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Holzminden
Landratskandidat Bjarne Allruth hat den Pflegedienst LebensArt besucht und sich über Fachkräfte, Zeitdruck und Herausforderungen der ambulanten Pflege informiert.

Holzminden (red). Wie sieht der Arbeitsalltag in der ambulanten Pflege aus, wo liegen aktuelle Herausforderungen und was braucht es, damit auch künftig ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stehen? Über diese Fragen hat sich Landratskandidat Bjarne Allruth bei einem Besuch beim Pflegedienst LebensArt in Holzminden informiert und mit den Verantwortlichen über die tägliche Arbeit ausgetauscht.

Besonders positiv bewertet Allruth den Einstieg eines Auszubildenden beim Pflegedienst. Der Auszubildende besucht die Berufsschule in Holzminden. Für Allruth zeige das, wie wichtig wohnortnahe Ausbildungsmöglichkeiten für die Sicherung von Fachkräften in der Pflege seien.

Allruth hebt Bedeutung guter Ausbildungsbedingungen hervor

„Gute Pflege braucht gut ausgebildete Fachkräfte, funktionierende Strukturen und vor allem ausreichend Zeit für die Menschen. Deshalb müssen wir die Bedingungen, unter denen Pflegekräfte täglich arbeiten, ernst nehmen und genau hinschauen, wo es im Alltag noch hakt“, erklärt Allruth.

Im Gespräch seien dabei auch konkrete Herausforderungen deutlich geworden. So könnten eine bessere Digitalisierung und eine stärkere Vernetzung zwischen Pflegediensten und Arztpraxen viele Abläufe erleichtern. In der Praxis funktioniere die Zusammenarbeit jedoch noch nicht überall so reibungslos, wie es notwendig wäre.

Zeitliche Vorgaben bei täglichen Einsätzen thematisiert

Auch die zeitlichen Vorgaben für die täglichen Einsätze waren Thema des Austauschs. Wenn für einzelne Aufgaben zu wenig Zeit eingeplant sei, erhöhe dies den Druck auf die Beschäftigten und erschwere eine gute und den Menschen zugewandte Pflege.

„Wer gute Pflege will, muss denjenigen zuhören, die sie jeden Tag leisten. Die Erfahrungen der Pflegekräfte sind ein wichtiger Maßstab dafür, wo Strukturen verbessert werden müssen“, so Allruth. Neben guten Ausbildungsbedingungen gehe es deshalb auch darum, die Digitalisierung sinnvoll voranzubringen, die Zusammenarbeit mit Arztpraxen zu verbessern und die tatsächlichen Anforderungen des Pflegealltags bei der Gestaltung von Rahmenbedingungen stärker zu berücksichtigen.

Gespräche vor Ort sollen Herausforderungen sichtbar machen

Allruth dankte dem Pflegedienst LebensArt für den offenen Einblick und das informative Gespräch. „Solche Gespräche vor Ort sind für mich wichtig, weil sie zeigen, welche Herausforderungen hinter den politischen Diskussionen konkret stehen und wo Verbesserungen ansetzen können.“

Foto: SPD


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Bodenwerder-Polle

Bodenwerder (awin). Die Feuerwehr Schoholtensen/Altenhagen ist Landesmeister 2026. Beim 18. Landesentscheid der niedersächsischen Feuerwehren setzte sich die Einheit am Sonntag, 6. September, in Bodenwerder gegen 39 weitere Gruppen durch. Platz zwei belegte die Feuerwehr Kalbe, Rang drei ging an die Feuerwehr Klein Meckelsen.

Rund 3000 Besucherinnen und Besucher verfolgten den Wettbewerb auf dem Gelände der Saint-Gobain Rigips GmbH. Ab 8 Uhr traten dort die 40 besten Feuerwehreinheiten Niedersachsens gegeneinander an.

Fünf Prüfungen entscheiden über den Titel

Die Gruppen hatten sich zuvor über Leistungsvergleiche auf Gemeinde-, Kreis- und Regionalebene für den Landesentscheid qualifiziert. In Bodenwerder mussten sie fünf Module absolvieren: einen Löschangriff, das Kuppeln einer Saugleitung, eine Fahrübung, eine Belastungsübung unter Atemschutz und eine Funkübung über Digitalfunk.

Insgesamt waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer rund eineinhalb Stunden mit den Prüfungen beschäftigt. Gefragt waren Schnelligkeit, Präzision, Kondition und Teamarbeit. Die Aufgaben orientieren sich am Feuerwehralltag und sollen zugleich den Ausbildungs- und Übungsdienst unterstützen.

Ein Jahr Planung für den Landesentscheid

Hinter der Veranstaltung stand ein erheblicher organisatorischer Aufwand. Rund ein Jahr liefen die Planungen für den Landesentscheid. Am Veranstaltungswochenende waren rund 150 Feuerwehrkräfte aus Bodenwerder, Linse, Rühle und Heinsen mit der Organisation beschäftigt. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb von der Ortsfeuerwehr Bodenwerder gemeinsam mit der Münchhausenstadt Bodenwerder.

Regierungsbrandmeister Dascho Wehner hatte sich nach eigenen Angaben auf Landesebene persönlich dafür eingesetzt, den Landesentscheid nach Bodenwerder und damit in den Zuständigkeitsbereich Weser zu holen. Das damit verbundene Vertrauen in die Ortsfeuerwehr Bodenwerder und die Verantwortlichen vor Ort sei mehr als gerechtfertigt gewesen. „Dieses Vertrauen wurde nicht nur bestätigt, sondern weit übertroffen“, bilanzierte Wehner nach der Veranstaltung.

Viel Herzblut hinter den Kulissen

Besonders beeindruckt habe ihn, mit wie viel Herzblut, Zusammenhalt und persönlichem Einsatz der Landesentscheid vorbereitet und durchgeführt worden sei. Viele Beteiligte hätten über Monate zahlreiche Stunden investiert, Verantwortung übernommen und angepackt, erklärte der Regierungsbrandmeister.

Auch abseits der Wettbewerbsflächen wurde den Besucherinnen und Besuchern ein Programm geboten. Dazu gehörten moderne und historische Feuerwehrfahrzeuge, Feuerwehrtechnik sowie Angebote für Familien. Bereits am Samstagabend hatte eine Open-Air-Party im Rathauspark unter dem Motto „Baron on Fire“ den Auftakt des Wochenendes gebildet.

Bodenwerder im Mittelpunkt der Feuerwehrwelt

Mit dem Landesentscheid wurde Bodenwerder für ein Wochenende zum Treffpunkt der niedersächsischen Feuerwehrwelt. Für die 40 teilnehmenden Gruppen ging es um den Landestitel – und zugleich darum zu zeigen, was hinter sicheren Abläufen im Einsatz steckt: Ausbildung, regelmäßiges Training und viel persönlicher Einsatz.

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Fotos: awin, Feuerwehr

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