Getränkefachgroßhandel und Lebensmitteleinzelhandel sowie weitere Geschäftspartner könnten sich weiterhin auf die gewohnte Qualität, Zuverlässigkeit und Lieferfähigkeit verlassen.

Brauwirtschaft unter wirtschaftlichem Druck

Die deutsche Brauwirtschaft befindet sich nach Angaben der Brauerei seit Jahren in einem tiefgreifenden strukturellen Transformationsprozess. Der Bierkonsum gehe kontinuierlich zurück, Konsumgewohnheiten veränderten sich und gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Hinzu kämen erhebliche Belastungen durch gestiegene Energie-, Rohstoff-, Verpackungs-, Logistik- und Personalkosten sowie die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie.

Diese Entwicklung betreffe zahlreiche mittelständische Brauereien in Deutschland und habe in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Konsolidierung der Branche geführt. Auch die Brauerei Allersheim sei von diesen Veränderungen betroffen gewesen. Trotz verschiedener Maßnahmen zur Anpassung an die veränderten Marktbedingungen hätten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschärft.

Restrukturierung soll Zukunft sichern

Nach Angaben des Unternehmens ist die Entscheidung für die Eigenverwaltung Ausdruck einer aktiven und verantwortungsvollen Unternehmensführung. Ziel sei es, den Betrieb frühzeitig an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und eine langfristig tragfähige wirtschaftliche Basis zu schaffen.

Im Mittelpunkt der Restrukturierung stehen nach Unternehmensangaben die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Weiterentwicklung von Unternehmens- und Prozessstrukturen, gezielte Investitionen in moderne Prozessabläufe, die Weiterentwicklung des Produktportfolios, die nachhaltige Stärkung der finanziellen Basis sowie die langfristige Sicherung des regionalen Marktes.

Die Geschäftsführung bleibt während des gesamten Verfahrens handlungsfähig und steuert die Restrukturierung gemeinsam mit erfahrenen Sanierungsexperten. Unterstützt wird das Unternehmen durch den Restrukturierungsberater Björn Herzog von der Wirtschaftskanzlei Römermann. Begleitet wird das Verfahren von einem gerichtlich bestellten Sachwalter.

Mehr als 170 Jahre Brautradition

Die Brauerei Allersheim blickt auf eine mehr als 170-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1854 befindet sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in den Händen regionaler Familien.

Die Marken Allersheimer und Caluna stehen nach Unternehmensangaben seit Jahrzehnten für handwerkliche Braukunst und hohe Qualitätsansprüche. Die Brauerei engagiert sich zudem als Partner zahlreicher Vereine, Veranstaltungen und gesellschaftlicher Initiativen in der Region.

Die Herstellung der Biere erfolgt seit 2014 mit Brauwasser aus drei eigenen Brunnen in Westheim. Mehrfach verliehene DLG-Goldmedaillen unterstreichen nach Angaben des Unternehmens die Qualität der Produkte.

Geschäftsführer sieht Chancen für die Zukunft

„Unsere Branche befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Diesem Wandel begegnen wir nicht mit Stillstand, sondern mit einer klaren Entscheidung für die Zukunft unseres Unternehmens. Die Eigenverwaltung verschafft uns den notwendigen Rahmen, unsere wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und unser Unternehmen langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln“, erklärt Geschäftsführer Dirk Brüninghaus.

Für Kundinnen und Kunden, Lieferanten sowie alle Geschäftspartner ergeben sich nach Angaben der Brauerei durch das Verfahren keine unmittelbaren Änderungen. Vertrieb und Auslieferung würden uneingeschränkt fortgeführt, alle Ansprechpartner stünden weiterhin zur Verfügung.

Bei der Eigenverwaltung handelt es sich um ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsverfahren für Unternehmen mit einer grundsätzlich tragfähigen wirtschaftlichen Perspektive. Die Geschäftsführung bleibt dabei handlungsfähig und führt das Unternehmen gemeinsam mit Restrukturierungsexperten durch den Sanierungsprozess.

Foto: TKu

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