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Holzminden

Holzminden (red). Nach Angaben der SPD Holzminden wurde beim „Runden Tisch Arbeitnehmer“ zugehört, diskutiert und vor allem Klartext gesprochen. Trotz sommerlicher Temperaturen seien viele Besuchende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Gewerkschaften und Betriebsräten zusammengekommen, um über die aktuellen Herausforderungen für Beschäftigte und die Erwartungen an sozialdemokratische Politik zu sprechen.

Kontroverse Diskussion über politische Vorhaben

Was zunächst in geselliger Atmosphäre begonnen habe, sei im Verlauf des Abends zu einer engagierten und teilweise sehr kontroversen Diskussion geworden. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten die Gelegenheit genutzt, ihrem Unmut über aktuelle politische Entwicklungen deutlich Ausdruck zu verleihen.

Kritisch diskutiert worden seien unter anderem das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz und die damit verbundenen Einschnitte im Gesundheitsbereich, die jüngst vorgestellten Empfehlungen der Rentenkommission sowie die Pläne der Bundesregierung zur Reform des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG).

Erwartungen an sozialdemokratische Politik

Nach Darstellung der SPD sei an diesem Abend deutlich geworden, dass die Basis von sozialdemokratischen Regierungsvertretern eine klare Haltung und nachvollziehbare politische Entscheidungen erwarte. Insbesondere aus den Reihen der Gewerkschaften und Betriebsräte sei der Wunsch nach klaren roten Linien und einem deutlicheren Eintreten für sozialpolitische Errungenschaften formuliert worden. Genannt worden seien dabei unter anderem der Acht-Stunden-Tag und die Möglichkeit, nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente zu gehen.

Auch die Kommunikation der Bundesregierung sei kritisch hinterfragt worden. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten deutlich gemacht, dass politische Entscheidungen besser erklärt und die Sorgen und Lebensrealitäten der Beschäftigten stärker berücksichtigt werden müssten.

Allruth äußert Kritik an politischen Plänen

Nach Angaben der SPD deckten sich diese Rückmeldungen mit den Erfahrungen, die der SPD-Landratskandidat Bjarne Allruth in zahlreichen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere an den Haustüren, gesammelt habe. Entsprechend deutlich habe auch er sich in der Diskussion positioniert. Besonders kritisch habe Allruth die Absicht der Bundesregierung bewertet, künftig eine Krankschreibung bereits ab dem ersten Krankheitstag gesetzlich verpflichtend zu machen sowie die Regelung zu verändern, nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente gehen zu können.

„Wir haben heute Abend erlebt, wie wichtig es ist, miteinander und nicht übereinander zu sprechen. Die Diskussion war offen und an einigen Stellen durchaus kontrovers. Genau das muss Politik aushalten können“, resümierte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Benjamin Beineke.

„Direkter Draht nach Berlin“

Wichtig sei für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Darstellung der SPD die Möglichkeit gewesen, ihre Anliegen direkt mit dem Bundestagsabgeordneten Johannes Schraps zu diskutieren. Der „direkte Draht nach Berlin“ sei intensiv genutzt worden. Schraps habe die zahlreichen Anregungen und Kritikpunkte aus der Diskussion aufgenommen und zugesagt, diese mit nach Berlin zu nehmen.

„Wir haben heute sehr deutlich gehört, was die Menschen vor Ort bewegt und wo der Schuh drückt. Dieser offene Austausch ist für unsere politische Arbeit enorm wichtig. Gerade wenn Erwartungen und die Entscheidungen auf Bundesebene auseinanderfallen, müssen wir miteinander im Gespräch bleiben“, so Schraps.

Allruth zieht positives Fazit

Auch Bjarne Allruth zog ein positives Fazit: „Die Gespräche haben mir einmal mehr gezeigt, wie groß der Wunsch nach einer Politik ist, die zuhört und die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ernst nimmt. Die vielen Rückmeldungen nehme ich auch für meine Arbeit als Landratskandidat mit.“

Der „Runde Tisch Arbeitnehmer“ habe nach Einschätzung der SPD damit das erreicht, was sich die SPD Holzminden mit dem neuen Dialogformat vorgenommen habe: Es sei nicht um vorbereitete Statements oder eine klassische Podiumsdiskussion gegangen, sondern um den direkten Austausch und die konkreten Erfahrungen der Menschen.

Dialog soll fortgesetzt werden

„Wir wollten zuhören – und wir haben sehr viel gehört“, fasste Benjamin Beineke den Abend zusammen. „Jetzt kommt es darauf an, die angesprochenen Themen nicht nur aufzunehmen, sondern auch in politische Arbeit zu übersetzen. Der Dialog darf mit dem heutigen Abend nicht enden.“

Nach der intensiven Diskussion sei der Abend nach Angaben der SPD bei Getränken und Bratwurst in gelöster Atmosphäre ausgeklungen. Aus Sicht der Partei habe der Abend einen gelungenen Austausch geboten, bei dem Tacheles geredet worden sei und der direkte Austausch zwischen Basis und Politik im Mittelpunkt gestanden habe.

Foto: SPD-Ortsverein Holzminden


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Holzminden. Eine Dachsanierung ist eine große Entscheidung – und gerade bei älteren Häusern zeigt sich oft erst während der Arbeiten, welche unerwarteten Herausforderungen auf Bauherren warten. Doch was passiert, wenn während der Sanierung plötzlich ein Problem auftaucht, mit dem niemand gerechnet hat?

„Wir hatten dann eine böse Überraschung. Beim Abriss der Kaminverkleidung stellte sich heraus, dass der obere Teil des Kamins nicht mehr zu retten war“, beschreibt der Bauherr die Situation.

Schnelle Lösung ohne Verzögerungen

Für das Team der Firma Mairose war schnell klar, dass nun eine zügige Lösung gefragt war. Die zusätzliche Arbeit wurde kurzfristig in den Bauablauf integriert. „Die Firma Mairose hat sich umgehend darum gekümmert, sodass dadurch keine Verzögerungen entstanden sind“, ergänzt der Bauherr.

Bereits zu Beginn des Projekts mussten zudem grundlegende Anpassungen am Gebäude vorgenommen werden – ganz nach den Wünschen der Bauherren. „Bei unserem Haus bestand die erste Herausforderung darin, dass wir ursprünglich überhaupt keine Dachüberstände hatten. Sowohl an der Giebelseite als auch an der Traufe musste alles verlängert werden“, berichtet die Bauherrin.

Individuelle Planung und sichtbare Fortschritte

Auch bei der Auswahl der neuen Dacheindeckung wurden die Bauherren eng in den Entscheidungsprozess eingebunden. „Wir haben im Vorfeld verschiedene Ziegelmuster bekommen und konnten uns bei der Firma Mairose vor Ort alle Varianten in Ruhe ansehen. Auch wenn sich kurzfristig noch etwas geändert hat, war das überhaupt kein Problem“, erzählt der Bauherr.

Während der gesamten Bauphase konnten die Eigentümer die Entwicklung ihres Projekts Schritt für Schritt verfolgen. „Man hat eigentlich jeden Tag Fortschritte gesehen. Darüber können wir wirklich nur Positives berichten“, sagt die Bauherrin. Sichtbare Fortschritte auf der Baustelle und eine transparente Kommunikation sorgten dafür, dass jederzeit das Gefühl bestand, das Projekt in guten Händen zu wissen.

Zufriedenheit auch nach Abschluss der Arbeiten

Heute genießen die Bauherren das Ergebnis jeden Tag aufs Neue. „Wir stehen oft hier im Garten oder sitzen auf der Terrasse und sagen, dass wir – was unsere Entscheidung betrifft – jederzeit wieder genauso entscheiden würden. Wir sind mit dem Ergebnis wirklich sehr zufrieden.“

Das Projekt zeigt, dass bei einer Dachsanierung nicht entscheidend ist, ob unerwartete Herausforderungen auftreten, sondern wie mit ihnen umgegangen wird. Gute Planung, eine offene Kommunikation und schnelle Lösungen können dazu beitragen, dass selbst unvorhergesehene Probleme den Bauablauf kaum beeinflussen und am Ende ein Ergebnis entsteht, mit dem die Bauherren langfristig zufrieden sind.

Firma Mairose
Burgbergblick 14
37603 Holzminden

Telefon: 05531 3339
https://mairose.de/

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Lesedauer: 8 Minuten
Höxter-Beverungen

Holzminden (awin). 15 Monate wurde gebaut, geplant, nachgebessert und immer wieder angepackt – der eigentliche Umzug war dann nach kaum eineinhalb Stunden geschafft. Seit dem 29. August leben die ersten Tiere im neuen Tierheim des Tierschutzvereins Holzminden-Höxter am Allernbusch. Damit endet für den Verein eine lange Bauphase, die nicht immer nach Plan verlief.

Der Transport vom bisherigen Standort am „Ziegeleiweg“ verlief laut Tierheimleiter Julian Kusak ganz entspannt. Tierärzte begleiteten den Umzug. Inzwischen haben vier Hunde und 66 Katzen ihr neues Zuhause auf Zeit bezogen. Und sie treffen dort auf Bedingungen, die mit denen des bisherigen Tierheims kaum noch vergleichbar sind.

Mehr Platz und neue Möglichkeiten für die Tiere

Allein das Hundehaus umfasst rund 400 Quadratmeter. Insgesamt stehen 17 Zwinger zur Verfügung, vier davon als Quarantänebereiche. Die 13 regulären Zwinger verfügen über angeschlossene Ausläufe. Zudem ist am neuen Standort eine artgerechte Gruppenhaltung möglich.

Für die Katzen wurden auf rund 250 Quadratmetern unter anderem Vermittlungsräume mit Außengehegen geschaffen. Insgesamt ist der Bereich für etwa 80 bis 90 Katzen ausgelegt. Neu ist außerdem eine eigene Katzenquarantäne, die es am alten Standort nicht gab.

„Wir haben einen der höchsten Standards gebaut, die man aktuell bauen kann. Allein der Hygienestandard ist um ein Vielfaches höher im Vergleich zum alten Tierheim“, betont Jens-Uwe Müller, erster Vorsitzender des Tierschutzvereins Holzminden-Höxter.

Erstrahlen auf dem Gelände im neuen Glanz: Das Hundehaus (l.) und das Katzenhaus (r.)
Auch technisch auf einem neuen Stand

Zum Konzept gehören unter anderem säure- und urinbeständige Oberflächen, die Reinigung und Hygiene erleichtern sollen. Zwei Wärmepumpen versorgen Hunde- und Katzenhaus, hinzu kommen eine Fußbodenheizung und eine 40-Kilowatt-Photovoltaikanlage auf dem Dach. Ein Brunnen dient der Wasserversorgung, zusätzlich steht ein Frischwasserreservoir zur Absicherung bereit.

Von den Veränderungen profitieren jedoch nicht nur die Tiere. „Besonders freut es mich für unsere Mitarbeiter, dass wir ihnen einen vernünftigen Arbeitsplatz schaffen konnten“, sagt Müller. Im ehemaligen Wohnhaus stehen dem Team nun unter anderem Aufenthaltsräume, Umkleidemöglichkeiten, Bad und Küche zur Verfügung.

Der neue Aufenthaltsraum soll zugleich eine Begegnungsstätte für die mehr als 220 Vereinsmitglieder werden. Damit verbindet der Tierschutzverein auch die Hoffnung, weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Arbeit im Tierheim zu gewinnen.

Der geplante Umzug im Juni musste warten

Eigentlich sollten Tiere und Beschäftigte bereits im Juni an den Allernbusch wechseln. Weil die vorgesehenen Hundeausläufe zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt waren, wurde der Umzug in Abstimmung mit dem Veterinäramt verschoben. Der Verein entschied sich, zunächst nachzurüsten, damit die Anlage anschließend ohne Mängel abgenommen werden konnte.

Für die zusätzlichen Arbeiten an den Hundeausläufen wurden noch einmal rund 30.000 Euro benötigt. Die Förderung stellte der Deutsche Tierschutzbund e. V. bereit. Auf die Situation aufmerksam geworden war der Verband auf Initiative der niedersächsischen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte.

1,5 Millionen Euro für den neuen Standort

Insgesamt kostete das neue Tierheim rund 1,5 Millionen Euro. Die Summe brachte der Verein unter anderem über Förderanträge und Spendensammlungen auf. Hinzu kamen Sachspenden und Arbeitsleistungen von Unternehmen und Handwerksbetrieben aus der Region. Auch die Photovoltaikanlage wurde dem Verein kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Auch personell musste der Verein während der Bauphase einen unerwarteten Umbruch bewältigen. Nachdem der damalige Tierheimleiter und seine Stellvertreterin am selben Tag gekündigt hatten, wurden innerhalb kurzer Zeit Julian Kusak als neuer Leiter und Jana Pruhs als stellvertretende Tierheimleiterin gewonnen. Kusak bringt langjährige Erfahrung als Tierpfleger und Gehegeleiter mit, Pruhs Erfahrungen aus Tierarztpraxen und der Arbeit in einem Tierheim.

Julian Kusak wird als "Glücksgriff" für das Tierheim Holzminden bezeichnet
Nach 15 Monaten ist der Kraftakt geschafft

Mit dem Einzug endet für den Tierschutzverein damit eine intensive Zeit. Verzögerungen, zusätzliche Arbeiten und der Personalwechsel mussten parallel zum laufenden Tierheimbetrieb bewältigt werden. Für Jens-Uwe Müller hat sich der Aufwand aber auf allen Ebenen gelohnt – schließlich gilt es einen hohen Maßstab zu erfüllen: „Wir wollen für den Landkreis ein gutes Tierheim sein.“

Damit sich die Tiere zunächst in Ruhe an ihre neue Umgebung gewöhnen können, bleibt das Tierheim in dieser Woche noch für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Für spätere Tiervermittlungen bittet das Team grundsätzlich um eine vorherige telefonische Anmeldung. So könnten Termine besser mit dem laufenden Tagesgeschäft abgestimmt und ausreichend Zeit für die jeweiligen Tiere und Interessierten eingeplant werden. Die aktuellen Öffnungszeiten und weitere Informationen sind auf der Internetseite des Tierheims Holzminden zu finden.

Die aktuell jüngsten Bewohner des neuen Tierheims: Katzen-Babys, die erst wenige Wochen alt sind.

Fotos: awin

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